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Die Hafner im Gemeinde- und Pfarrgebiet Steinach und im nördlichen Landkreis

 

 von Claudia Heigl

 

 

Steinach und Wolferszell sind weithin bekannt als Hafnerzentrum im Landkreis Straubing-Bogen.

Interessant ist, dass sich gerade um Steinach überproportional viele Hafner niederließen, während in vielen umliegenden Gemeinden gar keine oder nur vereinzelt solcher Handwerker zu finden sind.

Der Steinacher Schlossbenefiziat und Historiker Josef Schlicht schreibt in seiner 1908 erschienen Geschichte von Steinach: „das Dorf hatte 10 Hafnereien“. Weiter führt er auf: „von Wolferszell herauf betrat man die Hafnergasse, die bis zur Kirche Sankt Michael lief. Von den insgesamt 10 Töpfereien, die Steinach hatte und aus dem das halbe Gäuland seine Hafen, Suppenschüsseln, Bratreinen, Milchweitel und Trinkkrugeln abfuhr, waren die vier Haupthafner in dieser Gasse. Die letzte Hafnerei von Steinach erlosch 1880 mit Jakob Echinger.“

Aber wo waren die Hafnereien genau und wer waren diese Hafnerfamilien?

 

Spurensuche im Dorfgebiet

Hinweise auf dieses alte Gewerbe sind immer wieder im Zentrum des Dorfes zu finden.

1997 wird das Gasthaus Krone umfassend renoviert. Während die Archäologen gerade Bodenuntersuchungen in dem neu entstehenden Gewerbegebiet in Steinach durchführten, warf ein Grabungstechniker, der sich in der benachbarten Metzgerei eine Brotzeit holte, einen Blick auf die Baustelle. Er entdeckte in dem freigelegten Brunnen zufällig uralte Tonscherben. Aus den keramischen Funden konnte u.a. eine Bügelkanne zusammengesetzt werden, die vom Kreisarchäologen Karl Böhm auf das hohe Mittelalter (12. Jahrhundert) datiert wurde.
Im oberen Dorfzentrum werden immer wieder größere Mengen an Tonscherben gefunden, wie z.B. 2019 im alten Benefiziatengarten1, die auf den Betrieb einer Hafnerei hinweisen. Bei Umbauarbeiten in der Nachbarschaft wurde sogar ein alter Brennofen entdeckt. Diese Funde belegen die reiche Geschichte und die lange Tradition des Hafnerhandwerks in dieser Gegend.

 

buegelkannen

Rekonstruktion der Bügelkannen
Bild: Martin Waubke

 

 

Die Hafnereien vor dem 30-jährigen Krieg bzw. Überfall der Schweden

Der erste urkundliche Hinweis von Hafner in Steinach ist eine Rechnung aus dem Jahr 1481 für die Mahlzeiten des Augsburger Domkapitel in Straubing.2 Hierzu wurden „Häfen und irdene Bratpfannen von Stainach um 1 Gulden“ gekauft.
In dem von Schlicht beschriebenen Salbuch aus dem Jahr 1583 finden sich zehn Hafneranwesen, von denen neun an den Steinacher Hofmarksherrn Tegelgeld in Höhe von 5 Schilling 25 Regensburger Pfennige zahlen müssen.3  In Steinach gab es zu dieser Zeit insgesamt 52 Anwesen inkl. der ortsüblichen Gewerbe, wie Wirt, Müller, Bäcker, Metzger, Schmied, usw.

Die Hafner 1583 in Steinach:

Im unteren Dorf befanden sich zwei Anwesen sowie der Ziegelstadel der Hofmark.
Die übrigen acht Werkstätten waren im oberen Dorf angesiedelt, wo ein leichter Zugang zu den Rohstoffen (Tegel) gegeben war.

