Das Schmid-Anwesen  Hs.Nr. 39

 

1583/1623: Imhofersölde – 1641: Imhofer oder Knaur Sölde – 1691: Hafnersölde - 

1760: Hofman Häusl – 1808: Artmann Hof Hs.Nr. 31 – ab 1838 Hs.Nr. 39

 

heute August-Schmieder-Str. 24

 

von Claudia Heigl

 

Bei diesem Anwesen im oberen Dorf, in unmittelbarer Nähe zum Schloss, handelte es sich um eine der fünf Hafnereien, die nach dem Dreißigjährigen Krieg verschwunden sind.

 

uraufnahme

Das Anwesen erhielt 1838 die Hs.Nr. 39
Quelle: Bay. Vermessungsverwaltung München, Bayernatlas, Uraufnahme aus dem Jahr 1827

 

Im Jahr 1583 besitzt der Hafner Sigmund Imhofer die „Imhofersölde“ auf Erbrecht.
Er entrichtet eine Gilt von 4 Schilling 12 Regensburger Pfennig 1 Heller und zahlt. wie alle Steinacher Hafner - noch zusätzlich Tegelgeld in Höhe von 5 Schilling 25 Reg. Pfennigen.1  
Neben ihm gab es noch einen Hans Imhofer, der als Hafner auf dem „Weinspach-Anwesen“ Hs.Nr. 50 wohnte.

 

1623 besitzt der Weber Konrad Knauer die Imhofer-Sölde auf Erbrecht.2 Das Häusl wird mit 5 Pfund Reg. Pfennige bewertet.
Konrad ist der Schwiegersohn des Sigmund Imhofer und als Weber tätig.3

 

1641 ist mit Urban Haizmann wieder ein Hafner auf dem „Imbhofer oder Khnaur Sölde“.4
Von ihm und seiner Ehefrau Eva werden vier Kinder in Steinach zur Taufe getragen, von denen nur eines überlebt:
- Maria (*+1642)
- Maria (1643-1644)
- Vitus (*+1645)
- Georg (*02.07.1647 + 01.02.1687), stirbt als 40-jähriger Hafnermeister in Iggensbach

 

Haizmann Besitzer

 

Die Hafnersfamilie zieht von Steinach weg und lässt sich in Iggensbach wieder nieder.
Damit endet auch das Hafnergewerbe auf diesem Anwesen.

 

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Das Schmid-Anwesen
aufgenommen 2010
Bild: Archiv f. Heimatgeschichte Steinach, Bestand: Luftbild-Service.com

 

 

Seit ca. 1648 in Familienbesitz

Nachfolger auf dem Anwesen ist der Leinweber Paul Leutner mit seiner Ehefrau Barbara.
Lt. Stiftregister vom Jahr 1691 zahlt er von der „Hafnersölde“ Abgaben.5

Bereits ab 1643 kommen von dem Ehepaar Kinder in Steinach zur Welt:
- Magdalena (* 25.01.1643)
- Markus (*22.03.1645) heiratet 1671 in Steinach Ursula Dichl von Erpfenzell und lässt sich als Weber in Falkenfels nieder.
- Magdalena (*21.12.1647)
- Johann (*26.11.1649)
- Margaretha (*04.07.1651)
- Leonhard (1654-1655)
- Leonhard (*1656) heiratet 1677 Katharina Straßer von Falkenfels und wird Weber in Erpfenzell
- Barbara (1660-1724) heiratet 1682 den Bauerssohn Andreas Hitzinger. Das Ehepaar bewirtschaftet ab 1681 die Sölde Nr. 9 in Steinach

 

1681 heiratet der Witwer, nach dem Tod der Ehefrau, die Bauerstochter Walburga Berger von Untermannbach. Walburga ist eine Schwester des Steinacher Kramer Kaspar Berger von Hs.Nr. 55.
Aus der Ehe geht nochmals eine Tochter hervor:
- Walburga (*1682) heiratet 1706 den Pfeiffer Stephan Echinger von Steinach Nr. 33

 

1693 stirbt der Weber Paul Leutner. Im Kirchenbuch wird sein Alter mit 91 Jahren vermerkt.
Die Witwe Barbara heiratet 1695 den Wirtssohn Georg Hofmann von Roding.

 

Nach dem Tod von Walburga und Georg Hofmann erbt das Anwesen Ursula Kirschner von Steinach Nr. 32, eine Tochter der Magdalena Kirschner, die eine Nichte der oben genannten Walburga Berger ist.

 

Ursula heiratet 1728 den Bauerssohn Johann Artmann von Dunk.
Sechs Kinder gehen aus der Ehe hervor, von denen zwei im Kindsalter sterben:
- Michael (*1729)
- Mathias (*1732)
- Joseph (*1736), Hoferbe
- Johann (*1741)

 

Leutner Artmann Besitzer

 

1759 übernimmt Joseph Artmann das Anwesen und ehelicht die Söldnerstochter Katharina Schirmbrand von Agendorf Nr. 39.
Das Ehepaar hat sieben Kinder:
- Johann (*1759)
- Anna Maria (*1761) bekommt 1791 von dem ledigen Söldnerssohn Joseph Steimer von Falkenfels eine uneheliche Tochter: Anna Maria. Das Mädchen heiratet 1821 den Häusler Andreas Berger von Steinach Nr. 23
- Maria Anna (*1764)
- Johann Georg (*1765)
- Johann Georg (*1767)
- Joseph (1770-1838), Hoferbe
- Johann (*1773)

 

Sohn Joseph übernimmt 1794 das Häusleranwesen und heiratet die Einwohnerstochter Anna Maria Roßhaupter von Kirchroth.
Fünf Kinder:
- Anna Maria 8*1794)
- Joseph (1796-1857), Hoferbe
- Johann Michael (*1799) als Kind verstorben
- Johann (*1802)
- Maria (*1807)

 

Nach dem Tod seiner Ehefrau geht Joseph 1824 nochmals eine Ehe mit der Schmiedstochter Katharina Dotzler von Dietsdorf ein.

 

Am 16.12.1824 übergibt Joseph das „Artmannhäusl“ an seinen gleichnamigen Sohn Joseph, der die Häuserstochter Anna Dorfner von Haibach zur Ehefrau nimmt.

 

Artmann Besitzer

 

Das Ehepaar hat nur eine Tochter – Katharina, die 1856 mit dem Bauerssohn Johann Schötz von Rogendorf den Bund fürs Leben eingeht.
Das Ehepaar bekommt fünf Kinder, von denen zwei im Kindsalter sterben:
- Johann Nepomuk (*1857)
- Joseph (*1861)
- Katharina (*1868), Hoferbin

 

haus 1911

1911 wurde der Stall gemauert und das Dach des Hauses etwas angehoben.
Quelle: StA Landshut, Baupläne Steinach Nr. 3750

 

 

1890 übernimmt Tochter Katharina den Besitz und heiratet den Bauerssohn Franz Xaver Miedaner von Wolferszell Nr. 21.

Das Ehepaar hat vier Kinder:
- Katharina (*1895)
- Xaver (*1897), fällt am 19.12.1916 im 1. Weltkrieg mit 19 Jahren
- Josef (*1900) heiratet 1930 Maria Sturm
- Sofie (*1902), Hoferbin

 

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Das Haus nach dem Umbau von 1911
aufgenommen 1962
Bild: Archiv f. Heimatgeschichte Steinach, Bestand: Luftbildverlag Bertram, München

 

 

Schoetz Pongratz Besitzer

 

 

1940 übernimmt Tochter Sofie das Anwesen und ehelicht Wolfgang Pongratz von Grafenwiesen.
 

Durch Heirat hat sich der Familienname inzwischen auf Schmid geändert.

 

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Neubau des Hauses 1974
Bild: Archiv f. Heimatgeschichte Steinach, Bestand: Luftbildverlag Bertram, München

 

neg stei 76 kopieaufgenommen 1980
Bild: Archiv f. Heimatgeschichte Steinach, Bestand: Luftbildverlag Bertram, München

 

Auch wenn der Familienname immer wieder wechselte, so ist das Anwesen seit dem Dreißigjährigen Krieg im Familienbesitz.

 

 

1 Schlicht Josef, Die Geschichte von Steinach, 1908, „Stift-, Kasten- und Salbuch über Schloß und Hofmarch Steinach 1583“
2 Archiv für Heimatgeschichte Steinach, Untertanen der Hofmark Steinach 1623
3 StA Landshut, Landschaft Unterlands Bd 1183, Steuerregister der Hofmarksuntertanen Steinach 1623
4 Archiv für Heimatgeschichte Steinach, Gilt und Ausstandregister der Untertanen zu Steinach 1641
5 Archiv für Heimatgeschichte Steinach, Stiftregister der Hofmark Steinach 1691

 

 

Weitere Quellen:
Archiv für Heimatgeschichte Steinach, Gilt und Ausstandregister der Untertanen zu Steinach 1641
Archiv für Heimatgeschichte Steinach, Stiftregister der Hofmark Steinach 1691
BayHStA München, Kurbayern Hofkammer, Hofanlagsbuchhaltung Band 514, Hofanlagsbuch der Hofmark Steinach 1760
StA Landshut, Rentamt Straubing B78, Häuser- und Rustikalsteuerkataster d. Steuerdistriktes Münster incl. Steinach 1808
StA Landshut, Rentamt Straubing B79, Umschreibebuch zum Häuser- und Rustikalsteuerkataster d. Steuerdistriktes Münster incl. Steinach 1814-1843
Vermessungsamt Straubing, Liquidationsprotokolle der Steuergemeinde Steinach von 1838
StA Landshut, Grundsteuerkataster (Rep.127), Umschreibehefte zum Urkataster  der Gemarkung Steinach 1843 - 1960, Sig.17/42-4, 17/42-7, 17/42-11
BZA Regensburg, Pfarrmatrikel Steinach

 

Stand: 20.02.2026

Das Bogenberger-Anwesen Hs.Nr. 48

1623: Die Neue Hafnersölde am Tonberg – 1691: Tonern Sölde – 1760: Thonberger Häusl

- 1808 Bachmayr Hof Hs.Nr. 27 – ab 1838: Hs.Nr. 48

 

Bärnzeller Str. 5 in Steinach

 

 

von Claudia Heigl

 

 

1623 wird dieses Haus als „Neue Sölde am Tonberg“ im Stiftregister verzeichnet. Hans Schwarz und seine Ehefrau Anna haben mit zwei ihrer Kindern, den Söhnen Georg und Hans, darauf das Leibrecht. Dafür müssen sie Abgaben in Höhe von 1 Pfund 3 Schilling 15 Regensburger Pfennige zahlen und jährich eine Henne abliefern. Dazu kommt noch der Tegelzins in Höhe von 5 Schilling 25 Reg. Pfg., wie bei allen Steinachern Hafnern üblich.1

Wie die umliegenden Häuser (Hs. Nr. 49 und Hs. Nr. 50) ist auch dieses Anwesen ab dem 30-jährigen Krieg verwaist. Im Stiftregister von 1641 wird es nicht mehr erwähnt.

 

uraufnahme kopie

1838 erhielt das Anwesen die Hs.Nr. 48
Quelle: Bay. Vermesungsverwaltung München, Bayernatlas, Uraufnahme 1827

 

 

Erst 1691 zahlt ein Stephan Niedermair für die „Tonern Sölde“ wieder Abgaben.2
Stephan dürfte bereits seit 1658 auf den Anwesen gewohnt haben, denn 1658 finden wir seine Heirat mit „Barbara Colherin“ von Steinach in den Kirchenbüchern.
Von dem Ehepaar sind fünf Kinder bekannt:
- Johann (*11.07.1659)
- Anna (*23.08.1660)
- Anna (*18.09.1661)
- Mathias (*11.02.1663)
- Johann (*14.02.1667)

 

Nach dem Tod seiner Ehefrau heiratet er eine Katharina:
Von ihr ist nochmals ein Kind in den Kirchenbüchern eingetragen:
- Maria Franziska (*10.04.1676)

 

Niedermayr Besitzer

 

 

Ca. 1689 dürfte Andreas Bachmaier auf das Anwesen erworben haben.
Andreas stammt von Au bei Ascha und heiratet 1689 die Zimmermannstochter Maria Ortner (weitere Schreibweise Artmann) von Steinach.

 

Sohn Mathias übernimmt 1721 das Anwesen und nimmt die Nachbarstochter Maria Lankes von Steinach Nr. 49 zur Ehefrau.
Zwei Kinder sind bekannt:
- Sebastian (*1724)
- Ursula (1729-1811) heiratet 1762 den Witwer und Mesner Johann Georg Krieger vom Kapflberg.

 

Sohn Sebastian übernimmt 1746 den Besitz und geht eine Ehe mit der Tagelöhnerstochter Katharina Geiger von Agendorf ein. Auch er hat vermutlich als Zimmermann gearbeitet.

 

1780 übernimmt Sohn Jakob das Gütl und heiratet die Halbbauerstochter Anna Maria Zink von Steinach Nr. 8.

Das Ehepaar hat zwei Söhne:
- Lorenz (1780-1838) , Hoferbe
- Jakob (1787-1838) heiratet 1814 die Schusterstochter Anna Maria Fuchs von Steinach Nr. 68 und übernimmt mit ihr das Anwesen der Schwiegereltern

 

Der älteste Sohn Lorenz übernimmt 1800 das Anwesen und heiratet die Metzgerstochter Magdalena Luger von Haarbach. Die Ehe bleibt kinderlos.

1842 übernimmt Anna Maria Bachmaier, eine Tochter von Lorenz Bruder das Anwesen zusammen mit ihrem Bräutigam Martin Zäch (Zach) von Münster Nr. 32.

Das Ehepaar hat vier Kinder, von denen drei bereits im Säuglingsalter sterben.
Nur Tochter Kreszenz (*1853) überlebt.

 

Bachmaier Besitzer

 

 

 

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Bild: Familie Zollner, Steinach

 

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Das Bogenberger-Anwesen aufgenommen 1973
Bild: Archiv f.Heimatgeschichte Steinach, Bestand Luftbildverlag Bertram München

 

 

 

Am 12.07.1867 verkaufen Martin und Anna Maria das Gütl an Jakob Schreiner und dessen Braut Therese Frankl.

 

Das Ehepaar hat eine voreheliche geborene Tochter namens Therese, die 1889 den Bauerssohn Johann Bogenberger vom Thanhof heiratet.

Johann hat mit der Müllerstochter Franziska Lehner (später verh. Brandstetter) von Gschwendt eine uneheliche Tochter Franziska (*1886), Sie wird Klosterschwester (Schwester Jolanda) der Engl. Fräulein in Burghausen
In der Ehe kommen vier Kinder zur Welt:
- Kreszenz (1889-1971), unverheiratet
- Anna (*+1895)
- Xaver (*1897)
- Johann (1900-1994)

 

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Johann und Therese Bogenberger

 

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Therese Bogenberger, geb. Schreiner

 

 

 

Schreiner Bogenberger Besitzer

 

1927 übernimmt Sohn Johann den Hof und ehelicht die Müllerstochter Rosa Kinzkofer von Gschwendt.
Sieben Kinder werden in der Ehe geboren, von denen eine Tochter im Säuglingsalter stirbt.

 

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Rosa und Johann Bogenberger

 

 

 

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Das Bogenberger-Anwesen aufgenommen 1983
Bild: Archiv f.Heimatgeschichte Steinach, Bestand Luftbildverlag Bertram München

 

Das alte Haus ist inzwischen abgerissen.

