Das Denk-Anwesen Hs.Nr. 47 ½
heute Bärnzeller Str. 2
von Claudia Heigl
Dieses Grundstück gehörte usprünglich zum sog. Seidl-Anwesen Hs.Nr. 51 an der Bärnzeller Straße.
1846 heiratete Georg Heigl von Aiterhofen die Seidl-Tochter Maria.
1864 errichtete das Ehepaar Maria und Georg Heigl ein neues Haus und veräußerte das alte Haus an das Ehepaar Joseph Kerscher und Cäcilia, geb. Trimpl von Euersdorf.
Nach dem Tod des Ehemannes verkaufte Maria Seidl das Haus 1876 an den Schneider Michael Heindl um 1.285 Mark. Ein Jahr später verkaufte dieser es jedoch weiter an Sebastian Färber und dessen Ehefrau Anna geb. Billinger, und übernahm im Gegenzug sein Elternhaus in der Götzstraße 8 (ehemals Hs.Nr. 28, später Arbeiterhaus).
Sebastian Färber war ein unehelicher Sohn der Söldnerstochter Katharina Färber1 von Steinach Nr. 53.
Nach dem Tod von Sebastian verkaufte die Witwe das Haus im Jahr 1909 für 1.800 Mark an Dominikus Lang aus München.
Am 30.01.1914 erwarb der Zachersdorfer Austragsbauer Johann Alt das Haus um 2.500 Mark, der jedoch nach sieben Monaten verstarb.
Seine Tochter Maria Alt erbte das Anwesen und verkaufte es 1920 an den Söldnerssohn Ludwig Handwerker aus Schwarzholz. Dieser heiratete die Schusterstochter Sofie Kirmer aus Steinach und arbeitete als Gemeindesekretär in Steinach.
1934 erwarb das Ehepaar Handwerker einen Bauplatz von Georg und Maria Landstorfer und errichtete darauf einen Neubau (Hausnummer 102, heute August-Schmieder-Str. 45).
Am 22.08.1935 verkauften Ludwig und Sofie Handwerker das Haus für 1.900 Goldmark an Peter (1900-1978) und Maria Fischer (1894-1973).
Aufnahme von Oktober 1973 mit dem neuen Straßenverlauf
Quelle: Archiv f. Heimatgeschichte Steinach NEG-STEI_41, Luftbildverlag Bertram
Durch Heirat änderte sich später der Familienname auf Denk.
1 Katharina (*1809) war die Tochter der Söldnersheleute Jakob Fäber und Katharina geb. Spießl von Steinach.
Weitere Quellen:
StA Landshut, Grundsteuerkataster (Rep.127) 10582, Umschreibehefte zum 1. Renov. Kataster der Gemarkung Steinach Hs.Nr. 1 – 55, 1859 – 1906
StA Landshut, Grundsteuerkataster (Rep.127 10586, Umschreibehefte zum 2. Renov. Kataster der Gemarkung Steinach Hs.Nr. 1-65, 1906 – 1960
BZAR Regensburg, Pfarrmatrikel der Pfarrei Steinach
Stand: 20.03.2025