Der Schötz-Hof – früher „der halbe Bergbauernhof“ Hs.Nr. 34
in Agendorf
1760: ½ Ortbau – 1808: Hs.Nr. 1
heute Mitterfelser Str. 2
von Claudia Heigl
Wie bei allen Höfen in Agendorf war auch bei diesem Hof das Domkapitel Augsburg der Grundherr.
Im Jahr 1535 verkauft das Domkapitel Augsburg seine Rechte an der Stadt Straubing sowie an verschiedenen Gütern, darunter auch das Dorf Agendorf, an Herzog Ludwig X. von Bayern. Der Grundherr des Hofes ist damit bis ins 19. Jahrhundert der Herzog von Bayern. Der Besitz wird vom Rentkastenamt Straubing verwaltet, das die Steuern einzieht. Diese Güter werden auch als „propsteiische Güter“ bezeichnet.
Familie Foidl
Im Steuerbuch von 1578 erscheint Georg Feuerl als Besitzer von „zwei Viertelbaus“. Dabei ist vermerkt, dass zuvor Michael Hartberger den Hof inne hatte. Der Wert des Besitzes wird mit 30 Pfund Regensburger Pfennigen angegeben.1
Im Salbuch von 1579 wird der Hof näher beschrieben. Georg Feuerl besitzt den Hof im Erbrecht aufgrund eines Kaufbriefes aus dem Jahr 1530. Zum Anwesen gehören eine hölzerne Behausung, ein Stadl mit Tenne, ein Stall sowie ein Backofen, alles in mittelmäßiger Bauweise. Dies lässt vermuten, dass Georg Feuerl in den Hof eingeheiratet hat.2
Zur gleichen Zeit sitzt ein Andreas Foierl als Bauer auf dem nahegelegenen Kindlasberg. Die Familie Feuerl (auch Foyerl, Voyerl, später Foidl) ist dort bereits 1529 nachgewiesen. Der Familienname könnte sich vom „Vayer Kündlasperger“ ableiten (siehe auch Kindlasberg).
Georg Feuerl stammt möglicherweise von diesem Hof ab, was auch den späteren Hofnamen „Bergbauernhof“ erklären würde.3

Der Hof bekam 1838 die Hs.Nr. 34
Uraufnahme aus dem Jahr 1827
Quelle: Bay. Vermessungsverwaltung München, Bayernatlas
Nachfolger ist laut Salbuch ein Michael Foitl, vermutlich ein Sohn Georg Feuerls. Ihm folgt wiederum ein Sohn namens Georg Foyerl.
Von diesem Georg Foyerl liegen mehrere Urkunden vor. Er ist mit einer Frau namens Ursula verheiratet. Im Jahr 1610 verkaufen er und seine Ehefrau zwei Tagwerk Wiese samt einem Acker, dem sogenannten Großacker, an den Bauern Michael Wenzl von Hoerabach. Den Grundbesitz hat Georg von seinen Geschwistern nach dem Tod des Vaters geerbt.4
Von dem Ehepaar sind mindestens acht Kinder nachgewiesen:
- Jodokus (auch Jobst) (1601-1681), Bauer in Agendorf Nr. 35
- Michael, wanderte nach Wien aus und starb dort um 1663 5
- Georg, ist bei der Erbverteilung im Jahr 1663 bereits seit 37 Jahren verschollen. „Keiner wisse, ob er noch lebt“.5 6
- Sebastian (1621-1681), Söldner in Agendorf Hs.Nr. 37
- Magdalena heiratet 1661 Michael Haimerl, Bauer in Unterparkstetten und 1673 Ambros Trostmayer
- Maria, ist 1664 noch unverheiratet
- Michael (1626-1697), Hoferbe
- Ursula (+1692) heiratet 1650 in Steinach den Witwer und Bauern Michael Obermayer von Niedermenach und 1662 Georg Sollinger
Dass zwei lebende Söhne den Namen Michael tragen, ist im 17. Jahrhundert nicht ungewöhnlich. Immer wieder erreichen Geschwister mit gleichen Vornamen das Erwachsenenalter. Häufig geben die Taufpaten den Ausschlag für die Namenswahl. Wechseln die Paten und tragen zufällig denselben Vornamen, erhält auch das nachgeborene Kind erneut diesen Namen.
Der Dreißigjährige Krieg
Zwischen 1633 und 1648 wird die Gegend dreimal von schwedischen Soldaten heimgesucht. Sie plündern und töten rücksichtslos. Dazwischen ziehen auch immer wieder bayerische Truppen durch das Land und nehmen sich von den Bauern, was sie benötigen.
Von den neun Höfen in Agendorf überlebt nur die Familie Foidl die Überfälle beziehungsweise ist auch nach dem Krieg noch auf ihrem Hof ansässig (siehe auch Dreißigjähriger Krieg). Auch Georg Foyerl überlebt den Krieg nicht. Bis 1644 entrichtet seine Ehefrau Ursula noch die Abgaben für den Hof.
Im Schmalzregister führt Ursula in den Jahren 1641 und 1642 jeweils fünf Gulden an das Kastenamt Straubing ab. Zwischen 1643 und 1646 werden jährlich zehn Gulden abgeführt, 1647 wieder nur fünf Gulden. Im Jahr 1648 zahlt keiner der Agendorfer Höfe eine Abgabe. 1649 werden wieder fünf Gulden, 1650 zehn Gulden entrichtet.7
Am 18.01.1644 übernimmt während des Dreißigjährigen Krieges der jüngste Sohn Michael den Hof.8
Er heiratet im selben Jahr die Bauerstochter Anna Wintermayer von Weingarten bei Mitterfels. Als Heiratsgut bringt die Braut 120 Gulden sowie ein Bett und eine Kuh in die Ehe ein.9
Als sich Michael Foidl beim dritten schwedischen Überfall im Jahr 1647 in das Schloss Steinach flüchtet, nehmen ihm die Soldaten dort drei Rösser ab. Insgesamt plündern 62 Reiter das Schloss und erschießen auch den Steinacher Hofmarksrichter Albert Dietlmayer. Im Jahr 1648 stellt der Straubinger Rentmeister Wolf Jakob Freyman dem Bauern einen Schein aus, nachdem eines der Pferde wiedergefunden wird und Michael es zurückerhält.10
Elf Kinder kommen in der Ehe zur Welt, von denen mindestens fünf im Kindsalter sterben:
- Walburga (*30.03.1645)
- Maria (*02.12.1646) bringt am 27.05.1675 einen unehelichen Sohn namens Georg zur Welt. Als Vater ist Johann Unger, Sohn des Leonhard Unger, Bauer in Unterniedersteinach angegeben.
- Konrad (*03.02.1649 + 15.09.1649)
- Andreas (*21.11.1650 + 28.11.1650)
- Vitus (*09.06.1652 + 16.06.1652)
- Johann (*14.11.1653 + 25.03.1654)
- Apollonia (*28.07.1655) heiratet am 22.01.1676 Jakob Unger, Bauer in Unterniedersteinach Nr. 4. Die Trauung findet am Krankenbett statt.11 Vier Tage nach der Hochzeit stirbt Jakob. Der weitere Lebensweg von Apollonia ist unbekannt.
- Adam (*01.01.1658 + 29.03.1683)
- Gregor (*26.02.1660)
- Gregor (*07.04.1663), Hoferbe
- Magdalena (*20.07.1666) heiratet am 24.11.1687 in Steinach Mathias Gruber Bauerssohn von Steinach Nr. 11
Am 31.08.1686 übergeben Michael und Anna Foidl den Hof an ihren Sohn Gregor.12 Zwei Monate später heiratet dieser die Bauerstochter Anna Riedl von Agendorf Nr. 38.
Das Ehepaar bekommt acht Kinder:
- Margaretha (*15.07.1688 +19.07.1688)
- Ursula (*06.10.1689 +05.01.1690)
- Maria (*09.02.1691) heiratet 1713 in Steinach den Halbbauerssohn Christoph Holzer von Steinburg und lebt mit ihrer Familie in Steinach.
- Apollonia (*01.03.1693) heiratet 1711 in Hunderdorf den Halbbauerssohn Norbert Holzer von Steinburg
- Johann (*01.05.1695)
- Sebastian (*20.01.1697)
- Maria (*07.12.1698)
- Michael (*31.07.1700) heiratet 1727 die Tagelöhnerstochter Katharina Diez von Steinach und erwirbt später mit ihr das Söldenanwesen Hs.Nr. 41 in Steinach.
Im Jahr 1704 stirbt Gregor im Alter von 41 Jahren. Seine Witwe heiratet in zweiter Ehe den Bauerssohn Stephan Roßhaupter (auch Roßhäutpl) von Oberzeitldorn. 1710 verkauft das Ehepaar den Hof. Ihr weiterer Lebensweg ist nicht bekannt.