 

 

1 Archiv für Heimatgeschichte Steinach, Untertanen der Hofmark Steinach 1623
2 Archiv für Heimatgeschichte Steinach, Stiftregister der Hofmark Steinach 1691

Weitere Quellen:
BZAR Regensburg, Pfarrmatrikel Pfarrei Steinach

Archiv für Heimatgeschichte Steinach, Gilt und Ausstandregister der Untertanen zu Steinach 1641
Archiv für Heimatgeschichte Steinach, Stiftregister der Hofmark Steinach 1691
Archiv für Heimatgeschichte Steinach, Landsteuer der Hofmark Steinach 1699
BayHStA München, Kurbayern Hofkammer, Hofanlagsbuchhaltung Band 248, Konskription der Untertanen der Hofmark Steinach 1752
BayHStA München, Kurbayern Hofkammer, Hofanlagsbuchhaltung Band 514, Hofanlagsbuch der Hofmark Steinach 1760
StA Landshut, Rentamt Straubing B78, Häuser- und Rustikalsteuerkataster d. Steuerdistriktes Münster incl. Steinach 1808
StA Landshut, Rentamt Straubing B79, Umschreibebuch zum Häuser- und Rustikalsteuerkataster d. Steuerdistriktes Münster incl. Steinach 1814-1843
Vermessungsamt Straubing, Liquidationsprotokolle der Steuergemeinde Steinach von 1838
StA Landshut, Grundsteuerkataster Steinach Umschreibehefte 1843-1960, Sig. 17-42/4, 17-42/7, 17-42/11

 

Stand: 24.02.2026

Das Beck-Anwesen  Hs.Nr. 7

 

1583/1623: Sölde am Bach neben der Mühle – 1699: Häusl - 

1760: Küster Häusl – 1808: Gruber Hof Hs.Nr. 39 – ab 1838 Hs.Nr. 7

 

heute Brunnenweg 6

 

von Claudia Heigl

 

 

 

Auch bei diesem Anwesen war vor dem Dreißigjährigen Krieg ein Hafner ansässig.

 

uraufnahme kopie
Das Anwesen erhielt 1838 die Hs.Nr. 7
Quelle: Bay. Vermessungsverwaltung München, Bayernatlas, Uraufnahme aus dem Jahr 1827

 

Im Jahr 1583 zahlt der Hafner Erasmus Stromair Abgaben für die „Sölde am Bach neben der Mühle“.
Er entrichtet eine Gilt von 2 Schilling Pfennig und zahlt - wie alle Steinacher Hafner - noch zusätzlich Tegelgeld in Höhe von 5 Schilling 25 Reg. Pfennigen.1  

In unmittelbarer Nähe lag auch der Ziegelstadel der Hofmarksherrschaft. Vermutlich war Stromair auch für das Brennen der Ziegel zuständig.

 

1623 wird im Stiftregister ein Augustin Wastl als Besitzer genannt. Das Leibrecht läuft aber noch auf Katharina Strohmair, der hinterbliebenen Tochter des Hafners Erasmus Strohmair.2 Das Häusl wird mit 2 Pfund Reg. Pfennige bewertet.3

Vermutlich hat Augustin Wastl die Hafnerei schon nicht mehr betrieben haben, denn er zahlt  kein Tegelgeld mehr, wie es bei den anderen Steinacher Hafner üblich war.

 

Nachfolger auf dem Anwesen wird ein Michael Pidnstorffer, der ebenfalls das Leibrecht auf der Sölde hat.4

 

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Das Anwesen aufgenommen 1927
Bild: Archiv f. Heimatgeschichte Steinach, Nachlass Niggl

 

Im Steuerregister von 1641 wird die Sölde nicht mehr aufgeführt. Ggf. waren die Besitzer im Dreißigjährigen Krieg umgekommen oder geflohen. Das Haus dürfte nicht mehr bewohnt gewesen sein.
Aus die in unmittelbarer Nähe gelegene Mühle ist im 30-jährigen Krieg zerstört worden.5

 

Der erste gesicherte Besitzer ist erst wieder ab 1728  Mathias Schuheder (weitere Schreibweise auch Schorneder).
Von ihm und seiner Ehefrau Magdalena kommen in Steinach vier Kinder zur Welt:
- Walburga (*1728)
- Ursula (*1730), Hoferbin
- Johann (*1735) als Kind verstorben
- Georg (*1739) heiratet 1767 die Tagelöhnerstochter Magdalena Kiefl von Agendorf. Er ist als Zimmermann in Agendorf und auf der Bruckmühle tätig.

 

 

1753 übernimmt Tochter Ursula den Hof und heiratet den Maurer Wolfgang Freimuth von Stallwang.
Zwei Kinder werden in der Ehe geboren:
- Johann (*1762)
- Anna Maria (*1764)

 

In dem Hofanlagsbuch von 1760 wird das Anwesen als „Kuester Häusl“ bezeichnet.

Zehn Monate nach der Geburt des zweiten Kindes stirbt der 34-jährige und die Witwe nimmt 1765 den Tagelöhnerssohn Joseph Zwingeisen von Steinach zum zweiten Ehemann.
In der Ehe werden keine Kinder mehr geboren.

 

Schuheder Zwingeisen Besitzer

 

 

Als nächste Besitzer sind Joseph und Gertraud Gruber bekannt. Wann genau das Ehepaar das Anwesen in Steinach erwirbt ist unbekannt.
Joseph stammt von Edenstetten und wird bei seiner Hochzeit 1766 als Schmidsknecht in Kößnach bezeichnet. Gertraud ist die Tochter der Bauerseheleute Martin und Magdalena Geier von Kößnach. In Steinach ist sie als Hebamme tätig.

 

Gruber Besitzer

 

1788 heiratet ihr Sohn Joseph Gruber die Häuslerstochter Anna Maria Eberl von Steinach.
Von ihren fünf Kindern erreicht keines das Erwachsenenalter.

 

Am 18.02.1810 übernimmt Wolfgang Gruber das Anwesen von seinem „Vater“ Joseph Gruber.
Wolfgang dürfte von Joseph und Anna Maria als Pflegekind angenommen worden sein.

Er wurde 1778 in Steinach als uneheliches Kind des Tagelöhnerssohnes Georg Gruber von Niedersteinach und der ledigen Tagelöhnerstochter Katharina Hitzinger von Steinach geboren.

 

Seine Ehefrau wird die Tagelöhnerstochter Walburga Freundorfer von Auhof bei Mitterfels.
Das Ehepaar bekommt drei Mädchen:
- Katharina (*1811)
- Anna Maria (*1812), 1849 Köchin in Wien
- Walburga (*+1818) als Kind verstorben

 

1841 übergibt Wolfgang Gruber das Anwesen an seine Tochter Katharina und ihren Ehemann Joseph Kaufmann, der als gutsherrlicher Gerichtsdiener arbeitet.

Vier Kinder kommen in der Ehe zur Welt:
- Wolfgang (*1842)
- Rupert (*1843)
- Rupert Wolfgang (*1844)
- Alois (*1847)

 

Gruber Kaufmann Besitzer

 

 

1847 stirbt Katharina Gruber mit knapp 36 Jahren, vermutlich an den Folgen der vierten Geburt.
Ein Jahr später heiratet der Witwer eine Anna Maria Sauer. Ihre Herkunft ist nicht im Heiratsbuch eingetragen.
Eine Tochter kommt 1849 zur Welt, die auf den Namen Anna Maria getauft wird.

 

Mit Gesetz von 4. Juni 1848 wurden die Patrimonialgerichte in Bayern aufgelöst. Das bedeutete für Joseph Kaufmann, dass sein Einkommen als Gerichtsdiener wegfiel.
Die Aufgaben des ehemals adligen Gerichts von Steinach übernahmen nun das staatliche Landgericht in Straubing.

Dies dürfte auch der Grund gewesen sein, warum Joseph Kaufmann das Anwesen am 08.08.1849 an Sebastian Bachmaier verkaufte.

 

Sebastian war der Sohn der Söldnerseheleute Sebastian und Anna Maria Bachmaier von Steinach Nr. 18. Noch im gleichen Monat heiratet er die Bauerstochter Therese Lankes von Steinach Nr. 13.

Das Ehepaar hat neun Kinder, von denen das erstgeborene Zwillingspaar kurz nach der Geburt stirbt:
- Franz Xaver (*1851)
- Therese (*1853)
- Anna Maria (*1854)
- Joseph (*1856)
- Helena (*1858), Hofnachfolgerin
- Rupert (*1860)
- Katharina (*1869)

 

1881 kauft die Tochter Helena und ihr Bräutigam Georg Beck von Oberzeitldorn von Helenas Vater Sebastian Beck das Anwesen mit 3,83 ha Grundbesitz um 3.780 Mark

Zwei Kinder kommen in der Ehe zur Welt:
- Joseph (*1888), Hoferbe
- Anna (*1889) verh. Schmidbauer, Frankfurt

1912 wird der 54-jährige Georg Beck bei Waldarbeiten in der Nähe von Bärnzell von einem fallenden Baum tödlich getroffen.

 

Sohn Joseph übernimmt 1919 das Anwesen und ehelicht die Wirtstochter Berta Lutz. Bertas Eltern waren vorher Wirtspächter in Gschwendt, Wörth, Falkenfels und erwarben 1920 das Gasthaus Krone in Steinach.

Drei Kinder werden in der Ehe geboren:
- Joseph (*1920)
- Berta (*1921)
- Helena (*1922)

 

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Hochzeit am 07.05.1919
Josef Beck und Berta Lutz
Bild: Familie Neumann, Steinach

 

 

Bachmaier Beck Besitzer

 

Nach dem Tod der 40-jährigen heiratet der Witwer die Bauerstochter Anna Haslbeck von Unterharthof Nr. 28.

In der Ehe kommen nochmals drei Kinder zur Welt - Anna, Rosa, Johann

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Anna Beck, geb. Haslbeck
Bild: Familie Neumann, Steinach

 

fo stei 405 kopieDas Beck-Anwesen
aufgenommen ca. 1940
Bild: Familie Neumann, Steinach

 

 

fo stei 575 kopieaufgenommen 1956
Bild: Archiv f. Heimatgeschichte Steinach

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 Das als Haus ist inzwischen abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.
Bild: Familie Ameismeier, Steinach

 

 

 

 

1 Schlicht Josef, Die Geschichte von Steinach, 1908, „Stift-, Kasten- und Salbuch über Schloß und Hofmarch Steinach 1583“
2 Archiv für Heimatgeschichte Steinach, Untertanen der Hofmark Steinach 1623
3 StA Landshut, Landschaft Unterlands Bd 1183, Steuerregister der Hofmarksuntertanen Steinach 1623
4 Archiv für Heimatgeschichte Steinach, Untertanen der Hofmark Steinach 1623
5 Archiv für Heimatgeschichte Steinach, Gilt und Ausstandregister der Untertanen zu Steinach 1641

 

Weitere Quellen:
BayHStA München, Kurbayern Hofkammer, Hofanlagsbuchhaltung Band 248, Konskription der Untertanen der Hofmark Steinach 1752
BayHStA München, Kurbayern Hofkammer, Hofanlagsbuchhaltung Band 514, Hofanlagsbuch der Hofmark Steinach 1760
StA Landshut, Rentamt Straubing B78, Häuser- und Rustikalsteuerkataster d. Steuerdistriktes Münster incl. Steinach 1808
StA Landshut, Rentamt Straubing B79, Umschreibebuch zum Häuser- und Rustikalsteuerkataster d. Steuerdistriktes Münster incl. Steinach 1814-1843
Vermessungsamt Straubing, Liquidationsprotokolle der Steuergemeinde Steinach von 1838
StA Landshut, Grundsteuerkataster (Rep.127) 10579, Umschreibehefte zum Urkataster  der Gemarkung Steinach Hs.Nr. 1 – 72, 1843-1859
StA Landshut, Grundsteuerkataster (Rep.127) 10582, Umschreibehefte zum 1. Renov. Kataster der Gemarkung Steinach Hs.Nr. 1 – 55, 1859 – 1906
StA Landshut, Grundsteuerkataster (Rep.127 10586, Umschreibehefte zum 2. Renov. Kataster der Gemarkung Steinach Hs.Nr. 1-65, 1906 – 1960

 

 

Veröffentlicht: 23.02.2026

Kramer-Popp Hs.Nr. 10 ½

 

heute Chamer Str. 7

 

von Claudia Heigl

 

 

Auf Haus Nr. 10 ½ finden wir ab ca.1909 ebenfalls den Namen Popp.

 

fo wolf 101 kopieKramerei Popp
aufgenommen ca. 1940
Bild: Familie Schmid, Wolfsberg

 

 

Der Erbauer des Hauses ist Joseph Popp. Er ist der Sohn von Joseph Popp und dessen Ehefrau Margaretha, geb. Nißl.

Seine Eltern wohnten auf dem Söldenanwesen Hs.Nr. 13 (heute Bauer) in Wolferszell. 1890 tauschten sie das Anwesen und zogen nach Au Hs.Nr. 30. Schließlich mussten sie auch dieses verkaufen und Joseph Popp verdiente seinen Lebensunterhalt als Hausierer und wohnte mit seiner Familie in Pellham. Am 09.07.1898 ertrank er im Alter von 41 Jahren.

 

1909 heiratet Joseph jun. die Gütlerstochter Maria Muhr von Kronwitt.

Er kauft ein kleines Grundstück von seiner verwitweten Tante Helena Popp (Hs.Nr. 10, Chamer Str. 9) und baut darauf ein Haus in der er eine Kramerei betreibt.

 

Da nun drei Popp nebeneinander wohnen (Schmied-Popp und Straß-Popp), erhält das Haus den Hausnamen „Kramer-Popp“

 

drei popp haeuserDas Grundstück gehörte früher zum "Strass-Popp"
aufgenommen ca. 1956

 

1926 stirbt seine Frau im Alter von 43 Jahren und hinterlässt sieben Kinder zwischen 17 und fünf Jahren - Joseph, Maria, Theresia, Franziska, Rosa, Karolina und Alois.

 

Der Witwer heiratete neun Monate später die 26-jährige Söldnerstochter Maria Schollerer von Dunk. In dieser Ehe kommen nochmals sieben Kinder zur Welt – Ludwig, Johann, Margaretha, Elisabeth, Berta, Hedwig und Max.

 

Popp Kramer Besitzer

 

Nach dem Tod des Ehemannes betreibt Maria Popp bis zu ihrem Lebensende den Kramerladen weiter.

 

Der jüngste Sohn Max Popp erbt das Haus, der es später verkauft.

 

Das Haus wurde inzwischen neu erbaut.

 

 

 

Das Schmidbauer-Anwesen  Hs.Nr. 62

 

1583/1623/1641/1691: Die Bramsensölde – 1760: Prandtner Häusl – 1808: Spießl Hof Hof Hs.Nr. 11 – ab 1838 Hs.Nr. 62

 

heute Hafnerstraße 4

 

von Claudia Heigl

 

 Auch auf diesem Anwesen waren Hafner ansässig. Im Jahr 1583 besitzt Sibille Brams, die Witwe des Paul Brams das Lehen auf dem Anwesen. Sie entrichtet eine Gilt von 4 Schilling 20 Regensburger Pfennig und zahlt . wie alle Steinacher Hafner - noch zusätzlich Tegelgeld in Höhe von  5 Schilling 25 Reg. Pfennigen.1  

 

Auch auf dem Nachbaranwesen (heute Hafnerstr. 5, Stegbauer) lebt ein Hafner namens Brams.
Im Salbuch wird dieses Anwesen daher als „die eine Bramsensölde“ bezeichnet, während das Nachbaranwesen als „die andere Bramsensölde“ geführt wird.

 

uraufnahme kopie

Uraufnahme aus dem Jahr 1827
Das Anwesen hatte auf dieser Karte die Hr. Nr. 62
Quelle: Bay. Vermessungverwaltung München, Bayernatlas

 

 

Hafnersfamilie Schuhbauer

Nachfolger ist Wolf Schuhbauer, der 1623 gemeinsam mit seiner Ehefrau Anna nur noch das Leibrecht auf der „Bramsensölde“ besitzt.2 Das Häusl wird mit 5 Pfund Reg. Pfennige bewertet.3

 

1641 besitzt ein Georg Schuhbauer, die Sölde bereits auf Erbrecht. D.h. er kann das Anwesen auf seine Erben weitergeben.4

Die Familie Schuhbauer zählt zu den alten Hafnerfamilie, deren Nachkommen bis ins 20. Jahrhundert in Wolferszell ansässig sind.

Von Georg und seiner Ehefrau Maria sind sechs Kinder bekannt, von denen alle drei Söhne ebenfalls das Hafnerhandwerk erlernen:
- Jakob (+ 02.10.1640)
- Johann (*20.07.1642), Hofnachfolger
- Sebastian (*16.01.1645), wird Hafner in Wolferszell Nr. 16 (Mühlenweg 15)
- Die Zwillingsmädchen Anna und Maria (+20.09. und 21.09.1656)
- Georg (*23.04.1650), wird Hafner in Wolferszell Nr. 8 (Kreuzstr. 1)

 

 

Schuhbauer Besitzer

 

 

Am 22.04.1663 erwerben Georg und Maria ein Hafner-Anwesen in Wolferszell (Hs.Nr. 8, heute Kreuzstr. 1) und ziehen mit ihren zwei jüngeren Söhnen dorthin.5
Das Anwesen in Steinach übernimmt der älteste Sohn Johann, der ebenfalls als Hafner tätig ist.