- Die Sölde am Bach neben der Mühle: Erasmus Hafner hat darauf Leibrecht (alte Hs.Nr. 7, heute Brunnenweg 6

- Die Steindlsölde: Die Witwe Margareth Scheibenkrug hat darauf Erbrecht (alte Hs.Nr. 38, heute Kirchweg 4)

- Die Imhofersölde: Sigmund Imhofer hat darauf Erbrecht (alte Hs.Nr. 39, heute August-Schmieder-Str. 24)

- Die Prölsensölde: Hans Holzer hat darauf Erbrecht (alte Hs.Nr. 44, heute August-Schmieder-Str. 30 u. 31)

- Die Ziflingersölde: Paul Ziflinger hat darauf Erbrecht (alte Hs.Nr. 52, heute August-Schmieder-Str. 35)

- Die Fischersölde: Hans Imhofer hat darauf Erbrecht (alte Hs.Nr. 50, heute Bärnzeller Str. 4)

- Die andere Bramsensölde: Die Erben des Wolfgang Brams haben darauf Erbrecht (alte Hs.Nr. 62, heute Hafnerstr. 4)

- Die eine Bramsensölde: Sibille Brams, Witwe des Paul Brams hat darauf Leibrecht (alte Hs.Nr. 63, heute Hafnerstr. 5)

- Die Hafnersölde am Tonberg: Magdalena, Witwe des Peter Hafner hat darauf Erbrecht (zahlt 1583 kein Tegelgeld) (alte Hs.Nr. 65, heute Hafnerstr. 6)

- Die Hafnersölde: Erasmus Hafner besitzt sie auf Freistift (alte Hs.Nr. 69, heute Hafnerstr. 14)

Nach 1600 werden noch zwei neue Häuser gebaut, in denen auch Hafner tätig sind:

- Die „Neue Hafnersölde am Tonberg“: 1623 zahlt der Hafner Hans Schwarz Abgaben (alte Hs.Nr. 48, heute Bärnzeller Str. 5)

- Das „Neue Häusl am Tonberg“: 1623 zahlt hier Jakob Scheibenkrug Abgaben. Die Scheibenkrug sind von 1583 auf der „Steindlsölde“ Hs.Nr. 38 als Hafner aufgeführt (alte Hs.Nr. 49, Bärnzeller Str. heute verschwunden)

Beide Anwesen sind im Stiftregister von 1641 – also nach den ersten Einfällen der Schweden – nicht mehr verzeichnet. Es ist davon auszugehen, dass die Bewohner getötet oder vertrieben wurden und die Häuser zerstört sind.

 

steinach hafner 1630

Die alten zehn Hafnereien in Steinach (braun)
die blau gekennzeichneten Hofstellen waren nur kurzzeitig Hafnereien und sind nach dem 30-jährigen Krieg wohl zerstört worden

 

 

Auch im benachbarten Wolferszell waren für den kleinen Ort überproportional viele Hafner ansässig.
In einem alten Salbuch aus dem Jahr 1579 finden sich drei Hafnereien in Wolferszell, die das Recht hatten „am Wolfsperg Tegel zu graben“.  Dafür mussten sie jährlich 24 Regensburger Pfennige an das Kastenamt nach Straubing abführen.4

 

Die Hafner 1579 in Wolferszell:

- Das Schneidergütl: Christoph Hafner; Grundherr Rentkastenamt Straubing (alte Hs.Nr. 8, heute Kreuzstr. 1)

- Das Mayerhofergütl: Wolf Huber; Grundherr Bürgerspital Straubing (alte Hs.Nr. 10, heute Chamerstr. 9)

- Das Müllergütl: Melchior Fuchs; Grundherr Kloster Oberalteich (alte Hs.Nr. 16, heute Mühlenweg 15)

 

wolferszell hafner 1630

 

 

 

Gschwendt

In Gschwendt wird 1606 ein Hafner urkundlich erwähnt:5

Das Hafnergütl: Paul Fischer übernimmt 1606 nach dem kinderlosen Tod von dessen Bruder Christoph das Anwesen (alte Hs.Nr. 5, heute Kinsachstr. 5). Paul Fischer ist auch als Hafner in Wolferszell Nr. 8 aufgeführt.