Ab 1710 im Familienbesitz der Familie Zeindlmayer – Bachl - Schötz
Ab dem Jahr 1710 befindet sich der Hof im Besitz der Familie Zeindlmayer. Als neue Besitzer kommen Maria und Georg Zeindlmayer auf den Hof.
Georg Zeindlmayer (auch Zeitlmayr geschrieben) ist der Sohn der Wirtsleute Sebastian und Ursula Zeindlmayer. Er wird 1673 in Unterparkstetten geboren und zieht 1683 mit seinen Eltern nach Muckenwinkling. Die Familie Zeindlmayer ist bereits 1640 in Unterparkstetten nachweisbar, wobei der Familienname in den Kirchenbüchern lediglich als „Zeindl“ erscheint.
Im Jahr 1703 heiratet Georg die Bauerstochter Maria Bachl von Trudendorf Nr. 73. Zunächst lebt die Familie in Trudendorf, wo auch die beiden ersten Kinder zur Welt kommen.
Fünf Kinder des Ehepaares sind bekannt:
- Katharina (*25.11.1707) heiratet 1733 den Bauern Vitus Fuchs von Schmelling
- Georg (*13.01.1710), Hoferbe
- Ursula (*14.10.1713) heiratet 1739 den Bauern Sebastian Rothamer von Wolferszell Nr. 15
- Maria heiratet 1736 in Steinach den Bauerssohn Michael Stubenhofer von Gschwendt und wird mit ihrem Ehemann in Hof bei Stallwang sesshaft.
- Eva (*19.05.1716) heiratet 1743 den Bauern Mathias Eisenharter von Aign
Im Jahr 1732 übernimmt der einzige Sohn Georg Zeindlmayer den Hof von seinen Eltern. Vier Jahre später heiratet er die Bauerstochter Anna Maria Kain von Unterparkstetten Nr. 33 (heute Bogener Str. 26).
Fünf Kinder kommen in der Ehe zur Welt:
- Maria Magdalena (1738-1814) heiratet 1763 den Bauern Jakob Dietl von Wolferszell Nr. 19
- Maria Anna (1742-1828) heiratet 1767 den Bauern Johann Georg Schirmbrand von Agendorf Nr. 39
- Maria Theresia (*1745) heiratet 1774 den Bauern Johann Simon Spießl von Münster Nr. 30, 1790 Johann Georg Färber und 1798 Simon Sieber.
- Anna Maria (1749-1790) heiratet 1785 den Bauern Paul Groß von Unterhartberg Nr. 74
- Johann Georg (1756-1832), Hoferbe
Im Jahr 1785 übernimmt erneut der einzige Sohn Johann Georg das Anwesen. Seine Ehefrau wird die Bauerstochter Maria Magdalena Foidl von Agendorf Nr. 38 (heute Kettl).
Wieder kommen fünf Kinder zur Welt:
- Joseph (1787-1830), übernimmt 1813 den Hof von seinem Onkel Johann Georg Foidl in Agendorf Nr. 38
- Katharina (1790-1828) Hoferbin
- Magdalena (1796-1803), stirbt mit 7 Jahren an Blattern
- Anna Maria (1798-1870) heiratet 1826 den Bauern Michael Bachl von Pellham Nr. 28
- Anna (*1801) heiratet 1834 in Straubing/St. Jakob den Bauerssohn Andreas Foidl von Rotham. Das Ehepaar lebt in Straubing.

Nachdem der einzige Sohn Josef 1813 den Hof vom Bruder seiner Mutter, Johann Georg Foidl in Agendorf, übernommen hat, übergeben die Eltern ihr Anwesen am 10.03.1822 an ihre älteste Tochter Katharina Zeindlmayer. Diese heiratet den Bauerssohn Jakob Bachl von Pellham, mit dem sie bereits eine vorehelich geborene Tochter hat, die auf den Namen Katharina getauft wurde.
Vier Jahre später heiratet ihre Schwester Anna Maria in den Bachl-Hof in Pellham ein.
Katharina bringt nochmals vier Kinder zur Welt, wobei die Geburten mit großen Schwierigkeiten verbunden sind.
Drei Kinder sterben unmittelbar bei oder kurz nach der schweren Geburt. Auch die hinzugezogenen Landärzte können zweimal nur die Mutter retten.
- Katharina (*1819)
- Anonymus (*+1824)
- Michael (1825-1877), Hoferbe
- Anonymus (*+1827)
- Anonymus (*+1828)
Die fünfte Geburt kostet Katharina das Leben. Sechs Tage nach ihrem Sohn stirbt auch die Wöchnerin.
Der Pfarrer vermerkt hierzu in Kirchenbuch: „Eine wahrhaft fromme Mutter und gläubige Christin, eine friedfertige Frau, die sich durch Geduld und Beständigkeit bis ans Ende auszeichnete und in das Leben der Heiligen einging.“
Der Witwer geht eine zweite Ehe mit der Wolferszeller Bauerstochter Katharina Weber ein.
Aus der Verbindung gehen keine weiteren Kinder mehr hervor.
Der einzige Sohn Michael übernimmt 1854 den Hof und heiratet die Bauerstochter Therese Heisinger von Hoerabach.
Das Ehepaar hat drei Kinder:
- Karolina (*1855)
- Johann Baptist (1857-1910) heiratet 1891 in den Helmbrecht-Hof in Steinach Nr. 45 (heute Foidl) ein.
- Michael (1858-1896), Hoferbe
Michael erkrankt schwer an einer Gliederkrankheit. Kurz vor seinem Tod übergibt er 1877 seinem noch minderjährigen, 19-jährigen Sohn Michael jun.. Zum Vormund wird sein Schwager Johann Heisinger von Hoerabach bestellt. Dem Bruder Johann muss der Hoferbe 7000 Gulden und seiner Schwester Karolina 6000 Gulden und zwei Kühe als Heiratsgut ausbezahlen.
Vier Tage nach der Übergabe stirbt der 52-jährige. Seine Ehefrau Therese war bereits sechs Jahre zuvor im Alter von 50 Jahren an Blattern verstorben.
Zwei Jahre später heiratet Michael Bachl die Rothamer Bauerstochter Katharina Rothamer.
Aus der Ehe gehen zehn Kinder hervor, von denen zwei im Säuglingsalter sterben:
- Johann Baptist (1880-1957), Hoferbe
- Theresia (*1881)
- Michael (*1882)
- Katharina (*1885) heiratet 1913 den Bauern Johann Ruhland von Ittling
- Maria (*+1886)
- Maria (1887-1941), bleibt unverheiratet auf dem Hof
- Karl (1888-1925), ist Bräumeister in Falkenfels, stirbt unverheiratet auf dem Hof
- Karolina (1891-1965), verh. Kienberger in Wetzelsberg
- Ludwig (*1893)
- Kreszenz (*+1894)
Im Jahr 1896 stirbt der 37-jährige Bauer Michael Bachl an Lungenschwindsucht. Er hinterlässt acht Kinder im Alter zwischen 16 und 3 Jahren.
Gegen den damaligen Gepflogenheiten heiratet die 36-jährige Witwe nicht erneut, sondern bewirtschaftet den Hof selbständig weiter.
1921 übergibt sie den Hof an ihren ältesten Sohn Johann. Der 41-jährige heiratet die Bauerstochter Katharina Hilmer von Wiesenzell.
Aus der Ehe gehen vier Töchter hervor.
Am 13.07.1932 stirbt die Seniorbäuerin Katharina Bachl geb. Rothamer im Alter von 72 Jahren. Vier Monate später stirbt auch ihre Schwiegertochter Katharina geb. Hilmer im Alter von 46 Jahren.
Der Witwer heiratet nicht erneut und zieht seine vier Töchter, die beim Tod der Mutter zwischen vier und elf Jahre sind, mit Hilfe seiner Schwester auf.