 

Einen Monat später heiratet er die Bauerstochter Maria Rothamer von Rotham.
Aus der Ehe sind keine Kindstaufen im Kirchenbuch verzeichnet. 1668 veräußert das Ehepaar die Hafnersölde in Steinach und erwirbt in Gschwendt ein Anwesen (Hs.Nr. 5, Kinsachstr. 5)

 

Hafnersfamilie Grüneisl

Neuer Besitzer wird 1668 Georg Grüneisl von Wolferszell. Er ist der Enkel des Schmieds Michael Grüneisl (weitere Schreibweise Grieneisen, Grüneisen). Sein Vater Kaspar wird als Tagelöhner in Wolferszell genannt, seine Onkel sind die Schmiede Sebastian Grüneisl von Steinach und Anton Grüneisl von Münster.

Georg gilt als Urvater aller Grüneisl-Hafner.

1669 heiratet er die Tagelöhnerstochter Apollonia Wiesinger von Dinzling bei Traitsching.
Ihr Bruder Georg Wiesinger wird 1680 ebenfalls Hafner in Steinach (Hs.Nr. 63, heute Hafnerstr. 5, Stegbauer) und Stammvater aller Wiesinger-Hafner.

 

Georg und Apollonia Grüneisl bekommen insgesamt elf Kinder, von denen sechs im Kindsalter sterben:
- Simon (*06.11.1669), wird Hafner in Wolferszell Nr. 5 (Grüneislhof, heute nicht mehr vorhanden)
- Matthias (*29.01.1671 + 01.05.1674)
- Anna (*01.04.1673 + 06.11.1673)
- Elisabeth (*15.08.1676) heiratet 1701 den Schneider Georg Echinger von Steinach Nr. 66
- Nikolaus Anton (*12.12.1677 + 02.09.1678)
- Ursula (*12.09.1679 + 16.06.1685)
- Georg (*23.03.1681), Hofnachfolger
- Veronika (*25.08.1682 + 19.04.1684)
- Balthasar (*02.01.1684)
- Mathias *19.07.1686 + 20.07.1686)
- Magdalena (*11.07.1688) heiratet 1712 den Hafner Georg Klein von Steinach Nr. 65

 

Am 19.03.1690 stellt Georg seinen 9jährigen Sohn Georg jun. auf der Zunftversammlung der Straubinger Hafner als Lehrjungen vor.6

 

1704 übernimmt Sohn Georg jun. das Hafneranwesen von seinen Eltern. Seine Ehefrau ist die Söldnerstochter Walburga Färber von Wolferszell Nr. 22

Drei Kinder kommen in Steinach zur Welt:
- Barbara (*05.11.1704)
- Georg Dionysius (*09.10.1706)
- Maria Katharina (*26.10.1707)

 

1710 zieht die Familie nach Stallwang und übernimmt die dortige Hafnerei des Sebastian Härtl.7

 

Grueneisl Besitzer

 

 

 

Weitere Besitzer

Nächster Hafner auf dem Anwesen ist Joseph Lankes, Zimmermannssohn aus Steinach. Er ist mit der Metzgerstochter Maria Hartberger von Furth verheiratet.
Das Ehepaar hat fünf Kinder:
- Maria Ursula (*1716) heiratet 1742 den Bauern Johann Jakob Reichersdorfer von Steinach Nr. 17
- Franz Simon (*1719) als Kind verstorben
- Maria Anna (*1720) als Kind verstorben
- Franz Joseph (*1722) wird 1755 Bauer in Steinach Nr. 13
- Franz Anton (*1728)

 

Nach dem Tod seiner 62-jährigen Ehefrau heiratet Joseph Lankes die 43-jährige Martha Weidinger von Markl a. Inn.
Nach seinem Tod geht die Witwe 1754 eine Ehe mit dem Hafner Simon Miller von Gschwendt Nr. 5  ein.

Nach dem Tod seiner Ehefrau heiratet er zunächst Barbara Rösl von Neuhaus bei Schorndorf und nach deren Tod in dritter Ehe die Söldnerstochter Anna Schuh von Obermotzing.

 

1785 stirbt der 68-jährige Hafner und die 43-jährige Witwe nimmt den 20 Jahre jüngeren Kaspar Spießl aus Oberniedersteinach, der ebenfalls das Hafnerhandwerk ausübt.

 

1786 wird noch eine Tochter namens Katharina geboren. Erst im Alter von 40 Jahren heiratet sie 1826 den Tagelöhnerssohn Simon Gierl aus Cham, der ebenfalls als Hafner tätig ist.

Aus dieser Ehe geht 1827 nochmals eine Tochter hervor, die ebenfalls den Namen Katharina erhält.

 

1859 übernehmen Katharina Gierl und ihr zukünftiger Ehemann Joseph Sachs das Anwesen und verkaufen es noch am selben Tag an Wolfgang Laschinger.
Eine Eheschließung zwischen Katharina und Joseph Sachs ist in Steinach nicht verzeichnet, ihr weiterer Lebensweg bleibt unbekannt.

 

Damit Endet die jahrhundertalte Hafnertradition auf dem Anwesen.

 

Lankes Besitzer

 

 

 

Ab 1859 eine Kramerei

Wolfgang Laschinger ist der uneheliche Sohn des Häuslersohnes Johann Laschinger aus Mühlbogen und der Häuslerstochter Anna Maria Ammermayer von Obersunzing.
Er ist mit einer Anna, geborene Wolf verheiratet. Der frühere Wohnort des Ehepaares ist unbekannt. Wolfgang und Anna Laschinger richten in dem Haus neben der Kirche eine Kramerei ein.

 

Laschinger Besitzer


1862 bekommt die Wagnerstochter Kreszenz Reichinger von Wiesenfelden eine uneheliche Tochter von ihm.
1863 wird das Anwesen versteigert. Den Zuschlag erhält Jakob Erlacher mit einem Gebot von 4.900 Mark. Wolfgang und Anna Laschinger bleiben offenbar in Steinach, denn 1877 erwerben sie das Häusleranwesen Hs.-Nr. 34 (Gendarmhaus, heute August-Schmieder-Straße 19).

 

1868 wird das Anwesen erneut versteigert. Meistbietende ist Walburga Schellerer aus Straubing, Ehefrau des Zimmermanns Leonhard Schellerer. Auch sie betreibt in dem Haus einen Kramerladen.

 

1873 übernimmt Tochter Barbara das Anwesen und heiratet den Söldnerssohn Johann Bachl aus Steinach Nr. 8 (heute Brunnenweg 7).

 Fünf Kinder kommen in der Ehe zur Welt:
- Johann (*1874)
- Joseph (*1875)
- Ludwig (*+1877)
- Kreszenz (1883-1916), Hoferbin
- Barbara (1886-1971) heiratet 1911 den Söldner Johann Amberger in Oberniedersteinach Nr. 10a

 

plan 1913

1913 wird das Haus umgebaut. Ein Laden mit eigenem Eingang entsteht, zudem wird das Dach angehoben.
Quelle: StA Landshut, Rep. 162.17 Sch. 33 Nr. 3733

 

fo stei 17

Das Haus mit Laden aufgenommen 1928
Quelle: Archiv f. Heimatgeschichte Steinach, Familie Hilmer

 

 

1914 übernimmt Tochter Kreszenz das Anwesen und die Kramerei. Sie heiratet den Bauerssohn Max Schmidbauer aus Utzmannsdorf.

Aus der Ehe gehen zwei Töchter hervor, von denen eine im Säuglingsalter stirbt:
- Barbara (1915-1981), bleibt unverheiratet
- Kreszenz (*30.03.1916 +25.05.1916)

 

Die Mutter stirbt einen Tag nach der Geburt ihres zweiten Kindes. Drei Jahre später heiratet der Witwer Franziska Rohrmüller aus Steinach Nr. 10 (Brunnenweg 3).

 Aus dieser Ehe stammen drei weitere Kinder:
- Franziska (1921-2000)
- Max Hermann (1923-1944), im 2. Weltkrieg gefallen
- Michael (1924-1981), Hoferbe

 

 

 

Schellerer Schmidbauer Besitzer

 

 

fo stei 807 ausschnittaufgenommen 1960
Bild: Archiv f. Heimatgeschichte Steinach, Familie Röckl

 

Die Familie ist heute noch auf dem Anwesen.

 

 

fo stei 1405 ausschnitt

 aufgenommen 2020
Bild: Claudia Heigl

 

 

 

 

1 Schlicht Josef, Die Geschichte von Steinach, 1908, „Stift-, Kasten- und Salbuch über Schloß und Hofmarch Steinach 1583“
2 Archiv für Heimatgeschichte Steinach, Untertanen der Hofmark Steinach 1623
3 StA Landshut, Landschaft Unterlands Bd 1183, Steuerregister der Hofmarksuntertanen Steinach 1623
4 StA Landshut, Rentkastenamt Straubing, P59 III,  fol.451‘   Legitimation zu einer Erbschaft vom 09.11.1664
5 StA Landshut, Rentkastenamt Straubing, P59 II,  fol.276‘   Kauf pr. 68 fl vom  22.04.1663
6 Stadtarchiv Straubing, Rep. II, Abt. 1dd1, Nr. 15, Protokollbuch der Hafner

7 Menacher Erich jun., Stallwang - Geschichte und Geschichten einer Bayerwaldpfarrei, 2020, S. 287

 

Weitere Quellen:
BayHStA München, Kurbayern Hofkammer, Hofanlagsbuchhaltung Band 248, Konskription der Untertanen der Hofmark Steinach 1752
BayHStA München, Kurbayern Hofkammer, Hofanlagsbuchhaltung Band 514, Hofanlagsbuch der Hofmark Steinach 1760
StA Landshut, Rentamt Straubing B78, Häuser- und Rustikalsteuerkataster d. Steuerdistriktes Münster incl. Steinach 1808
StA Landshut, Rentamt Straubing B79, Umschreibebuch zum Häuser- und Rustikalsteuerkataster d. Steuerdistriktes Münster incl. Steinach 1814-1843
Vermessungsamt Straubing, Liquidationsprotokolle der Steuergemeinde Steinach von 1838
StA Landshut, Grundsteuerkataster (Rep.127) 10579, Umschreibehefte zum Urkataster  der Gemarkung Steinach Hs.Nr. 1 – 72, 1843-1859
StA Landshut, Grundsteuerkataster (Rep.127 10583, Umschreibehefte zum 1. Renov. Kataster der Gemarkung Steinach Hs.Nr. 56 - Ende, 1859 – 1906
BZAR Regensburg, Pfarrmatrikel der Pfarrei Steinach

 

Veröffentlicht: 01.02.2026

 

Haus Nr. 16 „Das 1/8 Müllergut mit dem Recht im Wolfsberg Degel zu graben“

 

 1760: 1/8 Pöckengütl - 1808: 1/8 Müller Hof Hs.nr. 12 - ab 1838: 1/8 Müllergut Hs.Nr. 16

 

Mühlenweg 15

 

 von Claudia Heigl

 

Das „Müllergut“ hat nichts mit der Mühle zu tun, sondern es handelt sich hier um das dritte alte Hafneranwesen in Wolferszell. Seinen Namen erhielt es von der Hafnersfamilie Müller/Miller.

 

Im Salbuch von 1579 wird das Anwesen folgendermaßen beschrieben:1
„Melchior Fuchs hat eine Sölde auf Erbrecht, dem Kloster Oberalteich zugehörig. Davon dient er auf den fürstl. Kasten Straubing an Geld 22 Regensburger Pfennige
Er gibt vom dem Thegel am Wolfsperg zugraben 24 Regensburger Pfennige
Zugehördt auch mit der Steuer, Scharwerch zum fürstl. Renthaus Straubing
“

Die Familie Fuchs ist eine alte Hafnerfamilie in Wolferszell, die immer wieder auf den Hafneranwesen erscheint.

 

uraufnahme kopie

Das "Millergütl" erhielt 1838 die Hs.Nr. 16

Uraufnahme aus dem Jahr 1827
Quelle: Bay. Vermessungsverwaltung München, Bayernatlas

 

Im Mai 1638 verkauften die gerichtlich bestellten Schätzleute die Sölde des verstorbenen Georg Fuxen von Wolferszell  um 65 Gulden dem ehrbaren Michael Eisenhart von Wolferszell und seiner Ehefrau Anna2.3

Eisenharter stirbt am 12.03.1646 und erlebt den dritten Schwedeneinfall im Juli 1647 nicht mehr. Die Sölde blieb weitgehend von den Schweden verschont, denn Eisenharter und auch sein Nachfolger Georg Stubenhofer d. Ältere leisten fast durchwegs Abgaben zwischen 1641 und 1650.4

 

Mit „Fux Michael, Hafner in Wolferszell“ kommt wieder ein Hafner aus der Fuchs-Familie auf das Anwesen. Aus der Ehe mit der Hafnerstochter Maria Ziflinger gehen drei Kinder hervor:
-  Sebastian Fuchs (*02.05.1660) heiratete am 01.06.1682 die Wirtstochter Margaretha Schink (*15.04.1661) und lässt sich als Hafner in Steinach Nr. 65 nieder. 1687 macht er vor der Hafnerzunft in Straubing sein Meisterstück.5
- Katharina (*15.03.1663)
- Magdalena (*07.07.1666) heiratet 1690 in Steinach Anton Laimgruber von Straßzell

 

Als Michael Fuchs im Alter von 40 Jahren stirbt, heiratet die ca. 40-jährige Witwe den 23-jährigen Hafnerssohn Sebastian Schuhbauer von Wolferszell Nr. 8.
Aus dieser Ehe gehen zwei Söhne hervor:
- Georg (*ca. 1667)
- Benedikt (*22.03.1672) heiratet 1698 die Wolferszeller Wirtstochter Barbara Lanzinger und lässt sich als Hafner in Ascha nieder.

 

In der Zunftversammlung am 28.07.1681 stellt Sebastian Schuhbauer seinen neuen Lehrjungen Mathias Unger von Unterniedersteinach Hs.Nr. 4 vor. Die Lehrzeit beträgt drei Jahre.

1683 präsentiert er seinen 17-jährigen Sohn Georg für vier Jahre als Lehrjungen und 1687 folgt sein Sohn Benedikt.6

Als Maria Schuhbauer 1711 stirbt, gibt der damalige Pfarrer ihr Alter mit 84 Jahren an.
Der Witwer heiratete fünf Monate später die 31-jährige Ursula Spießl vom Wiedenhof.

Doch Sebastian Schuhbauer genießt sein neues Eheglück nur kurz, denn er stirbt bereits nach sechs Monaten Ehe im Alter von 67 Jahren.

 

Die Witwe heiratet drei Monate später den 23-jährigen  Hafnerssohn Simon Miller von Steinach Nr. 69.
Aus der Ehe gehen nochmals vier Kinder hervor:
- Joseph (*1713)
- Johann Vitus (1714) als Kind verstorben
- Andreas (*1715), Hoferbe
- Maria Katharina (*1719) als Kind verstorben

 

Fuchs Miller Besitzer

 

Sohn Andreas erlernt ebenfalls das Hafnerhandwerk und heiratet die Hafnerstochter Margaretha Schuhbauer von Wolferszell Nr. 8.

Das Ehepaar hat drei Kinder:
- Johann Georg (*1742), Hoferbe
- Joseph (*1744)
- Maria Margaretha (*1746)

 

1761 stirbt die Hafnerin und der Witwer heiratet die Söldnerstochter Agatha Staudinger von Muckenwinkling Nr. 57.

 

1782 übernimmt Sohn Johann Georg die Hafnerwerkstätte. Zur Ehefrau nimmt er Anna Huber aus Tragenschwand. Anna war die vorehelich geborene Tochter der Maria Auer, einer Schwester des Steinacher Schullehrers Wolfgang Auer und des Halbbauerssohn Andreas Huber von Tragenschwand.