 

Ideale Bodenverhältnisse für Hafner

Die Bodenverhältnisse im nördlichen Gemeindegebiet boten ideale Voraussetzungen für die Hafner.

1872 wurde am Benefiziatenhaus ein Brunnen mit einer Tiefe von 57 ½ Schuh (≙ 16,8 m) gegraben.6 Dabei beschrieb der Benefiziat Josef Schlicht die Bodenschichten: „… eine sandige Erdart 6 Schuh, sandvermengter Tegel 18 Schuh, gelber und weißer Sand vermischt ein Schuh, blauer Tegel 3 Schuh, schlechter Halbtegel 9 Schuh, guter Hafnertegel 6 Schuh, dünne Gesteinsplatte, Mergel 7 Schuh, Flusssand 7 Schuh.“ 7

Dies dürfte hauptsächlich der Grund gewesen sein, warum in der Gegend so viele Familien dieses Gewerbe ausübten. Das Rohmaterial für die Töpferwaren war praktisch direkt vor der Haustür verfügbar und musste nicht weit transportiert zu werden.

Entlang des nördlichen Steinachbaches finden wir die Flurbezeichnung „Degelloh“ und „Degellohwiese“. An der nördlichen Gemeindegrenze deutet die Bezeichnung „auf der Spek“ auf den lehmigen Boden hin, der dort im Umfeld zu finden ist und sich zum Herstellen von Tonwarten gut eignet.
Diese örtlichen Gegebenheiten boten ideale Voraussetzungen für die Hafner, um ihr Handwerk auszuüben und trugen maßgeblich zur florierenden Tradition des Töpfergewerbes in der Region bei.

 

Die Hafnerzunft in Straubing

Die Hafner in Straubing und des Umlandes waren im Mittelalter und in der Neuzeit in Zünften organisiert.
Bereits im den sogenannten „Roten Buch“ der Stadt Straubing, dass um 1472 angelegt worden sein muss, werden die Bedingungen, die damals ein angehender Hafnermeister zu erfüllen hatte, erwähnt.

So musste ein jeder Hafner „der Meister werden will“, sechs Schilling Regensburger Pfennige bezahlen.
Der Sohn eines Meisters, oder jemand der eine Meisterstochter oder -witwe heiratet, ist „nichts schuldig zu geben“.

Diese Forderungen weichen im Prinzip nicht von jenen ab, die zu dieser Zeit auch von den neuen Meistern in anderen Handwerkszweigen erfüllt werden mussten. Auch hier ist schon die Tendenz erkennbar, dass den Söhnen von Meistern oder den Gesellen, die sich bereit erklärten, eine Meistertochter oder -witwe zu ehelichen, gewisse Vergünstigungen eingeräumt wurden. Hier sprach einerseits das Eigeninteresse der Handwerksmeister mit, den eigenen Söhnen die Übernahme der Werkstätte finanziell zu erleichtern, und andererseits wollte man einen Druck darauf ausüben, dass gegebenenfalls die hinterlassenen Töchter oder Witwen durch die Einheirat eines Gesellen versorgt wurden. In einer Zeit, in der man noch keine Witwen- und Waisenrenten kannte, war dies durchaus eine vernünftige Maßnahme.

Desweiterem ist in dem Buch noch die Wahl des Ober- und des Unterzechmeister, den Vorstehern der Zunft, geregelt. Dies muss unter Aufsicht des Stadtkämmerers und vor offener Lade einmal jährlich, am sogenannten „Hauptjahrestag“ erfolgen. Außerdem wird die alte Vorstandschaft an diesem Tag entlastet und die neuen Zechmeister vereidigt. An diesem Brauch hat sich über Jahrhunderte hinweg nichts geändert.