aufgenommen ca. 1980
Quelle: Familie Schötz, Agendorf
Im Jahr 1949 übergibt er den Hof an seine älteste Tochter Maria Bachl, die noch im gleichen Jahr Mathias Schötz von Untermiethnach heiratet.


Der Schötz-Hof
aufgenommen 2018
Bild: Claudia Heigl
1 StA Landshut, Rentkastenamt Straubing B99, Steuerbuch des fürstl. Kastenamts Straubing 1578
2 StA Landshut, Rentkastenamt Straubing B39, Sal- und Urbarsbuch über die propsteiischen Lehengüter des Rentkastenamts Straubing, 1579, fol. 53‘
3 Vermessungsamt Straubing, Liquidationsprotokoll der Steuergemeinde Agendorf von 1836. Hier wird der Hof als Bergbauernhof bezeichnet.
4 StA Landshut, Rentkastenamt Straubing, P28, fol.71 Kaufvertrag über zwei Tagwerk Wiesmad vom 10.07.1610
5 StA Landshut, Rentkastenamt Straubing, P59 II, fol.213 Bürgschaft ex 51 fl. vom 09.02.1663
6 StA Landshut, Rentkastenamt Straubing, P59 III, fol.458 Quittung um bezahltes Erbteil 1664
7 StA LandshutRentkastenamt Straubing B90, Schmalzbuch des Kastenamtes Straubing 1641 - 1650
8 StA Landshut, Rentkastenamt Straubing, P 66 I, fol. 74 Übergabebrief vom 31.08.1686
9 StA Landshut, Rentkastenamt Straubing, P56, fol.34 Heiratsbrief vom 07.10.1656
10 BZA Regensburg, Pfarrmatrikel Steinach Bd.11/22, S. 36
11 BZA Regensburg, Pfarrmatrikel Kirchroth Bd.1, S. 210
12 StA Landshut, Rentkastenamt Straubing, P 66 I, fol. 74 Übergabebrief vom 31.08.1686
Weitere Quellen:
BayHStA Kurbayern Hofkammer 515, Konskription des Hauptkastenamts Straubing Amt Trudendorf von 1760
StA Landshut, Rentamt Straubing B130, Häuser- und Rustikalsteuerkataster Trudendorf incl Agendorf 1808
StA Landshut, Rentamt Straubing B131, Umschreibebuch zum Häuser- und Rustikalsteuerkataster Trudendorf incl Agendorf 1814 - 1843
Vermessungsamt Straubing, Liquidationsprotokoll der Steuergemeinde Agendorf von 1836
StA Landshut, Grundsteuerkataster 9932 Umschreibeheft zum Grundsteuerkataster von Agendorf 1843 - 1859
StA Landshut, Grundsteuerkataster 9935 Umschreibeheft zum Grundsteuerkataster von Agendorf 1859 - 1894
StA Landshut, Grundsteuerkataster 9939 Umschreibeheft zum Grundsteuerkataster von Agendorf 1894 - 1960
BZA Regensburg, Pfarrmatrikel der Pfarrei Steinach
Kulturkreis Josef Schlicht e.V., Jahresheft 1993/94, Ausgabe 2/1994
Veröffentlicht: 01.02.2026
Das 1/16 Schustergütl in Gschwendt Hs.Nr. 14
heute Ortfeldweg 2
von Cornelia Landstorfer
Das Haus Nr. 14 in Gschwendt, im Volksmund „Beim Zimmermann“ genannt, ist ein kleines Anwesen, das über die Jahrhunderte wechselnde Besitzer, Berufe und Familiengeschichten erlebt hat. Der Grundherr des Hauses war das Bürgerspital Straubing. Die Gewerbe wechselten vom Weber zum Schuster, Zimmerer und wieder zurück zum Weber.

Uraufnahme aus dem Jahr 1827
Quelle: Bay. Vermessungsverwaltung München, Bayernatlas
1708 – Kauf durch Michael Meindl
Am 29. Februar 1708 erwarb der Weber Michael Meindl aus Rotham gemeinsam mit seiner Frau Maria, geb. Wartner aus Scheibelsgrub das kleine Häusl in Gschwendt.
Er und seine Frau wohnten vorher in Dunk, wo auch Tochter Walburga (*1705) zur Welt kam. 1709 folgte Sohn Lorenz, als die Familie bereits in Gschwendt wohnte.
Nach dem Tod seiner Frau heiratete er am 18. November 1720 Eva Hackel aus Riederszell.
1721 wird Tochter Maria geboren, 1722 folgt Sohn Adam, 1724 Michael, 1725 Mathias, (1727-1742) Barbara, 1729 Lorenz, 1732 Jakob, 1737 Barbara.
1743–1744 – Übergabe an die Töchter
Im Jahr 1743 übergab Michael Meindl das Anwesen an seine beiden Töchter Walburga Meindl (*1705) und Anna Maria Meindl. Ein Jahr später, 1744, heiratete Walburga den Schuster Andreas Schröttinger aus Wetzelsberg, wodurch das Anwesen den Hausnamen „Schustergütl“ erhielt. Im Jahr 1746 wurde ihre Tochter Anna Maria geboren.