 

In der Ehe kommen sechs Kinder zur Welt, von denen nur zwei das Erwachsenenalter erreichen:
- Anna Maria (*1786) bekommt drei uneheliche Kinder: 1809 Maria, Vater der ledige Michael Steger, Zimmermann in Niedersteinach; 1815 Katharina, Vater der Schneiderssohn Simon Obermaier von Wolferszell; 1826 Joseph (Berl), Vater nicht angegeben.
- Johann Georg (*1787), Hoferbe

 

1812 übernimmt Sohn Georg Miller das Anwesen, der ebenfalls das Hafnerhandwerk ausübt. Seine Ehefrau wird die Söldnerstochter Katharina Lehner von Roßhaupten.
Ein Sohn kommt in Wolferszell zur Welt: Joseph (*1816)

 

Miller Besitzer

 

Die Familie Miller bleiben bis 1817 auf dem Anwesen. Kurz nach dem Tod seiner Mutter Anna Miller,  veräußerte Georg Miller das Hafnergütl an den Steinacher Hafner Joseph Schützinger und verlässt mit seiner Familie aus Wolferszell.

 

fo wolf 43 kopie

Der Grüneisl-Hof aufgenommen 1956
Quelle: Archiv f. Heimatgeschichte Steinach

 

 

 

Hafnersfamilie Schützinger und Dorfner

Joseph Schützinger stammte ursprünglich aus Deggendorf und hatte 1810 die Stieftochter, Anna Maria Ring, des Steinacher Hafners Michael Dierlinger geheiratet. Ca. 1817 veräußern sie ihr Hafneranwesen in Steinach Hs.Nr. 69 an Thomas Ring und erwerben das Hafnersgütl in Wolferszell.

 

Von den vier Kindern überlebt nur Tochter Anna Maria das Kindesalter, die am 01.01.1837 den Wirtssohn Joseph Dorfner von Hunderdorf heiratet. 

 

Das junge Ehepaar übernimmt das ca. 15 Tagwerk große Anwesen zum Anschlag von 1.100 Gulden von Joseph Schützinger und Joseph führt das Hafnergewerbe vom Schwiegervater weiter.

Anna Maria stirbt fünf Tage nach der Geburt des dritten Kindes am 06.11.1840 im Alter von 27 Jahren an Friesel. Keines ihrer drei Kinder wird älter als 7 Monate.

 

Schuetzinger Dorfner Besitzer

 

 

 

Das Hafnerhandwerk wird unrentabel

Im 19. Jahrhundert verliert das Hafnerhandwerk zunehmend an Bedeutung. Industriell gefertigte Eisenwaren verdrängen die handgefertigte Keramik. Auch in Wolferszell geben die Hafner schließlich ihr Gewerbe auf.

Der kinderlose Joseph Dorfner verkauft das „Müllergut“ am 06.09.1843 an Georg Wirth. Dieser zertrümmert das Anwesen und verkauft es am 09.04.1844 mit vier Tagwerk Grund für 1.100 Gulden wieder an Joseph Dorfner zurück.

 

Im selben Jahr heiratet der Witwer Therese Staudinger von Kötzting. Aus dieser Ehe gehen keine Kinder mehr hervor. Sein Schwiegervater Joseph Schützinger erlebt die Zertrümmerung noch und stirbt am 13.11.1844 in Wolferszell.  Über das weitere Schicksal der Schwiegermutter Anna Maria Schützinger ist nichts bekannt.

 

Am 21.04.1848 verkauft Joseph Dorfner das Haus schließlich um 1000 Gulden an den Weber Franz Xaver Hartl und seine Ehefrau Therese. Joseph Dorfner bleibt in Wolferszell wohnen und verdient sich seinen Lebensunterhalt als Gemeindediener.
Wolfgang Dorfner, der Enkel seines Bruders Jakob Dorfner, erwirbt übrigens 1902 die Mühle in Wolferszell.

 

Das nur mehr 4 Tagwerk große Gütl wechselte in den nächsten Jahren nun öfters den Eigentümer.

Am 07.12.1857 kommt ein Johann Schwanzer auf das Haus, der dieses vom Hartl um 1511 Gulden erkauft. Er war mit einer Magdalena Grill verheiratet, vermutlich einer Schwester der Mesnerin vom Kapflberg, Katharina Geiger, geb. Grill.

 

Am 13.05.1865 kauft Jakob Foierl, Bruder des Johann Foierl/Foidl von Haus Nr. 15, das Anwesen. Er ist mit Barbara Hilmer aus Dinzling verheiratet und zuvor in Haunkenzell Nr. 11 ansässig. Da Barbara offenbar nicht gut wirtschaftet, sieht sich ihr Ehemann gezwungen, eine Anzeige im Straubinger Tagblatt Nr. 66 vom 23.03.1869 zu veröffentlichen.

 

 StraubingerTagblatt

Straubinger Tagblatt Nr. 66,  23.03.1869

 

 

Foierl Besitzer

 

 

Am 29.09.1882 ersteigert Michael Nißl das Haus mit 1,8 Tagwerk Grund und verkauft es am 12.03.1885 für 3.600 Mark an Katharina Landstorfer weiter. Später folgen Xaver und Maria Fischer als Besitzer, die das Anwesen mit 7,5 Tagwerk an Alois Grüneisl verkaufen und selbst das Gütleranwesen Hs.Nr. 6 in Steinach erwerben.

 

 

Die Familie Grüneisl kommt auf das Anwesen

Alois Grüneisl stammt aus der Hafnerfamilie Grüneisl von Steinach. Sein Großvater, Georg Grüneisl war der letzte Hafner in dieser Linie. Sein Vater Joseph übte das Gewerbe nicht mehr aus und war Hirte.
Die Grüneisl waren ursprünglich Schmiede in Wolferszell, von denen sich ein Stamm, dann als Hafner in Wolferszell und Steinach ansässig machten. (siehe hierzu auch Hs.Nr. 5 und Hs.Nr. 6)

  

1897 heiratete Alois Grüneisl die Schneiderstochter Maria Freundorfer  von Wolferszell Nr. 20 und zunächst bei den Schwiegereltern. Vier Monate später wird Sohn Joseph geboren. Bereits fünf Monate danach stirbt die erst 26-jährige Mutter an einer Lungenkrankheit.

Am 23.04.1906 kauft der Witwer den Rest des ehemaligen „Müllergütls“ und zieht mit Sohn und Schwiegermutter Maria Freundorfer in das neue Eigenheim.

 

1908 heiratet er Maria Popp  (siehe Wolferszell Nr. 13). Alois Grüneisl stirbt am 01.11.1937 im Alter von 65 Jahren an Herzschwäche, seine Ehefrau Maria folgt ihm 1946.
Aus dieser Ehe gehen vier weitere Kinder hervor, drei Söhne und eine Tochter. Ein Sohn stirbt im Alter von neun Monaten, ein weiterer fällt im Zweiten Weltkrieg.

 

Grneisl Besitzer

 

Der jüngste Sohn, Johann Grüneisl (1920-1998), übernimmt schließlich das Anwesen.

 

neg stei 10 kopie

Das einstöckige Bauernhaus wurde in den 1980er Jahren aufgestockt.
aufgenommen 1983
Bild: Archiv f. Heimatgeschichte Steinach, Bestand Luftbildverlag Bertram, München

 

 

 

Durch Heirat hat sich der Familienname inzwischen auf Zirngibl geändert.

 

 

1 StaLa, Rentkastenamt Straubing B38, Sal- und Urbarsbuch des Rentkastenamts Straubing, Band II 1579-1807, fol 149‘
2 Am 23.12.1662 wird eine Anna Eisenharter, Bäuerin von Wolferszell, mit 90 Jahren beerdigt. Dies war mit großer Wahrscheinlichkeit seine Ehefrau.
3 StA Landshut, Rentkastenamt Straubing, P51,  fol.38‘  Kaufbrief vom Mai 1638
4 StA Landshut, Rentkastenamt Straubing B90, Schmalzbuch des Kastenamts Straubing 1641-1650
5 Stadtarchiv Straubing, Rep. II, Abt. 1dd1, Nr. 15, Protokollbuch der Hafner, Jahrtagsmesse 05.02.1687: Sebastian Fuchs zu Steinach macht sein Meisterstück

6 Stadtarchiv Straubing, Rep. II, Abt. 1dd1, Nr. 15, Protokollbuch der Hafner

 

Weitere Quellen:
BayHStA München, Kurbayern Hofkammer Conservatorium Camerale 242, Neustiftbuch des Rentkastenamt Straubing 1438
StA Landshut, Rentkastenamt Straubing A1457, Salbuch Kastenamt Straubing 1497, mit Besitzer bis 1578 nachgetragen
BayHSta München, Hofkammer Ämterrechnungen Rentmeisteramt Straubing 660, Rechnung des Kasten 1512
StA Landshut, Rentkastenamt Straubing A1458, Steuerregister der Untertanen des im Pfleggerichts Mitterfels gelegenen Hofmarken 1516
BayHStA Kurbayern Hofkammer 114, Konskription des Haupkastenamts Straubing von 1752
Rentamt Straubing B138, Häuser- und Rustikalsteuerkataster Wolferszell 1808
Rentamt Straubing B139, Umschreibbuch zum Häuser- und Rustikalsteuerkataster Wolferszell 1814-1843
Vermessungsamt Straubing, Liquidationsprotokoll der Steuergemeinde Agendorf von 1836
StA Landshut, Grundsteuerkataster 9932, Umschreibeheft von Agendorf 1843 - 1859
StA Landshut, Grundsteuerkataster 9935 Umschreibeheft von Agendorf 1859 - 1894
StA Landshut, Grundsteuerkataster 9939 Umschreibeheft von Agendorf 1894 - 1960
BZA Regensburg, Pfarrmatrikel der Pfarrei Steinach

 

Stand: 14.02.2026

 

 

Haus Nr. 8 „Das Schneidergütl mit dem Recht im Wolfsberg Degel zu graben“

 

1760: 1/16 Schneiderhäusl - 1808: 1/16 Schneider Hof Hs.Nr. 4 - ab 1838: 1/7 Schneidergütl Hs.Nr. 8

 

heute Kreuzstr. 1

 

 

 

Dieses Gütl gehört zu den drei alten Hafnereien in Wolferszell.

1579 besitzt ein Christoph Hafner die Sölde, welche aus Holz erbaut ist. „Dazu gehört ein Stadel und ein Stall unter einem Dach, samt Backofen und alles mittelmäßig erbaut“.1 Dafür muss er an das Kastenamt Straubing 12 Regensburger Pfennige Gilt zahlen und noch zusätzlich 24 Pfennige für das Recht am Wolfsberg Tegel zu stechen.

Alle drei ursprünglichen Hafneranwesen besitzen übrigens das Recht am Wolfsberg Tegel abzugraben.

 

uraufnahme kopie

1838 erhielt das Anwesen die Hs.Nr. 8
Quelle: Bay. Vermessungsverwaltung München, Bayernatalas Uraufnahme

 

Als Hafner folgen auf dem Anwesen: Paul Vischer, Georg Vischer, Georg Schneider

 

Paul Fischer wird 1592 im Salbuch des Gotteshauses auf dem Kapflberg genannt, da er Leibgedingsweis von einer Wiese und zwei Äckern an das Gotteshaus Abgaben zu leisen hatte.2

 

Von Georg Schneider stammt vermutlich auch der spätere Hausname „Schneidergütl“, denn auf dem Anwesen waren Jahrhunderte Hafner ansässig und keine Schneider, wie der Name sonst vermuten lässt.
1621 verkauft Georg Schneider Hafner zu Wolferszell zusammen mit seiner ehelichen Hausfrau dem ehrbaren Hans Fuchs zu Steinach, ledigen Stand, seine Behausung samt der dazugehörigen Hafnerstatt mit aller Ein- und Zugehörung, so auf den fürstl. Kasten Straubing grundbar für 175 Gulden.3

 

1638 wird Michael Fux/Fuchs und seine Ehefrau Margaretha als Hafnerseheleute genannt.4

Bis 1643 finden wir von dem Ehepaar Einträge in den Steinacher Matrikel bei einer Taufe des Sohnes Markus (*07.10.1640)5 und als Taufpaten bei Kindern vom Bauern Markus Wörl6.

1650 heiratet Michael Fuchs in zweiter Ehe die Hafnerswitwe Magdalena Pachmayer von Gaishausen bei Hunderdorf und übernimmt die Hafnerei der Ehefrau in Hunderdorf.7

 

Von 1645 bis 1659 ist Wolfgang Eberl und seine Ehefrau Rosina Besitzer des Gütls, der allerdings das Wagner-Handwerk ausübt.
Von dem Ehepaar sind sechs Kinder bekannt, von denen das jüngste Tod geboren wird:
- Walburga (*06.1645)
- Margaretha (*20.11.1650)
- Martin (*10.11.1652)
- Georg (*24.01.1655) heiratet 1677 in Kirchroth Katharina Haimerl und lässt sich als Tagelöhner in Kirchroth nieder.
- Maria (*08.07.1657)

 

Um 1658 folgen als neue Besitzer die Hafnerseheleute Stephan und Maria Pachmayer (auch Pamayr, Pamer).
Stephan war vermutlich der Sohn des Hafners Mathias Pachmayer in Gaishausen bei Hunderdorf und dessen Ehefrau Magdalena, die 1650 als Witwe den oben genannten Michael Fuchs heiratete.

Bis 1663 sind sie als Hafnerseheleute in Wolferszell ansässig, dann zieht das Ehepaar nach Au vorm Wald und betreibt dort eine Hafnerwerkstätte.
In Au kommen auch acht Kinder zur Welt.

 

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Das Wilhelm-Anwesen aufgenommen 1983
Bild: Archiv f. Heimatgeschichte Steinach, Bestand Luftbildverlag Bertram, München

 

 

Die Hafnersfamilie Schuhbauer

Am 14.04.1663 verkaufen Stephan und Maria Pachmayer die Erbrechtsölde an Georg und Maria Schuhbauer.8

Die Schuhbauer sind ein altes Hafnergeschlecht. Weitere Schreibweise: Schuepauer, Schurbauer, Schurhbauer, Schurinbauer, Schurpauer, Schurchbauer.
Durch Heirat gibt es viele verzweigte verwandtschaftliche Beziehungen zu anderen Hafnersfamilien.
Seit 1671 sind sie in Wolferszell ansässig und gelten damit die älteste Familie des Ortes.

Bereits 1640 werden Georg und Maria Schuhbauer in Steinach als Hafnerseheleute in Steinach Hs.Nr. 62 (Hafnerstr. 4) genannt. Nach der Übergabe der Hafnersölde in Steinach an ihren ältesten Sohn Johann, erwerben die Eltern 1663 das Hafnergütl in Wolferszell

Das Ehepaar hat drei Söhne, die alle Hafner werden:
- Johann (1642-1675) ab 1663 Hafner in Steinach Nr. 62, ab 1668 Hafner in Gschwendt Nr. 5
- Sebastian (1645-1712) ab 1668 Hafner in Wolferszell Nr. 16
- Georg (1650-1694) ab 1671 Hafner in Wolferszell Nr. 8

 

 

1671 übergeben sie die Wolferszeller Hafnerei ihrem jüngsten Sohn Georg9, der die Bäckerstochter Magdalena Stelzer von Steinburg heiratet.

Der Hauptkasten der Hafnerzunft war in Straubing. Zu dieser gehörten auch die Wolferszeller Hafner. Jedes Jahr zur Jahrtagsmesse mussten sich hier alle Hafnermeister einfinden, einen Vertreter schicken oder sich zumindest entschuldigen. Dies wurde alles im Protokollbuch der Hafnerzunft genauestens verzeichnet.10

 

Aus diesem Protokollbuch gehen auch die Lehrjungen des Hafnermeisters Georg Schuhbauer hervor:

  • · 31.07.1679: Georg Schuhbauer erscheint zur Jahrtagsmesse und spricht seinen Lehrjungen Simon Resch von Niedersteinach nach drei Lehrjahren frei.11  Er zahlt dafür 1 Schilling 12 Pfennige.
  • · Ein Jahr später stellt er seinen Neffen und neuen Lehrjungen Andreas Stelzer von Steinach vor, der 3½ Jahre lernen soll, und zahlt erneut 1 Schilling 12 Pfennige.
  • · 19.03.1684: Paul (*18.01.1668), Sohn des Leinwebers Wolfgang Schmidbauer zu Steinach und dessen verstorbener Ehefrau Margaretha, geb. Wörl, beginnt eine dreijährige Lehre.
  • · 16.02.1689: Michael Wintermayer (*27.09.1674), Sohn des Mathias Wintermayer und dessen Ehefrau Barbara, geb. Wenger, wird neuer Lehrjunge.