Erste genauere Einblicke der Hafnerzunft gibt uns ein Protokollbuch der Hafner aus dem Jahre 1679.
Die Hafner in Steinach und Wolferszell gehörten zur Straubinger Hauptlade.
Jedes Jahr, am letzten Montag im Juli, nahmen sie an der Jahreshauptversammlung in Straubing teil. Wenn Sie selbst nicht erscheinen konnten, schickten sie Vertreter zu diesem wichtigen Ereignis.
Neben den Steinacher und Wolferszeller Hafner waren noch in Gschwendt und in Au jeweils ein Hafner ansässig.
Daneben kamen noch drei Hafner von Straubing und Hafner von Bogen, Donaustauf, Dietfurt, Saulburg, Neukirchen, Kelheim, Schwarzach, Langquaid und Schierling 1679 zu dem Treffen.

Die Steinacher und Wolferszeller Hafner stellten an diesen Jahrestagen ihre neuen Lehrlinge vor oder ließen ihre bisherigen Lehrlinge freisprechen.

 

echinger werke

Erzeugnisse aus der Echinger-Werkstatt
Links: „Das letzte Abendmahl“, gefertigt 1804.
Rechts: Engel mit Kind – einst im Giebel des Wohnhauses Echinger in einer verglasten Nische aufgestellt. Auf der Rückseite im Ton eingeritzt: 14. Jäner 1879.

 

 

Die Hafner im 17. bis 20. Jahrhundert

Bei den Überfällen der Schweden in Steinach während des 30jährigen Krieges sind auch die Hafnereien betroffen.

Ende des 17. Jahrhunderts finden wir in Steinach nur noch fünf Hafner, dafür vier Hafner in Wolferszell, drei in Ascha und jeweils einen in Gschwendt und Falkenfels.

 

Die fünf Hafnereien in Steinach nach dem 30jährigen Krieg:

- Prechtl-Anwesen mit Hafnergerechtigkeit (alte Hs.Nr. 52, heute August-Schmieder-Str. 35)
Franz Xaver Stiglbauer (*1777) stirbt 1845 als letzter Hafner auf diesem Anwesen. Seine Witwe verkauft 1849 den Hof.

- Schmidbauer-Anwesen (alte Hs.Nr. 62, heute Hafnerstr. 4)
Der letzte Hafner auf diesem Anwesen war Simon Gierl (*1787). 1859 übernehmen die Tochter Katharina mit ihrem Ehemann Joseph Sachs das Anwesen, die es noch am gleichen Tag verkaufen.

- Stegbauer-Anwesen (alte Hs.Nr. 63, heute Hafnerstr. 5)
Als letzten Hafner treffen wir auf diesem Anwesen Georg Fuchs (1787-1870). 1861 übernimmt Tochter Anna zusammen mit ihrem Bräutigam Johann Wallner das Anwesen, der als Schuster tätig ist.

- Echinger-Anwesen (alte Hs.Nr. 65, heute Hafnerstr. 6)
Jakob Echinger (1849-1929) ist der letzte Hafner in Steinach. Lt. Josef Schlicht war der Werkstattschluss im Jahr 1880.

- Sieber-Anwesen mit Hafnergerechtigkeit (alte Hs.Nr. 69, heute Hafnerstr. 12)
Als Joseph Ring (* 1842) 1889 mit 47 Jahren stirbt, endet auch hier die lange Hafnertradition auf dem Anwesen.

 

steinach hafner 1700

 

 

Zu den bereits bekannten drei uralten Hafnereien in Wolferszell kommt noch ein Hof dazu:

- Das Schneidergütl: (alte Hs.Nr. 8, heute Kreuzstr. 1)
1877 tauscht der Hafner Johann Baptist Schuhbauer und seine Ehefrau Katharina das Hafneranwesen gegen den „Jägerhof Hs.Nr. 19“ in Wolferszell. 1881 stirbt der 55jährige letzte Schuhbauer-Hafner.