aufgenommen im September 1991
Quelle: Luftbildaufnahmen Pfarrer Gerhard Mass
1767–1802 – Die Holmer-Zeit beginnt
Anna Maria Schröttinger heiratete 1767 den Weber Mathias Holmer, Sohn des Bauern Andreas Holmer aus Ascha und seiner Frau Maria, geb. Lang.
„Der ehrsame Mathias Hollmer ledigenstands von Ascha der Baron Weichs-Hofmark Falkenfels gebürtig, seine Profession ein Zimmerergesell ist persönlich erschienen und geziemet zu vernehmen gegeben, dass er das von Andren Schröttinger, Schuhmacher ingehabte Erbrechtshäusl und Gärtl zu Gschwendt mittels Anheiratung der Schröttingerischen Tochter an sich gebracht hat.“ 17.10.1767. 1
„Andre Schröttinger, Schuhmacher zu Gschwendt und Walburga dessen Ehefrau, Beistand Franz Xaver Hällmayr, Müller, bekennen und übergeben das Erbrechtshäusl und Gärtl zwischen dem Mühlbach und der Ortwiese zu Gschwendt, welche lt. Kaufbrief v. 29. Februar 1708 Michael Mändl käufl. an sich gebracht und 1743 während der Kriegszeit seiner leibl. Tochter Walburga Schröttinger und gleichfalls der geliebten Tochter Anna Maria und ihrem zukünftigen Ehemann Mathias Holmer, seine Profession ein Zimmergesell, übergeben hat.
Zeugen: Johann Georg Prengler und Joseph Schrötter, beide Schreiber zu Gschwendt. 07.10.1767.“ 2
In der Ehe werden sieben Kinder geboren:
03.10.1768 Martin
08.10.1769 Simon
27.04.1771 Johann
05.07.1773 Regina
10.08.1776 Mathias
18.06.1782 Johann Baptist
27.09.1784 Theresia
Der Sohn Matthias Holmer übernahm am 21. Dezember 1799 das Anwesen von seinem Vater für 140 Gulden. 3
„Mathias Hollmer, Häusler und Zimmermann zu Gschwendt und Maria, dessen Eheweib, anstatt welcher Stefan Hollmer abgeordnet, bekennen hiermit, [..] auch beiderseits aufhabend hohen Alters wegen übergeben zu haben den ingehabten und von ihrer Übergeber durch Erheiratung der Anna Maria Schrettinger, Häuslerswitwe an sich gebrachtes Häusl samt Gärtl, welches zum Spital erbrechtig grundbar ist, ihrem Sohn Mathias Hollmer um die Summe von 140 Gulden. Der Übernehmer muss seine vier Geschwister auszahlen:
- Martin Hollmer, 33 Jahre alt, ein gelernter Mühler – dermal in der Fremde, unwissend, wo er sich befindet
- Simon, 30 Jahre
- Johann, 18 Jahre
- Regina, 27 Jahre 21.12.1799.“ 4
Im Jahr 1802 heiratete Matthias Holmer Theresia Frankl, Tochter des Schusters Leonhard Frankl aus Forst.
„Der ehrbare Mathias Hollmer, Weber und Häusler von Gschwendt erscheint heute vor Gericht und bekennt, dass er sich mit der tugendsamen und selbst gegenwärtigen Theresia, Tochter des ehrbaren Leonhard Frankl, ½ Gütlers zu Forst und Katharina dessen Eheweib in ein eheliches Verlöbnis eingelassen hat. 10. 11.1802.“ 5
In der Ehe wurden fünf Kinder geboren:
20.08.1803 Mathias
15.07.1805 Jakob
19.08.1808 Katharina
15.01.1811 Sebastian
22.10.1812 Simon
Im Liquidationsprotokoll vom 6. November 1838 wird Matthias Holmer als Weber genannt.
Im Urkataster von 1842 erscheint er erneut als Besitzer, und das Anwesen wird als „1/16 Schustergütl – Beim Zimmermann“ bezeichnet.

Kleinbauernhaus. Eineinhalbgeschossig, mit Blockbau-Oberteil aus dem zweiten Viertel des 19. Jahrhunderts
aufgenommen Juni 2017
Quelle: Wikipedia
Am 30. August 1845 übernahm sein Sohn Simon Holmer das Haus für 600 Gulden. Simon war mit Maria Lehner verheiratet und hatte mit ihr drei Kinder:
15.01.1847 Joseph
21.05.1849 Johann Baptist
29.10.1850 Katharina
1876–1878 – Johann Baptist Holmer
Nach dem Tod seines Vaters Simon erbte Johann Baptist Holmer am 3. Januar 1878 das Anwesen. Johann Baptist war Weber von Beruf und gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Gschwendt, der er bereits am 21. Oktober 1876 beitrat. Seit 1876 war er mit Anna Gietlhuber aus Michelsneukirchen verheiratet.
Fünf Kinder gingen aus der Ehe hervor:
18.01.1877 Anna (+1918)
10.11.1878 Katharina
05.12.1881 Johann Baptist
08.04.1888 Alois
08.03.1890 Maria
1919–1937 – Übergabe an den Sohn
Im Jahr 1919 übernahm der Sohn Johann Baptist Holmer das Anwesen. Er heiratete Margaretha Dietl, Tochter des Söldners Georg Dietl aus Loitzendorf und seiner Frau Margaretha, geb. Zollner. Nach seinem Tod wurde 1937 seine Witwe Margaretha Holmer Alleinerbin des Hauses.6

1938 – Kauf durch Gottfried Bachmeier
Im Jahr 1938 erwarb Gottfried Bachmeier das Anwesen. Im selben Jahr heiratete er Maria Niedermeier aus Neukirchen. Der Kauf umfasste 6000 Reichsmark, inklusive 1500 Reichsmark Mobiliar, mit dem Hauptbesitz in Gschwendt Hs. Nr. 14 sowie Nebenbesitz in Ascha und Agendorf.

Freiwillige Feuerwehr Gschwendt: rechts Gottfried Bachmeier (Besitzer des Anwesens).
Links neben ihm Eduard Eyerer, Mitte Michael Landstorfer, Fahnenträger Konrad Landstorfer.
Bild ca. 1960 aufgenommen
Bild: Familie Landstorfer, Gschwendt