 

Als Georg Schuhbauer im April 1694 im Alter von 44 stirbt, war sein ältester Sohn Bartholomäus erst 21 Jahre alt.

Georg und Magdalena hatten insgesamt acht Kinder, von denen sechs das Erwachsenenalter erreichten:
- Maria (*1671) heiratet 1691 Jodokus Deblinger, Bauer in Steinach Nr. 27
- Bartholomäus, Nachfolger
- Eva (*1676)
- Susanna (*1680)
- Walburga (*1685)
- Ursula (*1687) heiratet 1710 den Hofmarksrichter Sebastian Gottfried Gaßner von Steinach

Die Meistersfamilie genießt hohes gesellschaftliches Ansehen, sodass Bartholomäus die Schloßverwalterstochter Elisabeth Brenner heiratet.

 

Bachmeier Schuhbauer Besitzer

 

Ein Jahr später, am 01.07.1695, bittet Bartholomäus auf der Jahresversammlung der Hafner die Werkstatt des verstorbenen Vaters Georg Schuhbauer übernehmen zu dürfen und macht hierfür gleich sein Meisterstück, dass er auch besteht.

Die Sölde in Wolferszell erhält bei der Erbauseinanderteilung vorerst die Mutter, geht aber dann auf den Sohn Bartholomäus über.12

 

Bartholomäus hat zehn Kinder, von denen mindestens drei im Kindesalter sterben. Drei Söhne werden Hafner, eine Tochter heiratet in eine Hafnerei in Steinach ein:
- Maria Magdalena (*1695)
- Joseph (*1697) heiratet die Hafnerswitwe Regina Pummer von Wolferszell Nr. 10
- Maria Monika (*1700)
- Fran Joseph (*1702), Nachfolger
- Johann Peter (1708-1755), stirbt als lediger Hafner in Wolferszell
- Anna Margaretha (1713-1761) heiratet 1741 den Hafner Andreas Miller von Wolferszell Nr. 16
- Anna Maria (*1715)

 

 

Sohn Franz übernimmt 1739 das elterliche Anwesen und heiratet die Bauerstochter Maria Wirth von Wollersdorf bei Mitterfels.

Im Hofanlagsregister von 1760 erscheint er zusätzlich als Besitzer des Anwesens Nr. 22 (1/8 Schuhbauerngut, Chamer Str. 4). Dies musste er zwischen 1746 und 1752 erworben haben.
Das Ehepaar hat zwei Kinder:
- Joseph (*1744) Hoferbe
- Eva (*1747)

 

Der gleichnamige Sohn Joseph übernimmt 1764 nach dem Tod des Vaters die Hafnerwerkstätte und heiratet die Bauerstochter Katharina Spießl von Oberniedersteinach Nr. 8.
Von ihren zehn Kindern sterben mindestens drei im Kindsalter:
- Barbara (*1765)
- Johann Georg (*1767) heiratet 1800 die Hafnerstochter Maria Anna Wiesinger von Ascha Nr. 27 und übernimmt mit ihr die Werkstätte der Schwiegereltern.
- Jakob (1771-1829) heiratet 1801 in Hunderdorf die Hafnerstochter Magdalena Pachmayer von Steinburg und übernimmt die Hafnerei seiner Schwiegereltern
- Anna Maria (*1773)
- Gertrud (*1775)
- Katharina (*1777)
- Anton (*1778) Hoferbe

 

Schuhbauer Besitzer 2

 

Der jüngste Sohn Anton übernimmt 1802 das Hafneranwesen von seinen Eltern und heiratet die Söldnerstochter Maria Magdalena Hofreiter von Steinach Nr. 21.

 

Die verwitwete Magdalena Schuhbauer übergibt am 11.08.1857 das Anwesen an ihren Sohn Johann, der die Bauerstochter Katharina Dietl von Neuvielreich bei Haibach ehelicht.

 

 

 

 

Am 20.03.1877 tauschen Johann und Katharina Schuhbauer das Schneidergütl mit den Immobilienhändlern Max und Amalie Groetsch und Xaver Niedermayer gegen das Anwesen Hs. Nr. 19 in Wolferszell.

Die neuen Besitzer verkaufen das Schneidergütl einen Monat später mit 13,6 Tagwerk Grund an Georg und Theres Luttner.
Therese ist eine Schwester der Katharina Schuhbauer.
Die Familie Luttner wohnte vorher in Steinach Hs.Nr. 34.
Dort kamen auch fünf Kinder zur Welt, von denen die ersten drei als Säuglinge verstarben:
- Philomena (*1871)
- Joseph (*1874) heiratet 1903 Elisabeth Langgartner

 

Schuhbauer Besitzer 3

 

 


Die Familie Luttner bleibt bis 1891 in Wolferszell, dann verkaufen sie das Anwesen an einen Mathias Sturm und ziehen nach Hermannsdorf.

 

1891 erwirbt es schließlich Hilmer Johann von Bärnzell. Ein Jahr später heiratet er die Steinacher Baderstochter Helena Hagenauer. Als Helena Hilmer 1925 mit knapp 60 Jahren stirbt, erben der Witwer Johann und die Kinder Maria, Otto, Rosina und Kreszenz das Gütl.
1929 übernimmt es schließlich Tochter Rosina Hilmer, die den Maurer Joseph Schreiner von Münster heiratete. 

 

Hilmer Besitzer

 

1932 kauft es ihr Bruder Otto Hilmer ab, der es schließlich 1935 an Rupert Winterl und dessen Ehefrau Auguste, geb. Bergbauer weiterveräußert. Das Ehepaar stammte aus Schorndorf und hatte das Gschwendter Wirtshaus gepachtet.

 

1938 veräußern sie es wieder an den Schneidermeister Liborius Winterl und dessen Ehefrau Rosina, geb. Haberl aus Schorndorf und ziehen wieder nach Gschwendt.

 

Winterl Besitzer

 

1947 beginnt Sohn Liborius Winterl jun. auf dem Wolfsberg ein Haus zu errichten. und heiratet die Nachbarstochter Rosa Amberger aus Wolferszell. Nach der Heirat zieht das Ehepaar auf den Wolfsberg.

 

Später kommt das Haus durch Kauf an die Familie Wilhelm.

 

F

fo wolf 230 kopieDas Wilhelm-Anwesen aufgenommen 1990
Foto: Familie Wilhelm, Wolferszell

 

fo wolf 231 kopie

Das Wilhelm-Anwesen aufgenommen 2002
Foto: Familie Wilhelm, Wolferszell

 

 

 

 

1 StA Landshut, Rentkastenamt Straubing B38, Sal- und Urbarsbuch des Rentkastenamts Straubing, Band II 1579-1807, fol 150
2 Staatsarchiv Landshut, Rentkastenamt Straubing, B 124 "SaalPüech des Sanct Ursula Gotshauß aufm Khäpfl Perg Im Casstn Ambt Straubing gelegen" aus dem Jahre 1592,
3 StA Landshut, Rentkastenamt Straubing, P38, fol. 56  Verkauf der Hafnersölde von Georg und ? Schneider Hafner zu Wolferszell an Hans Fuchs von Steinach 1621
4 StA Landshut, Rentkastenamt Straubing, P51,  fol.38‘  Kaufbrief vom Mai 1638
5 BZAR, Pfarrmatrikel Steinach, Bd.1, S.27
6 Markus Wörl war als Schneider auf dem Anwesen Hs.Nr. 5 (Kreuzstr. 9) in Wolferszell ansässig.
7 BZA Regensburg, Pfarrei Hunderdorf Bd. 2/174, S. 39
8 StA Landshut, Rentkastenamt Straubing, P59 II,  fol.276   Kauf pr. 68 fl vom  22.04.1663
9 StA Landshut, Rentkastenamt Straubing, P61 I,  fol. 54  Übergabebrief vom 16.04.1671

16.04.1671: Georg Schurpaur von Wolferszell und Maria sein Eheweib übergeben ihren freundlich lieben Sohn Georg, so ein Hafner, und Magdalena seinem Eheweib ihren, lt. Brief vom 14.04.1663 von Stephan Pachmayr erkauften Erbenrechtsölden zu Wolferszell, gem. Salbuch von 1579 fol. 150 auf den chufrtl. Kasten Urbar, weder Äcker noch Wiesen, sondern allein ein Garten ums Haus, dann ein Stadl und Backofen, um 60 Gulden und die vorhandene Hafnerszeug für 20 Gulden also zusammen um 80 Gulden. Dazu hat er Übernehmer als sein Heiratsgut gleich 40 Gulden einzubehalten und die übrigen 40 Gulden sind ohne Zins wie folgt zu entrichten: 15 Gulden dann kommenden Georgi, dann 1672 wieder 15 Gulden und zu Georgi 1673 10 Gulden. Dazu können die Übergebenden ihrer Lebzeiten im Haus in einem absonderlichen Stüber wohnen .... Zeugen: Michael Schmidbauer von Wolferszell und Georg Kägermayer von der Aichmühl
10 Stadtarchiv Straubing, Rep. II, Abt. 1dd1, Nr. 15, Protokollbuch der Hafner 1678 - 1706
11 Dieser Simon Resch war der Sohn von Resch Wolfgang und Ursula geb. Haas, Bauerseheleute von Oberniedersteinach Nr. 10. Er lässt sich später als Hafnermeister in Rattiszell nieder und machte am 07.09.1688 bei der Hafnerzunft sein Meisterstück.
12 StA Landshut, Rentkastenamt Straubing, P 70 I,  fol. 12  Vertrag vom  03.01.1696

 

Weitere Quellen:
BayHStA München, Kurbayern Hofkammer Conservatorium Camerale 242, Neustiftbuch des Rentkastenamt Straubing 1438
StA Landshut, Rentkastenamt Straubing A1457, Salbuch Kastenamt Straubing 1497, mit Besitzer bis 1578 nachgetragen
BayHSta München, Hofkammer Ämterrechnungen Rentmeisteramt Straubing 660, Rechnung des Kasten 1512
StA Landshut, Rentkastenamt Straubing A1458, Steuerregister der Untertanen des im Pfleggerichts Mitterfels gelegenen Hofmarken 1516
BayHStA Kurbayern Hofkammer 114, Konskription des Haupkastenamts Straubing von 1752
Rentamt Straubing B138, Häuser- und Rustikalsteuerkataster Wolferszell 1808
Rentamt Straubing B139, Umschreibbuch zum Häuser- und Rustikalsteuerkataster Wolferszell 1814-1843
Vermessungsamt Straubing, Liquidationsprotokoll der Steuergemeinde Agendorf von 1836
StA Landshut, Grundsteuerkataster 9932, Umschreibeheft von Agendorf 1843 - 1859
StA Landshut, Grundsteuerkataster 9935 Umschreibeheft von Agendorf 1859 - 1894
StA Landshut, Grundsteuerkataster 9939 Umschreibeheft von Agendorf 1894 - 1960
BZA Regensburg, Pfarrmatrikel der Pfarrei Steinach

 

Stand: 14.02.2026

 

 

 

 

 

 

 

 

 

zusammengestellt von Claudia Heigl, März 2024

Haus Nr. 10 „ Das Mayerhofergütl mit dem Rechte im Wolfsberg Degel zu graben“

  

1760: Pruckgütl - 1808: Mayrhofer Hof Hs.Nr.6 – ab 1838: 1/8 Mayerhofergütl Hs.Nr. 10

  

heute Chamer Str. 9

 

 von Claudia Heigl

 

Dieses Anwesen war eins von den drei Gütl, auf denen das Hafnergewerbe seit Urzeiten ausgeübt wurde und der Besitzer das Recht besaß auf dem Wolfsberg Degel zu stechen. Die Erbrechtssölde gehörte zum Bürgerspital von Straubing und wurde bereits 1429 im dortigen Salbuch erwähnt.1

Es lässt sich nicht nachweisen, wann und wie das Bürgerspital zu diesem Eigentum gekommen ist. Da jedoch die meisten Anwesen in Wolferszell Wittelsbacher Besitz waren, war die Sölde wohl eine herzogliche Stiftung an das Spital.2

 

Mitte des 16. Jahrhunderts besitzt ein Hans Fux Erbrecht.3
Die Familie Fuchs ist eine alte Hafnerfamilie in Wolferszell, die auf allen Hafneranwesen zu finden ist.

 

Neben den Abgaben an das Spital musste der Anwesenbesitzer auch Steuern an den Herzog von Bayern abführen und Scharwerk leisten. Deshalb erscheint die Sölde auch im Salbuch des Kastenamts Straubing von 1579:4

„Wolf Hueber gibt vom Tegel am Wolfsperg zugraben hat samt ain Sölden Heusl alda, sambt sein Zuegehörn, so dem Spitall zur Straubing gehörig, aber mit der Steur und Scharberch Inn das fürstlich Renthaus Straubing und gibt allein wie vorgemelt vom Tegel, auf des fürstlichen Kasten alda an Geldt  24 Regensburger Pfennige.“

Alle drei Hafnereien mussten jeweils 24 Pfennige Steuer für den Tegel an das Kastenamt Straubing zahlen.

 

uraufnahme kopie

Uraufnahme aus dem Jahr 1827
Quelle: Bay. Vermessungsverwaltung München, Bayernatlas

 

 

Die Hafnersamilie Ziflinger/Pummer

Anfang des 17. Jhd., hatte der Wolferszeller Müller und Wirt Melchior Grim und seine Ehefrau Eva, geb. Fläckl, das Leibrecht auf der Sölde. Am 30.11.1621 verkaufen sie dieses an Bartholomäus Ziflinger, den Sohn des Steinacher Hafners Balthasar Ziflinger.  Im Salbuch von 1630 ist eine Abschrift des Originalkaufbriefes enthalten:

„Ich Melchior Grim, Wirt zu Wolferszell, und ich Eva, seine Hausfrau, wir zu kaufen gegeben, dem erbaren Bärtlme Ziflinger, Balthauser Siflinger Hafner zu Steinach eheleiblicher Sohn, derzeit noch ledich doch vogtbaren Stands, nämlich unsere Leibrecht auf der Sölden zu Wolferszell. Jährliche Gilt 50 Regensburger Pfennige, 30 Eier, ain Henen und vierzige Regensburger Pfennig Stiftgelt.“

Wieviel Ziflinger dafür bezahlt, geht daraus nicht hervor. In den Briefprotokollen findet sich sein Schuldbrief vom 02. Juli 1622 bei dem sich Ziflinger von dem erbaren Georgen Fuxen zu Wolferszell und Melchior Grimb daselbst, als über das würdige St. Ursula Gottshaus aufm Khäpflberg verpflichtete Kirchenpröbsten, 150 Gulden entleiht. Der Zins muss jedes Jahr auf Lichtmess bezahlt werden, erstmals 1623  und kann mit einem 1/2 Jahr gekündigt werden. Dafür bürgt Ziflinger mit seiner Erbgerechtigkeit auf das Spitals zu Straubing eigenthümliche Sölden zu Wolferszell.“ 5

Die Sölde wurde demnach auch bereits auf Erbrecht erworben und nicht auf das schlechter gestellt Leibrecht.

 

Das Original des Salbuch von 1630 vom Spital Straubing liegt im Stadtarchiv Straubing.

Darin wird die Sölde detailliert beschrieben:6
„Bärtlme Ziflinger Hafner zu Wolferszell hat Erbrecht auf der Sölden alda so gleich bei der Landstrass gegenüber des Weges Hans Wierl Schuesters Sölden liegt, mit vogtey in den  Chuftl.  Renthaus Straubing  vermögens ein Kaufbriefes so Herr Christph Siegersreiter  zu Rißmanstorf des innern Statt  Bürgermeister und Oberspitalpfleger zu Straubing geschehen am  Tag. St. Andrei Aplie (=30.11.) 1621

Die Sölde ist mit Gült ab und zustand Todfal fertig Grund und Boden an aigenthümblich dem Spital Straubing zustendig. Zu solcher gehört eine Behausung ein Städl mit einer Then, Viechtstall ein Backofen. Ist von Grund auf zimmert und etwas baufällig.