- Das Mayerhofergütl: (alte Hs.Nr. 10, heute Chamerstr. 9)
Mitte des 16. Jahrhunderts wird ein Hans Fux als Besitzer genannt. 1865 stirbt der letzte Hafner Joseph Ring mit 79 Jahren. Mit ihm endet die jahrhundertalte Hafnertradition auf dem Anwesen.

- Das Müllergütl: (alte Hs.Nr. 16, heute Mühlenweg 15)
Das Gütl ist benannt nach der Hafnersfamilie Miller. Der letzte Hafner auf diesem Anwesen war Joseph Dorfner, der 1862 mit 65 Jahren starb. Bereits 1848 hatte er das Anwesen verkauft und verdiente sich anschließend seinen Lebensunterhalt als Gemeindediener.

- Der Grüneislhof (alte Hs.Nr. 5, heute nicht mehr vorhanden)
Mit Simon Grüneisl (Grieniesen) kommt 1697 ein Hafner auf dieses Anwesen. Sein Sohn Mathias Grüneisl übernimmt das Anwesen mit dem Gewerbe.  1785 stirbt Mathias Grüneisl im Alter von 70 Jahren. Das Anwesen erbt die Tochter Anna Maria Grüneisl, die mit dem Wolferszeller Schmied Joseph Zwickenpflug verheiratet ist. Von 1785 bis 1788 übernimmt die Werkstatt der Hafner Anton Wiesinger von Ascha, der sich anschließend als Hafner in Münster ansässig macht. Nach ihm erlischt die Hafnertätigkeit auf dem Anwesen.

 

wolferszell hafner 1750

 

 

 

Der Hafner in Gschwendt

In Gschwendt befand sich das „Hafnergütl“ Hs.Nr. 5 (heute Kinsachstraße 5) an der Kinsach. 1606 übernimmt der Wolferszeller Hafner Paul Fischer, nach dem kinderlosen Tod von Fischers Bruder Christoph die Erbrechtssölde.9 Ab ca. 1630 finden wir darauf dessen Sohn Michael Fischer als Hafner. Es folgen die Hafner Schuhbauer, Dierlinger und Miller. 1773 heiratet Johan Georg Scherzer von Oberhunderdorf die verwitwete Theresia Miller. Auch er stammt aus einem alten Hafnergeschlecht. 1810 verkauft Georg Scherzer das Anwesen an Georg Foierl von Eggersberg, bleibt aber in Gschwendt wohnen. 1817 stirbt Georg Scherzer als letzter Hafner in Gschwendt im Alter von 63 Jahren.

 

 

Der Hafner in Au bei Ascha

1663 zieht der Hafner Stephan Pachmayer (Pamer) von Wolferszell nach Au und übt dort bis 1711 sein Gewerbe aus.
In Au bei Ascha lässt sich 1784 ebenfalls noch ein Hafner nieder. Joseph Reifmesser aus Schönberg heiratet 1784 die Kienberger-Tochter Anna Maria. Das junge Ehepaar übernimmt das „Irlböckergütl“ Hs.Nr. 37 (heute Au Hs.Nr. 6) von Anna Maria’s Eltern und betreibt dort das Hafnerhandwerk. Sohn Michael erbt die Hafnerei und betreibt das Gewerbe weiter. 1828 stirbt der 44jährige. Die Witwe heiratet erneut, doch der neue Ehemann Johann Wirth übt das Hafnerhandwerk nicht mehr aus.

 

 

Der Hafner in Münster

In Münster finden wir bis ins 18. Jahrhundert keine Hafnerwerkstätte. Erst als der Hafnerssohn Anton Wiesinger aus Ascha 1791 die verwitwete Häuslerin Maria Anna Ingerl heiratet, lässt sich mit ihm ein Hafner nieder. Anton hatte zunächst von 1785 bis 1788 die Hafner-Werkstatt des verstorbenen Mathias Grüneisl von Wolferszell Nr. 5 gepachtet. Mit der Heirat wird er Miteigentümer des Münsterer Anwesens und übt nun dort sein Gewerbe aus. Der Ingerl-Hof (alte Hs.Nr. 48, heute Berghofstr. 2) lag direkt neben dem Ziegelstadel des Chorherrenstifts St. Jakob und St. Tiburtius. Es ist daher anzunehmen, dass Anton Wiesinger auch für das Brennen der Ziegel zuständig war und das Herstellen der Töpferwaren nur eine untergeordnete Rolle spielte.