Bachmeier-Hof
aufgenommen vermutlich in den 1990er Jahren
Bild: Cornelia Landstorfer
Damit spannt sich die Chronik von 1708 bis 1940, zeigt die wechselseitigen Eigentumsverhältnisse, Familienverbindungen, Handwerksberufe und Besonderheiten des Hauses, insbesondere die Verbindung zu den Webern, Schustern und Zimmermann.
1 StA Landshut, Kommunalarchive, Rep. 219 (1589).
2 StALa, Kommunalarchive, Rep. 219 (1587).
3 StALa, Grundsteuerkataster 208.
4 StALa, Kommunalarchive, Rep. 219 (1594).
5 StALa, Kommunalarchive, Rep. 219 (1596).
5 StALa, Grundsteuerkataster 214.
Weitere Quelle:
BZAR Regensburg, Pfarrmatrikel Steinach
Das Zollner-Anwesen Hs.Nr. 66
1583/1623/1641/1691: Schuhbauernsölde – 1760: Hallmer Gütl - 1808: Pellkofer Hof Hs.Nr. 17 - 1838: Häusleranwesen
heute Hafner Str. 9
von Claudia Heigl
Erstes Benefiziatenhaus
In dem Landsteuer-Verzeichnis von 1699 wird dieses Anwesen als „altes Benefiziatenhaus“ bezeichnet.1 Dies lässt den Schluss zu, dass hier der Standort des ersten Benefiziatenhauses gewesen ist. Der Gutsbesitzer Max von der Wart stiftet um 1400 „eine wohlgebaute und wohlgelege Behausung, des Paul Fleischbauer seligen gewesen und von Hansen Pernzeller kauft“ an das Benefizium in Steinach.2
Die Lage war ideal. In unmittelbarer Nachbarschaft zur Kirche und zur damaligen Benefiziumskapelle St. Maria, die damals noch direkt an der Pfarrkirche auf dem Steinacher Friedhof stand, hatte das Haus einen wundbaren Blick auf den Bogenberg.
Als das Benefizium unter der Schlossherrin Anna von der Wart um 1550 einging und das Benefiziat über 30 Jahre verwaist lag, dürfte auch das Benefiziatenhaus von der Schlossherrin auf Leibrecht anderweitig vergeben worden sein.
Erst durch Wiguläus Hundt wurde das Benefizium 1583 wiedererrichtet. Zu dieser Zeit dürfte dann das spätere Benefiziatenhaus zwischen Kirche und Schloss von ihm erworben worden sein. Leider gibt es hierzu keinerlei urkundlichen Nachweise.

Hier auf der Uraufnahme wurde die Hofstelle mit der Hs.Nr. 67 eingezeichnet.
Ab 1838 hatte der Hof die Hs.Nr. 66
Quelle: Bay. Vermessungsverwaltung München, Bayernatlas
Bauernhof
1583 wird das Anwesen als Schuhbauernsölde bezeichnet, da ein Stefan Schuhbauer darauf das Leibrecht hat und Abgaben zahlt.3
Das Leibrecht bedeutet, dass er nur zu Lebzeiten das Nutzungsrecht auf dem Anwesen hat und es nach seinem Tod von der Hofmarksherrschaft, natürlich gegen eine Gebühr, wieder neu vergeben wird.
1623 folgt ein Ambrosy Schuhpauer, der mit seiner Mutter Margaretha darauf Leibrecht hat.4
Lt. Giltregister von 1641 ist ein haben Jakob und Barbara Fuchs auf der „Schuechpaur Sölde am KirchPühel“ das Leibrecht.5
Jakob ist seit 1639 mit der Bauerstochter Barbara Dirrigl von Unterniedersteinach Nr. 4 verheiratet.
Bei seiner Hochzeit wird der noch als Tagelöhner bezeichnet, ab 1640 erscheint er im Kirchenbuch als Söldner.
Das Ehepaar hat acht Kinder:
- Barbara *26.10.1640
- Magdalena *29.03.1642
- Gregor *02.06.1644
- Maria * 30.06.1646, Hoferbin
- Markus *01.11.1651, seit ca. 1676 Schuster in Steinach Nr. 68
- Jakob * 10.03.1654
- Paul *+ April 1656
- Barbara *16.06.1661 + 16.08.1699 mit 38 Jahren unverheiratet
1669 heiratet die Tochter Maria Fuchs den Bauerssohn Andreas Götzlbauer aus dem Getzlhof in dem Land ob der Enns.
Sie bringt sechs Kinder zur Welt:
- Gregor *1670
- Georg *1673 heiratet 1717 in einen Hof in Muckenwinkling ein (Hs.Nr.53) und wird dort Weber.
- Magdalena *1675
- Simon *+1678
- Simon *1680, Hoferbe
- Margaretha *1684
1699 zahlt Andre Gözlpauer von dem „alten Benefiziatenhaus“ 4 Schilling Pfennige Steuer. Das Haus wird mit 10 Pfund Pfennige bewertet.
Der Söldner besitzt außerdem zwei Ochsen und eine Kuh, für die er ebenfalls Steuer abführen muss.6
1708 übergibt der verwitwete Andreas Götzlbauer die Erbrechtssölde an seinen Sohn Simon, der die Bauerstochter Maria Schäffler von Roßhaupten zur Ehefrau nimmt.7
Eine Tochter mit Namen Walburga kommt von dem Ehepaar 1710 in Steinach zur Welt, dann zieht die Familie von Steinach fort.

Neuer Hofbesitzer werden um 1710 Georg und Elisabeth Echinger.
Georg ist der Sohn des Tagelöhners und Totengräbers Gregor Echinger, der gegenüber wohnt. Seine Ehefrau Elisabeth die Tochter des Hafners Georg Grüneisl von Steinach. Beide haben bereits 1701 geheiratet und werden seitdem als Schneiderseheleute bezeichnet.
Acht Kinder sind von Ihnen bekannt:
- Maria Margaretha *1705
- Johann Stephan *1707 heiratet 1734 Elisabeth Aichinger von Steinach und ist zunächst Schuster in Steinach und Agendorf, bevor er ab 1742 Kramer in Steinach Nr. 56 wird.
- Maria Ursula *1710
- Mathias (ca. 1713-1777) heiratet 1732 die Witwe Barbara Schötz von Münster Nr. 50
- Franz Andreas 1713-1717
- Georg *1715
- Johann Thomas *1719
- Maria (ca.1721-1768) Hoferbin
1747 übernimmt Tochter Maria den Hof und geht eine Ehe mit dem Kramerssohn Johann Joseph Berger von Steinach Nr. 55 ein.
Nachdem Joseph Berger nach fünfjähriger Ehe mit 32 Jahren stirbt heiratet die Witwe 1757 den Schusterssohn August Wallner von Geiselhöring.
Nach ihrem Tod vermählt sich der Witwer 1769 mit Magdalena Edbauer von Unterwachsenberg.

Interessanterweise wird das Anwesen 1760 im Hofanlagsbuch als „Hallmer Gütl“ bezeichnet. Es bleibt ein Rätsel, woher dieser Name kommt.8
Wahrscheinlich nach dem Tod von August Wallner 1792 verkauft die Witwe Magdalena Wallner das Anwesen an Johann und Maria Pellkofer von Stallwang.
Sie erwirbt im Gegenzug das Nachbaranwesen Nr. 64 (heute Kirchenparkplatz und Teil des Friedhofes in Steinach).
Sohn Kaspar Pellkofer übernimmt 1813 das Anwesen von den Eltern und nimmt die Bauerstochter Anna Maria Foidl von Rotham zur Ehefrau.

1835 tauschen Kaspar und Anna Maria Pellkofer ihr bisheriges Anwesen mit dem größeren Hof des Joseph Waas Hs.Nr. 55 (heute Fischer-Anwesen in der August-Schmieder-Str.40).

Aber bereits zwei Jahre später erwirbt der Müllerssohn Johann Pummer und seine Braut Katharina Dietl von Eben, das Anwesen von der Familie Waas.
1861 übergibt Johann Pummer den Hof an seinen unehelich geborenen Sohn Jakob Pummer. Bei dessen Hochzeit wird als Mutter eine Anna Wenninger angegeben.
Jakob heiratet Anna Gerstl, die Mutter seiner ebenfalls vorehelich geborenen Tochter Anna. (Siehe hierzu uneheliche Kinder.)
Im November 1879 übernimmt Tochter Anna Pummer das Anwesen von den Eltern und vermählt sich mit dem Bauerssohn Joseph Zollner von Englberg.
1885 errichtet Anna und Joseph Zollner neben dem alten Wohnhaus ein neues Haus, dass die Hs.Nr. 85 erhält.