Der Hof ist eben vor dem Haus, eine Gred, ist mit einer Zaunstatt umgeben und eingemacht.“

 

1634 zahlt Bartholomäus Ziflinger (weitere Schreibweise: Züfflünger, Zipflinger)  5 Schilling Stiftgeld an das Bürgerspital1

Den Dreißigjährigen Krieg und seine drei Schwedenüberfälle (1633, 1641 und 1647) übersteht der Hafner wohl relativ unbeschadet. Teilweise zahlte er zwischen 1641 bis 1649 nur die Hälfte des Stiftgeldes, 1648 wird die Steuer komplett erflassen, wie alle Wolferszeller Bauern. 1650 führte er wieder die vollen 5 Schillinge ab.

 

 

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Das Popp-Anwesen aufgenommen 1956
Bild: Archiv f. Heimatgeschichte Steinach

 

 

Bartholomäus Ziflingers ist verheiratet mit einer Katharina und hat zwei Töchter, beide mit Namen Maria.
- Maria (I) heiratet Michael Pummer, Bauer in Eisenhart.
- Maria (II) heiratet Michael Fuchs, Hafner auf dem Haus Nr. 16 in Wolferszell und in zweiter Ehe den  Hafner Sebastian Schuhbauer.

 

Sein Enkel Wolfgang Pummer lernt bei ihm das Hafnerhandwerk und übernimmt zu Lebzeiten die Sölde.

 

Am Hochzeitstage seines Enkels Wolfgang Pummer, am 18.02.1669, geht der alte Hafner Ziflinger wegen seines Alters, zur Pfarrkirche voraus, bricht aber im Garten des Bauers Grim (heute Kirchenparkplatz) zusammen und stirbt. Der Pfarrer notiert: "Doch braucht man am Heil seiner Seele nicht zu verzweifeln, weil er dennoch zu Michaeli beim Ablaß dahier eine Lebensbeicht abgelegt hat. 7  

 

Wolfgang muss nach dem Tod des Großvaters jeweils 50 Schilling an seine Mutter und seine Tante als väterliches Erbgut auszahlen.8   

Seine Ehefrau ist die Bäckerstochter Margaretha Stelzer von Steinburg. Ihr Bruder Jakob ist seit 1668 Hafner in Steinach Hs.Nr. 52, ihr Schwester Magdalena heiratet 1671 den Wolferszeller Hafner Georg Schuhbauer von Hs.Nr. 8. Die Hafnersfamilien verbanden somit enge verwandtschaftliche Beziehungen.

 

Das Ehepaar hat zehn Kinder:
- Georg (*11.08.1669), erlernt 1685 das Hafnerhandwerk
- Rosina (*12.10.1671), heiratet 1690 in Steinach Friedrich Rupp, Weberssohn von Hilpolstein
- Barbara (*25.08.1673) heiratet 1699 in Steinach den Witwer und Schreiner August Haseneder von Au bei Ascha
- Maria (*27.03.1676)
- Maria (*10.03.1678)
- Christopher (*22.12.1679  + 30.03.1680)
- Ursula (*04.02.1682)
- Walburga (*04.02.1682)
- Anna (*29.03.1684) heiratet 1712 den Bauerssohn Martin Thanner von Roßhaupten
- Sebastian (*14.02.1687  + 13.06.1687)

 

1703 stirbt Margaretha; der Witwer heiratete die Halbbauerstochter Regina Billinger von Steinach Nr. 53.
In der Ehe kommen nochmals fünf Kinder zur Welt:
- Michael (*10.08.1706), Hoferbe
- Simon (*04.10.1707)
- Anna Maria (*20.12.1709) heiratet 1735 in Ascha den Witwer und Häusler Johann Georg Mayerhofer von Falkenfels.
- Rosina (*10.10.1712)
- Sebastian (*31.12.1713) als Kind verstorben.

 

Anlässlich der Jahrtagsmesse der Hafnerzunft in Straubing am 30.07.1685 stellte Wolfgang seinen ältesten Sohn Georg, 15 Jahre, als neuen Lehrjungen vor.9 Die Lehrzeit eines Hafnerlehrjungen dauerte in der Regel drei bis dreieinhalb Jahre.

 

1714 stirbt der 60-jährige Hafner und die Witwe heiratet den Hafnerssohn Johann Schuhbauer von Wolferszell Nr. 8, der nun die Hafnerwerkstätte vorführte.
Diese Ehe bleibt kinderlos.

 

Sohn Michael Pummer aus erster Ehe heiratete 1727 die Hafnerswitwe Ursula Mayr von Falkenfels und übte dort das Hafnerhandwerk aus. Nach dem Tod seines Stiefvaters zieht er mit seiner Ehefrau Ursula wieder nach Wolferszell und übernimmt das väterliche Anwesen. Das Hafneranwesen in Falkenfels übernimmt sein Stiefsohn Christopher Mayr (1715-1783). (siehe hierzu auch Die Hafner im Gmeinde- und Pfarrgebiet Steinach und im nördlichen Landkreis)

 

Ziflinger Pummer Besitzer

 

 

Von der Ziflinger-Sölde zum Mayerhofgütl

Aus seinen beiden Ehen gehen keine Kinder hervor, so dass Michael Pummer die Hafnerwerkstätte 1762 an seinen Neffen Johann Stephan Mayerhofer übergibt, einem Sohn seiner Schwester Anna Maria.

Von ihm kommt auch der Name „Mayerhofergütl“, so wie das Gütl im Liquidationsprotokoll von 1838 genannt wird.

In der Beschreibung des Hauptkastenamts Straubing von 1752 wurde das Anwesen noch als „Pruckgütl„ bezeichnet.
Stephan heiratet die Bauerstochter Walburga Gstettenbauer von Agendorf Nr. 43:
Das Paar bekommt sieben Kinder:
- Joseph (*1763), Hoferbe
- Johann Michael (*1764)
- Michael (*1765)
- Anna Maria (*1767)
- Theresia (*1770)
- Anna Maria (*1773)
- Johann Georg (*1774)

 

Das Hafneranwesen geht 1781 über auf den ältesten Sohn Joseph Mayerhofer, der die Hafnerstochter Anna Maria Miller von Ascha zur Ehefrau nimmt.

Von ihren acht Kindern erreichen nur zwei Töchter das Erwachsenenalter:
- Anna Maria (*1781) heiratet 1811 den Schuhmacher Wolfgang Landlsperger von Oberparkstetten
- Maria Magdalena (*1787), Hoferbin

1821 übernimmt Tochter Maria Magdalena das Hafneranwesen und heiratet Joseph Ring, den Stiefsohn des Steinacher Hafners Michael Dierlinger. Dessen Ehefrau Anna Maria Geith, war eine Bauerstochter von Kienberg und hatte den Buben und eine Tochter mit in die Ehe gebracht. Beides waren uneheliche Kinder von dem Baderssohn Ferdinand Ring von Ascha. Joseph erlernte vom Stiefvater das Hafnerhandwerk.
Der einzige Sohn namens Georg aus dieser Ehe wurde nur vier Monate alt (1822-1823)

 

Mit Joseph Ring endet 1848 die jahrhundertalte Hafnertradition auf diesem Anwesen.

 

 

Der „Straß-Popp“

Joseph Ring übte das Hafnerhandwerk bis 1848 aus, dann übergibt das Ehepaar am 09.01.1849 das Anwesen mit 15,63 Tagwerk Grund zum Wertanschlag von 1.550 Gulden an ihre Nichte Anna Maria Landlsperger von Parkstetten, die den Bauerssohn Johann Georg Popp von Oberparkstetten heiratet.
Das Ehepaar hat drei Kinder:
- Karolina (1849-1909), unverheiratet
- Alois (*1851), Hoferbe
- Margaretha (*1858)

 

Sohn Alois Popp übernimmt 1890 den Hof und heiratet die Sattlerstochter Helena Haslbeck von Salching.

Vier Kinder kommen zur Welt:
- Helena (*1890)
- Alois (*1892)
- Ludwig (1894-1895), ertrinkt mit 10 Monaten
- Joseph (1895-1918), fällt im 1. Weltkrieg
- Maria (1896-1928)

 

 

Nach sechs Jahren Ehe erleidet der 45-jährige durch einen Sturz einen Schädelbruch und stirbt.
Er hinterlässt eine hochschwangere Witwe und seine drei Kindern im Alter zwischen einem und sechs Jahre. Die jüngste Tochter Maria kommt zwei Wochen nach dem Tod des Vaters zur Welt.

 

Die Witwe Helena Popp heiratet nicht wieder und bewirtschaftete das Anwesen mit ihrer Schwägerin Karolina Popp alleine. In ihrem Leben erlitt die Frau noch einige Schicksalsschläge.
Nachdem bereits ein Sohn mit zehn Monaten ertrunken war, fällt Sohn Joseph im 1. Weltkrieg mit 23 Jahren und die jüngste Tochter Maria stirbt 1928 im Alter von 32 Jahren. Sie erlebt zwei Weltkriege und stirbt schließlich 1942 im hohen Alter von 87 Jahren.

 

 

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Helena Popp mit Schwiegertochter Rosina, Sohn Alois und den zwei kleinen Enkelkindern Josef? und Rosina?
aufgenommen ca. 1923
Bild: Familie Landstorfer, Wolferszell

 

Sohn Alois übernimmt 1928 das Anwesen von der Mutter. Er ist mit der Söldnerstochter Rosina Bornschlegl von Wolferszell Nr. 7 verheiratet mit der er drei Kinder hat:
- Josef (1920-2007), Gütler in Wolferszell Nr. 6
- Rosa (*1921) heiratet 1950 Johann Landstorfer
- Johann Baptist (1924-1972), Hoferbe

 

 

Mayerhofer Popp Besitzer

 

 

 

fo wolf 104 kopie

 Das Popp-Anwesen aufgenommen ca. 1940
Bild: Familie Schmid Wolfsberg

 

 

 

 

 fo wolf 300

 stehend v.l. Johann (1924-1972), Rosa, geb. Bornschlegl  und Josef Popp (1920-2007)
sitzend v.l. Rosina, Helena geb. Haslbeck (1855-1943) und Alois Popp (1892-1984)

 

 

Schließlich übernimmt 1963 der jüngste Sohn Johann Baptist Popp  (1924-1972) das Anwesen. Sein Bruder Josef wurde von den kinderlosen Nachbarn Johann Meier und dessen Ehefrau Therese, geb. Haslbeck, an „Kindes statt“ angenommen und erbte das „Schmied-Anwesen“ Hs.Nr. 6  in Wolferszell.

 

Da nun drei Popp nebeneinander wohnten, wurden sie als „Straß-Popp“, „Kramer-Popp“ und „Schmied-Popp“ bezeichnet.

 Johann stirbt unerwartet am 1972 im Alter von 47 Jahren.

 

fo wolf 301aufgenommen ca. 1970
Bild: Familie Landstorfer, Wolferszell

 

 

 

Die Schwester Rosa und ihr Ehemann Johann Landstorfer übernehmen das „Mayerhofer-Gütl“.

 

luftbild3Das Landstorfer-Anwesen
aufgenommen ca. 1990
Bild: Familie Landstorfer, Wolferszell

 

 

  

1 „Geschichte der Spitalstiftungen in Straubing“ von Johannes Laschinger veröffentlicht im  Jahresbericht d. Hist. Vereins f. Straubing u. Umgebung 87. Jahrgang 1985, S. 242
2 ebenda,  S.98
3 ebenda,  S.242
4 StaLa, Rentkastenamt Straubing B38, Sal- und Urbarsbuch des Rentkastenamts Straubing, Band II 1579-1807, fol 156
5 StA Landshut, Rentkastenamt Straubing, P39,  fol. 32  Schuldbrief vom  02.07.1622
6 Stadtarchiv Straubing, Salbuch des Bürgerspital Straubing 1630, fol. 495-499
7 BZA Regensburg, Matrikel Steinach/Bd.11, S.102, gem. Sterbeeintrag von Bartholomäus Zipflinger
8 StA Landshut, Rentkastenamt Straubing P60 II, Briefprotokolle 1667 – 1669, fol. 259‘  Vergleich der Witwe Katharina Ziflinger mit ihren zwei Töchtern vom 1. Juni 1669
9 Stadtarchiv Straubing, Rep. II, Abt. 1dd1, Nr. 15, Protokollbuch der Hafner 1679 - 1706

 

Weitere Quellen:
BayHStA München, Kurbayern Hofkammer Conservatorium Camerale 242, Neustiftbuch des Rentkastenamt Straubing 1438
StA Landshut, Rentkastenamt Straubing A1457, Salbuch Kastenamt Straubing 1497, mit Besitzer bis 1578 nachgetragen
BayHSta München, Hofkammer Ämterrechnungen Rentmeisteramt Straubing 660, Rechnung des Kasten 1512
StA Landshut, Rentkastenamt Straubing A1458, Steuerregister der Untertanen des im Pfleggerichts Mitterfels gelegenen Hofmarken 1516
BayHStA Kurbayern Hofkammer 114, Konskription des Haupkastenamts Straubing von 1752
Rentamt Straubing B138, Häuser- und Rustikalsteuerkataster Wolferszell 1808
Rentamt Straubing B139, Umschreibbuch zum Häuser- und Rustikalsteuerkataster Wolferszell 1814-1843
Vermessungsamt Straubing, Liquidationsprotokoll der Steuergemeinde Agendorf von 1836
StA Landshut, Grundsteuerkataster 9932, Umschreibeheft von Agendorf 1843 - 1859
StA Landshut, Grundsteuerkataster 9935 Umschreibeheft von Agendorf 1859 - 1894
StA Landshut, Grundsteuerkataster 9939 Umschreibeheft von Agendorf 1894 - 1960
BZA Regensburg, Pfarrmatrikel der Pfarrei Steinach

 

Stand: 117.02..2026

 

 

 

Das Sieber-Anwesen  Hs.Nr. 69

 

1583: Hafnersölde - 1623: Miller Sölde – 1641: Hafnersölde – 1691/1699: Das obere Hafnerhaus -

1760: Bünter Häusl – 1808: Dirlinger Hof Hs.Nr. 16 – ab 1838 Hs.Nr. 69

 

heute Hafnerstraße 14

 

von Claudia Heigl

 

 

  

Auch bei diesem Anwesen handelte es sich um eine uralte Hafnerei.

Im Jahr 1583 besitzt der Hafner Erasmus die Hafnersölde auf Freistift. Sie entrichtet eine Gilt von 2 Schilling 5 Regensburger Pfennig und zahlt . wie alle Steinacher Hafner - noch zusätzlich Tegelgeld in Höhe von  5 Schilling 25 Reg. Pfennigen.1  

 

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Das Sieber-Anwesen aufgenommen 1954
Bild: Archiv f. Heimatgeschichte Steinach

 

1623 ist Balthasar Ziflinger als Hafner auf dem Haus ansässig.2 Das Häusl wird mit 5 Pfund Reg. Pfennige bewertet.3
Auch die Ziflinger sind eine alte Hafnersfamilie, die ihren Ursprung wohl auf der „Ziflinger-Sölde“ (alte Hs.Nr. 52, heute August-Schmieder-Str. 35, Prechtl) haben.
1623 gibt es drei Ziflinger als Hafner in Steinach – Hs.Nr. 44 und  Hs.Nr. 50.

Sein Sohn, ebenfalls Balthasar genannt, erwirbt am 30.11.1621 eine Sölde in Wolferszell (alte Hs.Nr. 10, heute Chamer Str. 9).4

 

1647 wird der Hafner Simon Miller auf dem Anwesen genannt, der mit einer Ursula verheiratet ist.
Drei Kind sind von dem Ehepaar bekannt. Taufpaten der Kinder sind Bartholomäus und Katharina Ziflinger von Wolferszell. Möglicherweise stammte die Mutter Ursula ebenfalls aus der Familie Ziflinger.
- Katharina (*30.07.1647)
- Bartholomäus (*12.05.1650)
- Simon (*21-10-1653), Hoferbe

 

1685 übernimmt Sohn Simon das Anwesen und heiratet die Schullehrerstochter Maria Dierlinger. Ihr Vater Johann Dierlinger, bekleidet das Amts des Schullehrer in Steinach und stammt ebenfalls aus einer Steinacher Hafnersfamilie.

Das Ehepaar hat sechs Kinder:
- Christopher (*1685-1755), Hoferbe
- Mathias (*1686)
- Simon (*1689) heiratet 1712 die Hafnerswitwe Ursula Schuhbauer, geb. Spießl von Wolferszell Nr. 16 und übernimmt die Hafnerei seiner Ehefrau
- Maria (*1691)
- Michael (*1692)
- Katharina (*1695)

 Sohn Christoph übernimmt 1711 die Hafnerei vom Vater und ehelicht die Bauerstochter Maria Deblinger von Steinach Nr. 27.