Nach dem Tod von Anton Wiesinger (+1817) veräußert die Witwe das Anwesen an den Hafner Thomas Platzer.  Bei seiner Hochzeit 1820 in Hengersberg wird er als Hafner in Pfaffmünster bezeichnet.
Platzer verkauft 1827 den Ingerl-Hof an einen Johann Wagner von Unterholzen.

1831 erwirbt er von Mathias Siebenhärl (Hs.Nr. 44, Tassilostr. 11) einen Teil des Gartengrundstücks und errichtet hierauf ein Haus mit Stallung und Stadel (Hs.Nr. 44 ½, Tassilostr. 13)

Sohn Anton Platzer (*1831) übernimmt 1866 das Anwesen und ist ebenfalls als Hafner tätig.

Wie lange Anton Platzer die Hafnerwerkstatt betreibt ist nicht belegt. Beim Tod seiner Ehefrau 1890 wird sie noch als Hafnersehefrau bezeichnet. 1910 übergibt Anton das Anwesen an seinen Sohn Joseph, der nicht mehr als Hafner arbeitet.

 

karte muenster hafner 2025

Die erste Hafnerei lag direkt neben dem Ziegelstadel.
1831 zieht der Hafner Thomas Platzer in die Tassilostraße um (hellbraun)

 

Expansion und Verbindungen der Hafnersfamilien im nördlichen Landkreis

 

Weitere Hafnersfamilien finden wir in Au vorm Wald, Steinburg/Gaishausen, Oberhunderdorf, Rattiszell und Stallwang zu denen es zum Teil enge Verbindungen zu den Steinacher und Wolferszeller Hafnersfamilien gibt.

 

steinach hafner 1750 kopie3

 

Die Hafner Mitte des 18. Jahrhunderts. 
Jeder Punkt zeigt eine Hafnerwerkstätte.

 

 

 

Ascha

Zeitreihe der Hafner in Ascha

 

Zu Beginn des 17. Jahrhunderts ist mit Andreas Löffler ein erster Hafner in Ascha nachweisbar. Er lebt auf dem späteren Schuhbauerngütl (alte Hausnummer 29, heute Seebauergasse 1). Zwei seiner fünf Söhne, Paul und Georg Löffler, ergreiffen ebenfalls das Hafnerhandwerk.

Paul Löffler übernimmt die väterliche Werkstätte. Seine Tochter heiratet Balthasar Pummer, einen Enkel des alten Ziflinger-Hafners in Wolferszell. Ihm folgt der Hafnerssohn Benedikt Schuhbauer aus Wolferszell. Nach dessen Tod heiratet der Hafnerssohn Andreas Wiesinger von Steinach Nr. 63 die Witwe und übernimmt das Anwesen. Die Familie Wiesinger betreibt hier bis 1791 das Hafnergewerbe. In diesem Jahr erwirbt Andreas Seebauer das Anwesen. Mit dem Tod seines Sohnes Joseph Seebauer im Jahr 1852 endet die lange Hafnertradition auf diesem Hof.

 

Der zweite Hafnersohn, Georg Löffler, übt ab etwa 1660 das Hafnerhandwerk auf dem späteren „Löfflergut“ (alte Hausnummer 30, heute Untere Dorfstraße 16) aus. Sein Sohn Michael Löffler führt zunächst die Werkstätte weiter, zieht jedoch 1695 als Hafner nach Miltach. Das Anwesen gelangt anschließend an den Hafnerssohn Gregor Wiesinger von Steinach Nr. 69, einen Bruder des Andreas Wiesinger. Ihm folgt sein Sohn Joseph Wiesinger als Hafner nach.