Das alte Wohnhaus verkaufen sie am 23.12.1885 an Joseph’s Schwester Margaretha, die mit Joseph Amann von Oberwachsenberg verheiratet ist.
Das Ehepaar bewirtschaftete vorher einen Hof in Oberwachsenberg.
Zwei bekannte Kinder kamen in der Ehe zur Welt:
- Theresia (1874-1951) heiratet 1898 Johann Schwarz von Steinach Nr. 52 und 1903 dessen Bruder Ludwig.
- Maria (*1888) heiratet 1908 den Bauern Alois Knott von Steinach Nr. 32

Im März 1911 erwirbt ihr Neffe Joseph Zollner jun. das Haus wieder von seiner Tante. Im gleichen Jahr übernimmt er den Hof von den Eltern Joseph und Anna Zollner. Das ursprüngliche alte Bauernhaus bricht er später ab.
Somit sind beide Anwesen wieder zusammengeführt worden. Die Hofstelle behält die neue Hs.Nr. 85.
Die alte Hs.Nr. 66 erlischt.
1 Archiv für Heimatgeschichte, Landsteuer der Hofmark Steinach 1699, fol. 3
2 Schlicht Josef, Steinach – ein niederbayerisches Geschichtsbild, erschienen im Unterhaltungsteil des Straubinger Tagblatt am 26.02.1883
3 Schlicht Josef, Die Geschichte von Steinach, 1908, „Stift-, Kasten- und Salbuch über Schloß und Hofmarch Steinach 1583“
4 Archiv für Heimatgeschichte Steinach, Untertanen der Hofmark Steinach 1623
5 Archiv für Heimatgeschichte Steinach, Gilt und Ausstandregister der Untertanen zu Steinach 1641
6 Archiv für Heimatgeschichte, Landsteuer der Hofmark Steinach 1699, fol. 3
7 StA Landshut, Hofmark Steinach 405, Übergabevertrag von 1708, fol. 36'
8 BayHStA München, Kurbayern Hofkammer, Hofanlagsbuchhaltung Band 514, Hofanlagsbuch der Hofmark Steinach 1760
Weitere Quellen:
Schlicht Josef, Die Geschichte von Steinach, 1908, „Stift-, Kasten- und Salbuch über Schloß und Hofmarch Steinach 1583“
Archiv für Heimatgeschichte Steinach, Untertanen der Hofmark Steinach 1623
StA Landshut, Landschaft Unterlands Bd 1183, Steuerregister der Hofmarksuntertanen Steinach 1623
Archiv für Heimatgeschichte Steinach, Gilt und Ausstandregister der Untertanen zu Steinach 1641
Archiv für Heimatgeschichte Steinach, Stiftregister der Hofmark Steinach 1691
Archiv für Heimatgeschichte Steinach, Landsteuer der Hofmark Steinach 1699
BayHStA München, Kurbayern Hofkammer, Hofanlagsbuchhaltung Band 248, Konskription der Untertanen der Hofmark Steinach 1752
BayHStA München, Kurbayern Hofkammer, Hofanlagsbuchhaltung Band 514, Hofanlagsbuch der Hofmark Steinach 1760
StA Landshut, Rentamt Straubing B78, Häuser- und Rustikalsteuerkataster d. Steuerdistriktes Münster incl. Steinach 1808
StA Landshut, Rentamt Straubing B79, Umschreibebuch zum Häuser- und Rustikalsteuerkataster d. Steuerdistriktes Münster incl. Steinach 1814-1843
Vermessungsamt Straubing, Liquidationsprotokolle der Steuergemeinde Steinach von 1838
Schlicht Josef, Die Geschichte von Steinach, 1908, „Stift-, Kasten- und Salbuch über Schloß und Hofmarch Steinach 1583“
Archiv für Heimatgeschichte Steinach, Untertanen der Hofmark Steinach 1623
StA Landshut, Landschaft Unterlands Bd 1183, Steuerregister der Hofmarksuntertanen Steinach 1623
Archiv für Heimatgeschichte Steinach, Gilt und Ausstandregister der Untertanen zu Steinach 1641
Archiv für Heimatgeschichte Steinach, Stiftregister der Hofmark Steinach 1691
Archiv für Heimatgeschichte Steinach, Landsteuer der Hofmark Steinach 1699
BayHStA München, Kurbayern Hofkammer, Hofanlagsbuchhaltung Band 248, Konskription der Untertanen der Hofmark Steinach 1752
BayHStA München, Kurbayern Hofkammer, Hofanlagsbuchhaltung Band 514, Hofanlagsbuch der Hofmark Steinach 1760
StA Landshut, Rentamt Straubing B78, Häuser- und Rustikalsteuerkataster d. Steuerdistriktes Münster incl. Steinach 1808
StA Landshut, Rentamt Straubing B79, Umschreibebuch zum Häuser- und Rustikalsteuerkataster d. Steuerdistriktes Münster incl. Steinach 1814-1843
Vermessungsamt Straubing, Liquidationsprotokolle der Steuergemeinde Steinach von 1838
StA Landshut, Grundsteuerkataster (Rep.127) 10579, Umschreibehefte zum Urkataster der Gemarkung Steinach Hs.Nr. 1 – 72, 1843-1859
StA Landshut, Grundsteuerkataster (Rep.127 10583, Umschreibehefte zum 1. Renov. Kataster der Gemarkung Steinach Hs.Nr. 56 - Ende, 1859 – 1906
StA Landshut, Grundsteuerkataster (Rep.127 10587, Umschreibehefte zum 2. Renov. Kataster der Gemarkung Steinach Hs.Nr. 66-Ende, 1906 – 1960
BZAR Regensburg, Pfarrmatrikel der Pfarrei Steinach
Der heutige Kirchenparkplatz – ehemals Wallner-Hof Hs.Nr. 64
1583: Die Sölde neben der Kaplanei – 1623: Schrettenloher Sölde – 1641: Georg Fuxens Sölden Häusl – 1691: Fleischbauernsölde –
1760: Fux Sölde – 1808: Hs.Nr. 18 Wallner Hof Hs.Nr. 18 – ab 1838: Hs.Nr. 64 Wallner-Anwesen
von Claudia Heigl
Heute erinnert nichts mehr daran, dass sich an der Stelle des heutigen Kirchenparkplatzes einst eine alte Hofstelle befand.
Der frühere Garten ist heute Teil des Friedhofes sowie des Grundstücks, auf dem die Alte Schule steht.