 

 

Miller Besitzer

 

 

 

Hafnersfamilie Dierlinger

Um 1718 tauschen Christopher und Maria Miller ihr Anwesen in Steinach mit dem Hafneranwesen des Johann Dierlinger in Gschwendt Nr. 5.
Simon und Maria Deblinger haben insgesamt zehn Kinder, von denen zwei im Kindsalter sterben:
Die ersten fünf werden in Steinach geboren, die weiteren fünf in Gschwendt:
- Mathias (*1712)
- Maria (*1713)
- Joseph (1715-1766) heiratet 1743 in Ascha die Hafnerswitwe Maria Eva Wiesinger, geb. Spießl von Ascha und übernimmt die Hafnerei seiner Ehefrau in Ascha Nr. 27
- Simon (1716-1785) heiratet 1754 die Hafnerswitwe Maria Martha Lankes, geb. Weidinger von Steinach Nr. 62 und übernimmt die Hafnerei seiner Ehefrau.
- Maria (1718-1764) heiratet 1744 den Schneider u. Mesner Nikolaus Kiefel von Gschwendt
- Anna (*1719) als Kind verstorben
- Katharina (*1720)
- Anna Maria (*1726) als Kind verstorben
- Anna Maria (*1727) heiratet 1760 den Maurer Wolfgang Steinbiller von Wiesenfelden und wird mit ihrem Ehemann in Gschwendt ansässig.
- Joseph (1730-1772), übernimmt die elterliche Hafnerei in Gschwendt Nr. 5

Johann Dierlinger könnte ebenfalls ein Sohn des Steinach Schullehrer Johann Dierlinger gewesen sein.

Er ist insgesamt dreimal verheiratet und wird Vater von 17 Kinder, die alle in Gschwendt geboren werden.

Ca. 1676 heiratet er die Hafnerswitwe Ursula Schuhbauer, geb. Rothamer von Gschwendt Nr. 5.

Mit ihr hat er drei Kinder:
- Antonia (*08.01.1677)
- Adam (*11.05.1678)
- Bartholomäus (*23.08.1679)

 

In zweiter Ehe vermählt er sich mit der Hopfenhändlers- und Bauerstochter Ursula Stubenhofer von Gschwendt.
Aus dieser Ehe gehen nochmals sieben Kinder hervor, von denen mindestens eines im Kindsalter stirbt:
- Maria (*11.03.1684)
- Anna Maria (*+1685)
- Maria (*05.01.1687)
- Ursula (*31.01.1689)
- Anna (*18.02.1691)
- Anna (*15.01.1693)
- Adam (*02.04.1694)

 

In dritter Ehe heiratet er schließlich die Bauerstochter Rosina Klein von der Wurzersölde in Steinach.
Sie bringt nochmals sieben Kinder zur Welt.
- Barbara (*11.11.1696)
- Walburga (*09.04.1698)
- Georg (*18.06.1700), Hoferbe
- Adam (*24.11.1702)
- Johann (*06.05.1704)
- Johann (*21.11.1706)
- Mathias (*02.09.1711)

 

Um 1718 ziehen Johann und Rosina Dierlinger nach Steinach.
1722 übergeben sie das Steinacher Hafneranwesen an ihren Sohn Georg. Dieser heiratet 1722 die Tagelöhnerswitwe Walburga Geiger, geb. Bielmeier von Agendorf, die vom Grubhof bei Bogen stammt.
Aus ihrer ersten Ehe bringt Walburga eine Tochter mit:
 Katharina Geiger (*1714) heiratet 1746 Sebastian Bachmaier von Steinach Nr. 48

 

Aus der Ehe mit Georg Dierlinger gehen nochmals vier Kinder hervor.
- Anna Maria (*1723) als Kind verstorben
- Joseph (*1724)
- Johann *1726), Hoferbe
- Walburga (*1729) heiratet 1760 in Ascha den Bauerssohn Vitus Holmer von Ascha

 

Um 1747 übernimmt Sohn Johann die Hafnerwerkstatt und heiratet die Kramerstochter Katharina Berger von Steinach Nr. 55.
Fünf Kinder kommen in der Ehe zur Welt:
- Johann Michael (*1748), Hoferbe
- Anna Maria (*1752)
- Franz (*1754)
- Magdalena (*1757)
- Johann (*1759)

 

Zwei Tage nach der Geburt des jüngsten Kindes stirbt die 34-jährige Hafnerin. Johann geht fünf  Monate später erneut eine Ehe mit der Bauerstochter Elisabeth Leiderer von Niedermenach ein, die kinderlos bleibt.

 

Das Anwesen übernimmt 1787 der älteste Sohn Johann Michael, der ebenfalls Hafner ist.
Bereits zuvor ist er Vater von zwei unehelichen Kindern:
- Katharina Dierlinger (*1777), Mutter: Müllerstochter Katharina Probst von der Holzmühle
- Thomas Dierlinger (*1779), Mutter: Schmiedstochter Katharina Burger von Gossersdorf

 

Nach der Übernahme heiratet Johann Michael Dierlinger die Bauerstochter Anna Maria Geith von Kienberg.
Sie bringt ebenfalls zwei uneheliche Kinder mit in die Ehe, deren Vater der Bader Ferdinand Ring von Ascha ist:
- Anna Maria Ring (*1784) Hoferbin
- Joseph Ring (1786-1865), heiratet 1821 die Hafnerstochter Magdalena Mayerhofer von Wolferszell Nr. 10 und übernimmt mit ihr die Hafnerei in Wolferszell.

 

1788 wird ein weiterer Sohn geboren, der den Namen Johann Michael erhält.

 

Das Hafneranwesen in Steinach übernimmt Tochter Anna Maria Ring. Sie heiratet 1810 den Hafner Joseph Schützinger von Deggendorf.

Vier Kinder kommen in der Ehe zur Welt, von denen nur eine Tochter überlebt:
- Anna Maria (1812-1840)

 

Dierlinger Besitzer

 

 

Im April 1818 verkaufen Joseph und Anna Maria Schützinger das Hafneranwesen in Steinach und erwerben hierfür das Hafneranwesen in Wolferszell Nr. 16.

Käufer ist Thomas Ring, der ein Onkel der Anna Maria Schützinger, geb. Ring und Bruder des Baders Ferdinand Ring von Ascha.

 

Thomas Ring hatte bereits 1794 die Bauerstochter Maria Theresia Hartinger von Steinach Nr. 24 geheirate. Zunächst arbeitet er als Maurer in Steinach und wohnt mit seiner Familie in einem selbst erbauten Haus im unteren Dorf nahe dem Ziegelstadel (heute Wittelsbacher Straße 3).

 Das Ehepaar hat sieben Kinder, von denen zwei im Kindsalter sterben:
- Anna Maria (*1780) heiratet 1806 den Häusler Johann Haseneder von Steinach Nr. 46
- Georg (*1785)
- Theresia (*1791)
- Joseph (1795-1877), Hofnachfolger
- Johann Baptist (*1799) heiratet 1827 in Hunderdorf die Steinacher Häuslerstochter Katharina Schildmayer und lässt sich in Hunderdorf als Hafner nieder.

 

1822 übernimmt Sohn Joseph Ring das Anwesen und heiratet die Metzgerstochter Anna Maria Wegerer von Steinach.

Das Ehepaar hat drei Kinder:
- Anna Maria (*1819)
- Joseph (1820-1868)
- Maria Theresia (*1827)

 

1858 übernimmt Sohn Joseph das Anwesen zum Anschlag von 1.000 Gulden vom Vater und ehelicht Katharina Heilmaier von Landau a.d. Isar.
Katharina hat bereits zwei vorehelich geborene Söhne im Alter von 16 und 14 Jahren von ihm, die beide in Landau a.d. Isar geboren wurden. Aufgrund der damaligen Gesetzgebung konnte das Paar nun heiraten, da Joseph ein Immobilienvermögen hatte. (siehe hierzu auch Ansässigmachungsgesetz)
- Joseph (1842-1889)
- Anton (*30.05.1844) heiratet 1869 Therese Penker

 

1869 übergibt die Witwe Katharina Ring das Hafneranwesen an ihren Sohn Joseph Ring, der ebenfalls als Hafner tätig ist.
Einen Teil des Gartens teil sie ab und übergibt ihn an ihren jüngeren Sohn Anton, der darauf einen Neubau errichtet (Hs.Nr. 69 ½, heute Schwanzer)

 

ortskarte 187b steinach

Quelle: Vermessungsamt Straubing Ortskarte Steinach Nr. 187b

 

Joseph heiratet die Nachbarstochter Helena Schuster, die auch als Hebamme in Steinach tätig ist.
Sie bringt acht Kinder zur Welt, von denen keines älter als zweieinhalb Monate wird.

1886 stirbt Helena im Alter von 45 Jahren an einer Nervenlähmung.
Der Witwer geht 1888 erneut eine Ehe mit der Hafnerswitwe Theresia Dietl von Rattiszell ein.
Ein Jahr später stirbt auch Joseph Ring an einem Lungenleiden. Der Pfarrer vermerkt im Sterbebuch: „mußte vieles in einer schmerzlichen Krankheit erleiden.“
Mit dem Tod des Hafners Joseph Ring endet auch das jahrhundertalte Hafnergewerbe auf diesem Anwesen.

 

Die Witwe Theresia Ring heiratet in dritter Ehe den Kramerssohn Franz Xaver Unger von Wolferszell Nr. 22 ½.
Nach ihrem Tod nimmt Franz Xaver 1915 die Witwe Theresia Luttner, geb. Högerl, zur Ehefrau. die als Einwohnerin in dem Haus lebt.

 

1922 übergibt Franz Xaver Unger das Anwesen an seine uneheliche Tochter Kreszenz Straßmeier. Sie heiratet den Söldnerssohn Ludwig Lehner von Weingarten bei Mitterfels.
Zwei Kinder kommen in der Ehe zur Welt, von denen ein Sohn im zweiten Weltkrieg vermisst bleibt.

Ludwig Lehner ist von 1948 bis 1966 Bürgermeister in der Gemeinde Steinach.

 

lehner ludwig 1948 1966 kopie

Ludwig Lehner
von 1948 bis 1966 Bürgermeister in Steinach
Bild: Archiv f. Heimatgeschichte Steinach

 

 

Ring Besitzer

 

 

Das Anwesen übernimmt Tochter Kreszenz Lehner (1928-2002), die 1963 Ludwig Sieber (1923-1987) von Steinach Nr. 16 zum Ehemann nimmt.

 

dia stei 66 bearbeitet

aufgenommen 1973
Bild: Archiv f. Heimatgeschichte Steinach, Dias Pfarrer Ludwig Dotzler

 

  

 

1 Schlicht Josef, Die Geschichte von Steinach, 1908, „Stift-, Kasten- und Salbuch über Schloß und Hofmarch Steinach 1583“
2 Archiv für Heimatgeschichte Steinach, Untertanen der Hofmark Steinach 1623
3 StA Landshut, Landschaft Unterlands Bd 1183, Steuerregister der Hofmarksuntertanen Steinach 1623
4 Stadtarchiv Straubing, Salbuch Gschwendt 1630, fol. 495

 

Weitere Quellen:
Archiv für Heimatgeschichte Steinach, Gilt und Ausstandregister der Untertanen zu Steinach 1641
Archiv für Heimatgeschichte Steinach, Stiftregister der Hofmark Steinach 1691
Archiv für Heimatgeschichte Steinach, Landsteuer der Hofmark Steinach 1699
BayHStA München, Kurbayern Hofkammer, Hofanlagsbuchhaltung Band 248, Konskription der Untertanen der Hofmark Steinach 1752
BayHStA München, Kurbayern Hofkammer, Hofanlagsbuchhaltung Band 514, Hofanlagsbuch der Hofmark Steinach 1760
StA Landshut, Rentamt Straubing B78, Häuser- und Rustikalsteuerkataster d. Steuerdistriktes Münster incl. Steinach 1808
StA Landshut, Rentamt Straubing B79, Umschreibebuch zum Häuser- und Rustikalsteuerkataster d. Steuerdistriktes Münster incl. Steinach 1814-1843
Vermessungsamt Straubing, Liquidationsprotokolle der Steuergemeinde Steinach von 1838
StA Landshut, Grundsteuerkataster (Rep.127) 10579, Umschreibehefte zum Urkataster  der Gemarkung Steinach Hs.Nr. 1 – 72, 1843-1859
StA Landshut, Grundsteuerkataster (Rep.127 10583, Umschreibehefte zum 1. Renov. Kataster der Gemarkung Steinach Hs.Nr. 56 - Ende, 1859 – 1906
StA Landshut, Grundsteuerkataster (Rep.127 10587, Umschreibehefte zum 2. Renov. Kataster der Gemarkung Steinach Hs.Nr. 66-Ende, 1906 – 1960
BZAR Regensburg, Pfarrmatrikel der Pfarrei Steinach

 

Stand: 08.02.2026

 

 

Der Schötz-Hof – früher „der halbe Bergbauernhof“ Hs.Nr. 34

in Agendorf

 

 

1760: ½ Ortbau – 1808: Hs.Nr. 1

heute Mitterfelser Str. 2

 

von Claudia Heigl

 

 

Wie bei allen Höfen in Agendorf war auch bei diesem Hof das Domkapitel Augsburg der Grundherr.

Im Jahr 1535 verkauft das Domkapitel Augsburg seine Rechte an der Stadt Straubing sowie an verschiedenen Gütern, darunter auch das Dorf Agendorf, an Herzog Ludwig X. von Bayern. Der Grundherr des Hofes ist damit bis ins 19. Jahrhundert der Herzog von Bayern. Der Besitz wird vom Rentkastenamt Straubing verwaltet, das die Steuern einzieht. Diese Güter werden auch als „propsteiische Güter“ bezeichnet.

 

Familie Foidl

Im Steuerbuch von 1578 erscheint Georg Feuerl als Besitzer von „zwei Viertelbaus“. Dabei ist vermerkt, dass zuvor Michael Hartberger den Hof inne hatte. Der Wert des Besitzes wird mit 30 Pfund Regensburger Pfennigen angegeben.1

Im Salbuch von 1579 wird der Hof näher beschrieben. Georg Feuerl besitzt den Hof im Erbrecht aufgrund eines Kaufbriefes aus dem Jahr 1530. Zum Anwesen gehören eine hölzerne Behausung, ein Stadl mit Tenne, ein Stall sowie ein Backofen, alles in mittelmäßiger Bauweise. Dies lässt vermuten, dass Georg Feuerl in den Hof eingeheiratet hat.2

Zur gleichen Zeit sitzt ein Andreas Foierl als Bauer auf dem nahegelegenen Kindlasberg. Die Familie Feuerl (auch Foyerl, Voyerl, später Foidl) ist dort bereits 1529 nachgewiesen. Der Familienname könnte sich vom „Vayer Kündlasperger“ ableiten (siehe auch Kindlasberg).
Georg Feuerl stammt möglicherweise von diesem Hof ab, was auch den späteren Hofnamen „Bergbauernhof“ erklären würde.3

 

uraufnahme kopie

Der Hof bekam 1838 die Hs.Nr. 34
 Uraufnahme aus dem Jahr 1827
Quelle: Bay. Vermessungsverwaltung München, Bayernatlas

 

Nachfolger ist laut Salbuch ein Michael Foitl, vermutlich ein Sohn Georg Feuerls. Ihm folgt wiederum ein Sohn namens Georg Foyerl.

Von diesem Georg Foyerl liegen mehrere Urkunden vor. Er ist mit einer Frau namens Ursula verheiratet. Im Jahr 1610 verkaufen er und seine Ehefrau zwei Tagwerk Wiese samt einem Acker, dem sogenannten Großacker, an den Bauern Michael Wenzl von Hoerabach. Den Grundbesitz hat Georg von seinen Geschwistern nach dem Tod des Vaters geerbt.4

Von dem Ehepaar sind mindestens acht Kinder nachgewiesen:
- Jodokus (auch Jobst) (1601-1681), Bauer in Agendorf Nr. 35
- Michael, wanderte nach Wien aus und starb dort um 1663 5
- Georg, ist bei der Erbverteilung im Jahr 1663 bereits seit 37 Jahren verschollen. „Keiner wisse, ob er noch lebt“.5 6
- Sebastian (1621-1681), Söldner in Agendorf Hs.Nr. 37
- Magdalena  heiratet 1661 Michael Haimerl, Bauer in Unterparkstetten und 1673 Ambros Trostmayer
- Maria, ist 1664 noch unverheiratet
- Michael (1626-1697), Hoferbe
- Ursula (+1692) heiratet 1650 in Steinach den Witwer und Bauern Michael Obermayer von Niedermenach und 1662 Georg Sollinger

 

Dass zwei lebende Söhne den Namen Michael tragen, ist im 17. Jahrhundert nicht ungewöhnlich. Immer wieder erreichen Geschwister mit gleichen Vornamen das Erwachsenenalter. Häufig geben die Taufpaten den Ausschlag für die Namenswahl. Wechseln die Paten und tragen zufällig denselben Vornamen, erhält auch das nachgeborene Kind erneut diesen Namen.

 

Der Dreißigjährige Krieg

Zwischen 1633 und 1648 wird die Gegend dreimal von schwedischen Soldaten heimgesucht. Sie plündern und töten rücksichtslos. Dazwischen ziehen auch immer wieder bayerische Truppen durch das Land und nehmen sich von den Bauern, was sie benötigen.

Von den neun Höfen in Agendorf überlebt nur die Familie Foidl die Überfälle beziehungsweise ist auch nach dem Krieg noch auf ihrem Hof ansässig (siehe auch Dreißigjähriger Krieg). Auch Georg Foyerl überlebt den Krieg nicht. Bis 1644 entrichtet seine Ehefrau Ursula noch die Abgaben für den Hof.

Im Schmalzregister führt Ursula in den Jahren 1641 und 1642 jeweils fünf Gulden an das Kastenamt Straubing ab. Zwischen 1643 und 1646 werden jährlich zehn Gulden abgeführt, 1647 wieder nur fünf Gulden. Im Jahr 1648 zahlt keiner der Agendorfer Höfe eine Abgabe. 1649 werden wieder fünf Gulden, 1650 zehn Gulden entrichtet.7

 

Am 18.01.1644 übernimmt während des Dreißigjährigen Krieges der jüngste Sohn Michael den Hof.8
Er heiratet im selben Jahr die Bauerstochter Anna Wintermayer von Weingarten bei Mitterfels. Als Heiratsgut bringt die Braut 120 Gulden sowie ein Bett und eine Kuh in die Ehe ein.9

Als sich Michael Foidl beim dritten schwedischen Überfall im Jahr 1647 in das Schloss Steinach flüchtet, nehmen ihm die Soldaten dort drei Rösser ab. Insgesamt plündern 62 Reiter das Schloss und erschießen auch den Steinacher Hofmarksrichter Albert Dietlmayer. Im Jahr 1648 stellt der Straubinger Rentmeister Wolf Jakob Freyman dem Bauern einen Schein aus, nachdem eines der Pferde wiedergefunden wird und Michael es zurückerhält.10

Elf Kinder kommen in der Ehe zur Welt, von denen mindestens fünf im Kindsalter sterben:
- Walburga (*30.03.1645)
- Maria (*02.12.1646) bringt am 27.05.1675 einen unehelichen Sohn namens Georg zur Welt. Als Vater ist Johann Unger, Sohn des Leonhard Unger, Bauer in Unterniedersteinach angegeben.
- Konrad (*03.02.1649 + 15.09.1649)
- Andreas (*21.11.1650  + 28.11.1650)
- Vitus (*09.06.1652  + 16.06.1652)
- Johann (*14.11.1653  + 25.03.1654)
- Apollonia (*28.07.1655) heiratet am 22.01.1676 Jakob Unger, Bauer in Unterniedersteinach Nr. 4. Die Trauung findet am Krankenbett statt.11  Vier Tage nach der Hochzeit stirbt Jakob. Der weitere Lebensweg von Apollonia ist unbekannt.
- Adam (*01.01.1658  + 29.03.1683)
- Gregor (*26.02.1660)
- Gregor (*07.04.1663), Hoferbe
- Magdalena (*20.07.1666) heiratet am 24.11.1687 in Steinach Mathias Gruber Bauerssohn von Steinach Nr. 11

 

Am 31.08.1686 übergeben Michael und Anna Foidl den Hof an ihren Sohn Gregor.12 Zwei Monate später heiratet dieser die Bauerstochter Anna Riedl von Agendorf Nr. 38.
Das Ehepaar bekommt acht Kinder:
- Margaretha (*15.07.1688  +19.07.1688)
- Ursula (*06.10.1689  +05.01.1690)
- Maria (*09.02.1691) heiratet 1713 in Steinach den Halbbauerssohn Christoph Holzer von Steinburg und lebt mit ihrer Familie in Steinach.
- Apollonia (*01.03.1693) heiratet 1711 in Hunderdorf den Halbbauerssohn Norbert Holzer von Steinburg
- Johann (*01.05.1695)
- Sebastian (*20.01.1697)
- Maria (*07.12.1698)
- Michael (*31.07.1700) heiratet 1727 die Tagelöhnerstochter Katharina Diez von Steinach und erwirbt später mit ihr das Söldenanwesen Hs.Nr. 41 in Steinach.

 

Im Jahr 1704 stirbt Gregor im Alter von 41 Jahren. Seine Witwe heiratet in zweiter Ehe den Bauerssohn Stephan Roßhaupter (auch Roßhäutpl) von Oberzeitldorn. 1710 verkauft das Ehepaar den Hof. Ihr weiterer Lebensweg ist nicht bekannt.

 

Foidl Besitzer

 

 

Ab 1710 im Familienbesitz der Familie Zeindlmayer – Bachl - Schötz

Ab dem Jahr 1710 befindet sich der Hof im Besitz der Familie Zeindlmayer. Als neue Besitzer kommen Maria und Georg Zeindlmayer auf den Hof.

Georg Zeindlmayer (auch Zeitlmayr geschrieben) ist der Sohn der Wirtsleute Sebastian und Ursula Zeindlmayer. Er wird 1673 in Unterparkstetten geboren und zieht 1683 mit seinen Eltern nach Muckenwinkling. Die Familie Zeindlmayer ist bereits 1640 in Unterparkstetten nachweisbar, wobei der Familienname in den Kirchenbüchern lediglich als „Zeindl“ erscheint.

Im Jahr 1703 heiratet Georg die Bauerstochter Maria Bachl von Trudendorf Nr. 73. Zunächst lebt die Familie in Trudendorf, wo auch die beiden ersten Kinder zur Welt kommen.

Fünf Kinder des Ehepaares sind bekannt:
- Katharina (*25.11.1707) heiratet 1733 den Bauern Vitus Fuchs von Schmelling
- Georg (*13.01.1710), Hoferbe
- Ursula (*14.10.1713) heiratet 1739 den Bauern Sebastian Rothamer von Wolferszell Nr. 15
- Maria heiratet 1736 in Steinach den Bauerssohn Michael Stubenhofer von Gschwendt und wird mit ihrem Ehemann in Hof bei Stallwang sesshaft.
- Eva (*19.05.1716) heiratet 1743 den Bauern Mathias Eisenharter von Aign

 

Im Jahr 1732 übernimmt der einzige Sohn Georg Zeindlmayer den Hof von seinen Eltern. Vier Jahre später heiratet er die Bauerstochter Anna Maria Kain von Unterparkstetten Nr. 33 (heute Bogener Str. 26).

Fünf Kinder kommen in der Ehe zur Welt:
- Maria Magdalena (1738-1814) heiratet 1763 den Bauern Jakob Dietl von Wolferszell Nr. 19
- Maria Anna (1742-1828) heiratet 1767 den Bauern Johann Georg Schirmbrand von Agendorf Nr. 39
- Maria Theresia (*1745) heiratet 1774 den Bauern Johann Simon Spießl von Münster Nr. 30, 1790 Johann Georg Färber und 1798 Simon Sieber.
- Anna Maria (1749-1790) heiratet 1785 den Bauern Paul Groß von Unterhartberg Nr. 74
- Johann Georg (1756-1832), Hoferbe

 

Im Jahr 1785 übernimmt erneut der einzige Sohn Johann Georg das Anwesen. Seine Ehefrau wird die Bauerstochter Maria Magdalena Foidl von Agendorf Nr. 38 (heute Kettl).

Wieder kommen fünf Kinder zur Welt:
- Joseph (1787-1830), übernimmt 1813 den Hof von seinem Onkel Johann Georg Foidl in Agendorf Nr. 38
- Katharina (1790-1828) Hoferbin
- Magdalena (1796-1803), stirbt mit 7 Jahren an Blattern
- Anna Maria (1798-1870) heiratet 1826 den Bauern Michael Bachl von Pellham Nr. 28
- Anna (*1801) heiratet 1834 in Straubing/St. Jakob den Bauerssohn Andreas Foidl von Rotham. Das Ehepaar lebt in Straubing.

 

 

Zeindlmayer Besitzer

Nachdem der einzige Sohn Josef 1813 den Hof vom Bruder seiner Mutter, Johann Georg Foidl in Agendorf, übernommen hat, übergeben die Eltern ihr Anwesen am 10.03.1822 an ihre älteste Tochter Katharina Zeindlmayer. Diese heiratet den Bauerssohn Jakob Bachl von Pellham, mit dem sie bereits eine vorehelich geborene Tochter hat, die auf den Namen Katharina getauft wurde.

Vier Jahre später heiratet ihre Schwester Anna Maria in den Bachl-Hof in Pellham ein.

 

Katharina bringt nochmals vier Kinder zur Welt, wobei die Geburten mit großen Schwierigkeiten verbunden sind.
Drei Kinder sterben unmittelbar bei oder kurz nach der schweren Geburt. Auch die hinzugezogenen Landärzte können zweimal nur die Mutter retten.
- Katharina (*1819)
- Anonymus (*+1824)
- Michael (1825-1877), Hoferbe
- Anonymus (*+1827)
- Anonymus (*+1828)

Die fünfte Geburt kostet Katharina das Leben. Sechs Tage nach ihrem Sohn stirbt auch die Wöchnerin.
Der Pfarrer vermerkt hierzu in Kirchenbuch: „Eine wahrhaft fromme Mutter und gläubige Christin, eine friedfertige Frau, die sich durch Geduld und Beständigkeit bis ans Ende auszeichnete und in das Leben der Heiligen einging.“

Der Witwer geht eine zweite Ehe mit der Wolferszeller Bauerstochter Katharina Weber ein.
Aus der Verbindung gehen keine weiteren Kinder mehr hervor.

Der einzige Sohn Michael übernimmt 1854 den Hof und heiratet die Bauerstochter Therese Heisinger von Hoerabach.
Das Ehepaar hat drei Kinder:
- Karolina (*1855)
- Johann Baptist (1857-1910) heiratet 1891 in den Helmbrecht-Hof in Steinach Nr. 45 (heute Foidl) ein.
- Michael (1858-1896), Hoferbe

Michael erkrankt schwer an einer Gliederkrankheit. Kurz vor seinem Tod übergibt er 1877 seinem noch minderjährigen, 19-jährigen Sohn Michael jun.. Zum Vormund wird sein Schwager Johann Heisinger von Hoerabach bestellt. Dem Bruder Johann muss der Hoferbe 7000 Gulden und seiner Schwester Karolina 6000 Gulden und zwei Kühe als Heiratsgut ausbezahlen.
Vier Tage nach der Übergabe stirbt der 52-jährige. Seine Ehefrau Therese war bereits sechs Jahre zuvor im Alter von 50 Jahren an Blattern verstorben.

Zwei Jahre später heiratet Michael Bachl die Rothamer Bauerstochter Katharina Rothamer.
Aus der Ehe gehen zehn Kinder hervor, von denen zwei im Säuglingsalter sterben:
- Johann Baptist (1880-1957), Hoferbe
- Theresia (*1881)
- Michael (*1882)
- Katharina (*1885) heiratet 1913 den Bauern Johann Ruhland von Ittling
- Maria (*+1886)
- Maria (1887-1941), bleibt unverheiratet auf dem Hof
- Karl (1888-1925), ist Bräumeister in Falkenfels, stirbt unverheiratet auf dem Hof
- Karolina (1891-1965), verh. Kienberger in Wetzelsberg
- Ludwig (*1893)
- Kreszenz (*+1894)

 

Im Jahr 1896 stirbt der 37-jährige Bauer Michael Bachl an Lungenschwindsucht. Er hinterlässt acht Kinder im Alter zwischen 16 und 3 Jahren.

Gegen den damaligen Gepflogenheiten heiratet die 36-jährige Witwe nicht erneut, sondern bewirtschaftet den Hof selbständig weiter.

1921 übergibt sie den Hof an ihren ältesten Sohn Johann. Der 41-jährige heiratet die Bauerstochter Katharina Hilmer von Wiesenzell.
Aus der Ehe gehen vier Töchter hervor.

Am 13.07.1932 stirbt die Seniorbäuerin Katharina Bachl geb. Rothamer im Alter von 72 Jahren. Vier Monate später stirbt auch ihre Schwiegertochter Katharina geb. Hilmer im Alter von 46 Jahren.

Der Witwer heiratet nicht erneut und zieht seine vier Töchter, die beim Tod der Mutter zwischen vier und elf Jahre sind, mit Hilfe seiner Schwester auf.

 

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aufgenommen ca. 1980
Quelle: Familie Schötz, Agendorf

 

Im Jahr 1949 übergibt er den Hof an seine älteste Tochter Maria Bachl, die noch im gleichen Jahr Mathias Schötz von Untermiethnach heiratet.

 

Bachl Besitzer

 

 

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Der Schötz-Hof
aufgenommen 2018
Bild: Claudia Heigl

 

 

 

1 StA Landshut, Rentkastenamt Straubing B99, Steuerbuch des fürstl. Kastenamts Straubing 1578
2 StA Landshut, Rentkastenamt Straubing B39, Sal- und Urbarsbuch über die propsteiischen Lehengüter des Rentkastenamts Straubing, 1579, fol. 53‘
3 Vermessungsamt Straubing, Liquidationsprotokoll der Steuergemeinde Agendorf von 1836. Hier wird der Hof als Bergbauernhof bezeichnet.
4 StA Landshut, Rentkastenamt Straubing, P28, fol.71  Kaufvertrag über zwei Tagwerk Wiesmad vom 10.07.1610
5 StA Landshut, Rentkastenamt Straubing, P59 II,  fol.213  Bürgschaft ex 51 fl. vom 09.02.1663
6 StA Landshut, Rentkastenamt Straubing, P59 III,  fol.458   Quittung um bezahltes Erbteil  1664
7 StA LandshutRentkastenamt Straubing B90, Schmalzbuch des Kastenamtes Straubing 1641 - 1650
8 StA Landshut, Rentkastenamt Straubing, P 66 I,  fol. 74  Übergabebrief vom 31.08.1686
9 StA Landshut, Rentkastenamt Straubing, P56,  fol.34  Heiratsbrief vom 07.10.1656
10 BZA Regensburg, Pfarrmatrikel Steinach Bd.11/22, S. 36
11 BZA Regensburg, Pfarrmatrikel Kirchroth Bd.1, S. 210
12 StA Landshut, Rentkastenamt Straubing, P 66 I,  fol. 74  Übergabebrief vom 31.08.1686

 

Weitere Quellen:
BayHStA Kurbayern Hofkammer 515, Konskription des Hauptkastenamts Straubing Amt Trudendorf von 1760

StA Landshut, Rentamt Straubing B130, Häuser- und Rustikalsteuerkataster Trudendorf incl Agendorf 1808
StA Landshut, Rentamt Straubing B131, Umschreibebuch zum Häuser- und Rustikalsteuerkataster Trudendorf incl Agendorf 1814 - 1843
Vermessungsamt Straubing, Liquidationsprotokoll der Steuergemeinde Agendorf von 1836
StA Landshut, Grundsteuerkataster 9932 Umschreibeheft zum Grundsteuerkataster von Agendorf 1843 - 1859
StA Landshut, Grundsteuerkataster 9935 Umschreibeheft zum Grundsteuerkataster von Agendorf 1859 - 1894
StA Landshut, Grundsteuerkataster 9939 Umschreibeheft zum Grundsteuerkataster von Agendorf 1894 - 1960
BZA Regensburg, Pfarrmatrikel der Pfarrei Steinach
Kulturkreis Josef Schlicht e.V., Jahresheft 1993/94, Ausgabe 2/1994

 

Veröffentlicht: 01.02.2026