Der Hof hat auf der Uraufnahme im Jahr 1827 die Hs.Nr. 65, später erhält er die Hs.Nr. 64
rechts der Vergleich von heute - Kirchenparkplatz, Friedhof, Alte Schule
Quelle: Bay. Vermessungsverwaltung München, Bayernatlas
1583 besitzt Michael Schretenloher die „Sölde neben der Kaplanei“ zur Freistift.1
Dies ist vergleichbar mit einem heutigen Pachtverhältnis. Meist wurde es auf drei oder sechs Jahre vergeben und musste dann wieder erneuert werden.
1623 finden wir darauf einen Georg Fuchs2zw. Andreas Fux3. Er besitzt das Leibrecht. Als Wert der Sölde wird 5 Schilling Pfennige angegeben.
Leibrecht bedeutet, dass er das Nutzungsrecht lebenslang hat. Danach wird es neu vergeben.
1641 besitzt „Georg Fuxens Sölden Häusl“ ein Georg Schleinkofer auf Leibrecht.4
Als nächster Besitzer ist erst wieder Georg Grimm bekannt. Er heiratet ca. 1678 eine Margaretha. Da die Hochzeiten aus dieser Zeit im Kirchenbuch fehlen, hat er wahrscheinlich in den Hof eingeheiratet.
Er stammt vom Wiedenhof in Steinach Nr. 30 ab. Als Beruf übt er das Weberhandwerk aus.
Drei Kinder des Ehepaares sind bekannt:
- Wolfgang (*28.06.1681)
- Michael (*30.08.1682), Hofnachfolger
- Magdalena (*06.08.1684)
Die Geburt seines dritten Kindes erlebt Georg nicht mehr. Im April 1684 stirbt er mit 36 Jahren. Im November geht die Witwe erneut eine Ehe mit dem Bauerssohn Martin Semmelbauer von Zisterau ein, der sich ebenfalls als Weber seinen Lebensunterhalt verdient.
1699 wird die Sölde auf 25 Pfund Regensburger Pfennige geschätzt.5
Am 04.10.1705 übergeben Margaretha und Martin Semmelbauer die Erbrechtssölde an ihren Sohn bzw. Stiefsohn Michael Grimm. Dazu gehört noch ein Viertelbau, worauf Hans Klein, Söldner alhier, das Leibrecht hat.6
Zwei Jahre nach dem Tod seiner Ehefrau vermählt sich Martin Semmelbauer am 09.02.1722 erneut mit der Einwohnerstochter Ursula Wasl von Münster.
Doch dem Ehepaar ist kein Glück beschieden. Eine Woche nach der Hochzeit stirbt die 33-jährige. Martin folgt ihr drei Monate später auf den Friedhof.
Michael Grimm heiratet 1705 Jahr die Bauerstochter Anna Bründl von Muckenwinkling.
Das Paar bekommt vier Kinder:
- Wolfgang (* 03.10.1707)
- Johann Michael (*24.05.1714 + 06.06.1778) heiratet 1750 in Pfelling die Bauerstochter Walburga Edenhofer von Liepolding und übernimmt mit seiner Braut den Hof der Schwiegereltern in Liepolding Nr. 63
- Mathias (*21.09.1717), Hoferbe
- Georg (* 02.04.1721)
Sohn Mathias übernimmt 1755 den Hof und nimmt die Bauerstochter Christina Fuchs von Steinach Nr. 12 zur Ehefrau.

Wahrscheinlich zwischen 1792 und 1800 erwirbt die Witwe Magdalena Wallner vom Nachbarhof Hs.Nr. 66 das Anwesen.
Am 02.04.1800 übergibt sie den Hof an ihren Sohn Joseph.
1803 heiratet dieser die Bäckerstochter Walburga Röckl von Steinach.
Fünf Kinder kommen in der Ehe zur Welt:
- Joseph (*1805)
- Anna Maria (*1806)
- Georg (*1808)
- Joseph (*1813)
- Johann Evangelist (1819-1880), Hoferbe
1861 übernimmt der jüngste Sohn Johann den Hof. Seine Braut ist die Hafnerstochter Anna Fuchs vom Nachbarhof Hs.Nr. 63.
Eine einzige Tochter stirbt mit drei Wochen.

Am 23.10.1878 verkauft das kinderlose Ehepaar das Anwesen an Andreas und Johanna Buchner.
Andreas war vorher als Müller in Steinburg ansässig. Nach der Übergabe der Mühle an seinen Sohn Josef, erwirbt er in Steinach das Anwesen.
1888 übernimmt Georg Buchner, ein Sohn aus erster Ehe des Andreas, den Hof. Als Ehefrau nimmt er die Gütlerstochter Katharina Eyerer von Gschwendt.

Das Haus wird eine Lehrerdienstwohnung
Am 14.04.1902 erwirbt die Gemeinde Steinach das Wohnhaus mit dem Garten um 8.000 Mark.

Das Lehrerwohnhaus und Gemeindekanzlei aufgenommen 1956
Bild: Archiv f. Heimatgeschichte Steinach
Das Haus dient von nun an als Lehrerdienstwohnung.
Seit 1900 hatte die Schule in Steinach neben dem Hauptlehrer noch zwei Hilfskräfte – einen zweiten Lehrer dazu entweder eine Schulverweserin oder eine Hilfslehrerin.
Für diese beiden zusätzlichen Lehrkräfte wurden nun Wohnungen in dem neu erworbenen Haus eingerichtet.
Lt. Josef Schlicht beliefen sich die Gesamtkosten für Ankauf und Umbau auf 12.000 Mark.7
Der Hauptlehrer wohnte mit seiner Familie im Alten Schulhaus neben der Kirche.
Als man 1959/1960 für den Neubau einer Grundschule in Steinach einen geeigneten Platz sucht, bietet sich der untere Gartenanteil der gemeindeeigenen Immobilie an. Pfarrer Gnogler verkauft zunächst einen kleinen Teil seines Pfarrgartens an die Gemeinde, damit der große Bau errichtet werden kann.

1960 wird die Alte Schule in den unteren Teil des Gartens gebaut.
aufgenommen 1973
Bild: Archiv f. Heimatgeschichte Steinach, Bestand Luftbildverlag Bertram
Auch die Gemeindekanzlei, die früher in der Alten Schule untergebracht war, wird in das Erdgeschoß des Lehrerhauses verlegt. Dafür werden das Haus und der Garten nochmals grundlegend renoviert.
In der Zeitung erschient am 27.10.1961 ein Artikel:8
„In letzter Zeit herrschte am Gebäude, in welchem die Gemeindekanzlei und die Lehrerdienstwohnung untergebracht sind, reges Treiben. Arbeiter des Bauunternehmens Kimberger, Steinach, waren damit beschäftigt, den schadhaften alten Verputz am Haus zu lösen und zu erneuern. Gleichzeitig wurde an der Wetterseite ein betonierter Wasserablauf geschaffen. Das Gestrüpp im und vor dem Vorgarten ist verschwunden, ebenso der schafhafte verrostete Drahtzaun. An seiner Stelle soll bald ein hölzerner Zierzaun treten. Auch das Gartentor wird noch erneuert werden. Schutt und Geröll müssen erst noch abgefahren werden. Dennoch bietet das haus jetzt schon ein gefälliges Bild; es ist kaum wieder zu erkennen. Richtig wirken wird es wohl erst, wenn auch der Hausgarten wieder bepflanzt sein wird. Auch am hause selbstwerden kleine Ausbesserungsarbeiten, wie z.B. eine teilweise Erneuerung des Ölfarbenanstrichs an Fenstern und Türen das Bild noch vervollkommnen. So nähert sich das alte Lehrerwohnhaus dem Eindruck, den der Fremde von der modernen Josef Schlicht-Schule mitnimmt.“
Am 8. November 1961 bezog Hauptlehrer Gottfried Hengster mit seiner Familie den ersten Stock des Hauses, das er bis ca. 1976 bewohnte.

1980 wurde der erste Teil des Friedhofes im Garten des Lehrerwohnhauses erweitert.
aufgenommen 1986
Bild: Archiv f. Heimatgeschichte Steinach, Bestand Luftbildverlag Bertram
Nachdem die Gemeindekanzlei bereits 1981 in das neu errichtete Rathaus übersiedelt war, wurde das Gebäude nicht mehr genutzt.
Der Friedhof im Garten des Lehrerwohnhauses war schon 1976 erweitert worden; 1989 wurde schließlich das alte Lehrerwohnhaus abgerissen und an seiner Stelle ein Parkplatz für die Kirche errichtet.
1 Schlicht Josef, Die Geschichte von Steinach, 1908, „Stift-, Kasten- und Salbuch über Schloß und Hofmarch Steinach 1583“
2 Archiv für Heimatgeschichte Steinach, Untertanen der Hofmark Steinach 1623
3 StA Landshut, Landschaft Unterlands Bd 1183, Steuerregister der Hofmarksuntertanen Steinach 1623
4 Archiv für Heimatgeschichte Steinach, Gilt und Ausstandregister der Untertanen zu Steinach 1641
5 Archiv für Heimatgeschichte Steinach, Landsteuer der Hofmark Steinach 1699
6 StA Landshut, Hofmark Steinach 405, Übergabevertrag von 04.10.1705, fol. 9'
7 Schlicht Josef, Die Geschichte von Steinach, 1908, S. 90
8 Straubinger Tagblatt Nr. 248 vom Freitag, den 27.10.1961
Weitere Quellen:
BayHStA München, Kurbayern Hofkammer, Hofanlagsbuchhaltung Band 248, Konskription der Untertanen der Hofmark Steinach 1752
BayHStA München, Kurbayern Hofkammer, Hofanlagsbuchhaltung Band 514, Hofanlagsbuch der Hofmark Steinach 1760
StA Landshut, Rentamt Straubing B78, Häuser- und Rustikalsteuerkataster d. Steuerdistriktes Münster incl. Steinach 1808
StA Landshut, Rentamt Straubing B79, Umschreibebuch zum Häuser- und Rustikalsteuerkataster d. Steuerdistriktes Münster incl. Steinach 1814-1843
Vermessungsamt Straubing, Liquidationsprotokolle der Steuergemeinde Steinach von 1838
StA Landshut, Grundsteuerkataster (Rep.127) 10579, Umschreibehefte zum Urkataster der Gemarkung Steinach Hs.Nr. 1 – 72, 1843-1859
StA Landshut, Grundsteuerkataster (Rep.127 10583, Umschreibehefte zum 1. Renov. Kataster der Gemarkung Steinach Hs.Nr. 56 - Ende, 1859 – 1906
BZAR Regensburg, Pfarrmatrikel der Pfarrei Steinach
Das Zollner-Anwesen Hs.Nr. 85
früher Hs.Nr. 66
heute Hafner Str. 9
von Claudia Heigl
Im November 1879 übernimmt Tochter Anna Pummer das Anwesen Hs. Nr. 66 (Hafner Str. 9) von den Eltern und vermählt sich mit dem Bauerssohn Joseph Zollner von Englberg.
1885 errichtet Anna und Joseph Zollner neben dem alten Wohnhaus ein neues Haus, dass die Hs.Nr. 85 erhält.
(Bis zur Einführung der Straßennamen erhielt jedes neu erbaute Haus in Steinach die nächst höhere Hausnummer, egal wo es erbaut wurde.)

vorne an der Straße das alte Bauernhaus, dahinter der Neubau von 1885, der die Hs.Nr. 85 erhält
aufgenommen 1956
Bild: Archiv f. Heimatgeschichte, Bestand Luftbildverlag Bertram
Das alte Wohnhaus verkaufen sie an Joseph’s Schwester Margaretha, die mit Joseph Amann von Oberwachsenberg verheiratet ist.
Das Zollner-Ehepaar hat zehn Kinder, von denen sechs im Kleinkindalter sterben. Vier Kinder erreichen das Erwachsenenalter:
- Franziska (*1883) heiratet 1909 Alois Meier
- Anna (*1885)
- Joseph (1887-1927), Hoferbe
- Maria (*1888) heiratet 1920 Joseph Pflügl

Das "neu" erbaute Zollner-Haus mit der Hs.Nr. 85
aufgenommen 1942
Familie Zollner, Steinach
Den Hof übernimmt im September 1911 der einzige Sohn Joseph. Im März desselben Jahres hatte er bereits das frühere Bauernhaus (Hs.Nr. 66) von seinem Onkel und Tante Joseph und Margaretha Amann erworben, dass später abgebrochen wird. Somit sind beide Anwesen wieder zusammengeführt worden. Die Hofstelle behält aber die neue Hs.Nr. 85.
1912 heiratet er die Söldnerstochter Therese Bachl von Steinach Nr. 8.
Zehn Kinder gehen aus der Verbindung hervor, von denen ein Zwillingspaar kurz nach der Geburt stirbt:
- Therese (1913-1979), verh. mit Otto Berger von Steinach Nr. 72
- Joseph (1915-1942), vermisst im 2. Weltkrieg
- Karolina (1918-1998)
- Karl (*1920)
- Maria (*1921) verh. Högerl
- Anna (1922-2009), verh. Langhans
- Franz Xaver (1925-2023), wohnhaft in Wolferszell
- Adolf (1927-2013), Hoferbe

Therese Zollner geb. Bachl und Joseph Zollner
mit den Kindern Josef und Therese
aufgenommen 1917
Bild: Familie Zollner
Kurz nach der Geburt des jüngsten Kindes, stirbt der 40-jährige am 11.08.1927 an Malaria und Brechdurchfall, eine Folge des ersten Weltkrieges. Die Witwe muss ihre acht Kinder zwischen 14 Jahre und 3 Monaten alleine großziehen.
hinten v.l.Karl (1920), Therese verh. Berger (1913), Joseph (1915), Karolina verh. Kohlmeier (1918),
vorne Mutter Theres Zollner (1885-1968), Maria verh Högerl (1921) Anna verh. Langhans (1922), Adolf (1927), Großmutter Zollner Anna geb. Pummer (1858-1942), Franz Xaver (1925-2013)
aufgenommen 1933
Bild: Familie Zollner, Steinach

Das Wohnhaus aufgenommen 1990 kurz vor dem Abriss
Das alte Haus wurde durch einen Neubau ersetzt.
Bild: Familie Zollner, Steinach

1952 übernimmt der jüngste Sohn Adolf (1927-2013) den Hof und ehelicht die Landwirtstochter Therese, geb.Bogenberger (1929-2024) von Steinach.
2024 wird das ehemalige Zollner-Anwesen von der Gemeinde Steinach erworben. Seit 2025 ist in dem Haus der Seniorentreff untergebracht.

aufgenommen im April 2025
Bild: Claudia Heigl
Quellen:
StA Landshut, Grundsteuerkataster (Rep.127 10583, Umschreibehefte zum 1. Renov. Kataster der Gemarkung Steinach Hs.Nr. 56 - Ende, 1859 – 1906
StA Landshut, Grundsteuerkataster (Rep.127 10587, Umschreibehefte zum 2. Renov. Kataster der Gemarkung Steinach Hs.Nr. 66-Ende, 1906 – 1960
BZAR Regensburg, Pfarrmatrikel der Pfarrei Steinach
Veröffentlicht: 27.12.2025