 

Auch auf der späteren „Mayersölde“ (alte Hausnummer 27, heute Untere Dorfstraße 24) ist seit der Mitte des 17. Jahrhunderts eine Hafnerei nachweisbar. Nach Michael Prambs erscheint Andreas Echinger als Hafner. Ihm folgen Georg Hagn (1770) sowie der Steinacher Hafner Sebastian Fuchs. Danach übernimmt Bartholomäus Wiesinger, ein Sohn des Gregor Wiesinger vom benachbarten Anwesen, die Werkstätte.

Durch die Heirat der Wiesinger-Witwe kommt der Hafnerssohn Joseph Miller von Steinach Nr. 69 auf das Anwesen. Ihm folgt Anton Seebauer aus Kienleiten, der eine Tochter der Familie Miller heiratete. Nach dessen Tod heiratet erneut ein Hafnersohn der Familie Wiesinger aus Steinach Nr. 63 die Witwe und führt die Werkstätte weiter. Dessen Tochter heiratet den Hafnerssohn Georg Schuhbauer aus Wolferszell Nr. 8. Durch Einheirat gelangt anschließend Josef Eidenschink auf das Anwesen. Schließlich heiratet 1853 der Hafnerssohn Josef Fuchs von Steinach Nr. 63 die Eidenschink-Witwe. Mit seinem Tod im Jahr 1875 erlischt auch hier das Hafnergewerbe.

 

Ab 1704 ist der Hafnerssohn Martin Stelzer von Steinach Nr. 52 auf dem Anwesen Hausnummer 6 (später Wagnergütl, heute Mühlweg 7–9) als Hafner nachweisbar. Sein Sohn Adam Stelzer und sein Enkel Johann Stelzer führen das Handwerk fort. Mit dem Tod Johann Stelzers im Jahr 1817 endet auch auf diesem Anwesen das Hafnergewerbe.

 

Ein weiterer Sohn des Hafners Gregor Wiesinger lässt sich um 1750 auf dem Anwesen Hausnummer 13 (später Duschlgütl, heute Straubinger Straße 6) als Hafner nieder. Bereits 1767 verläßt er jedoch mit seiner Familie Ascha.

Zeitweise waren somit drei Hafner der Familie Wiesinger gleichzeitig im Ort tätig.

 

Fakenfels

Als erster Hafner in Falkenfels ist um 1683 Johann Stubenhofer nachweisbar. 1690 präsentiert er auf der Zunftversammlung der Straubinger Hafner sein Meisterstück.10 Bereits 1695 stirbt er jedoch kinderlos.

Ihm folgt Leonhard Mayr, der die Hafnerei bis zu seinem Tod im Jahr 1727 betreibt. Danach gelangt das Anwesen durch Heirat der Witwe an den Hafnerssohn Michael Pummer aus Wolferszell Nr. 10. Das Ehepaar bleibt zunächst in Falkenfels ansässig, bis der Sohn der Witwe aus erster Ehe, Christopher Mayr, im Jahr 1741 die Werkstätte übernimmt. Daraufhin zieht das Ehepaar nach Wolferszell.

1794 übernimmt Johann Georg Mayr, ein Sohn des Christopher Mayr, das Anwesen. 1822 geht die Hafnerei an dessen Tochter Anna Maria Mayr über, die den Hafnerssohn Andreas Seebauer aus Ascha heiratet. Ihr Sohn Andreas Seebauer übernimmt das Anwesen 1851.

Ca. 1871 erwirbt der Hafnerssohn Joseph Dietl aus Rattiszell das Hafneranwesen in Falkenfels.

 

 

Zeitreihe der Hafner in Au vorm Wald, Steinburg/Gaishausen, Oberhunderdorf, Rattiszell

Au vorm Wald

1628 wird Erhard Scherzer in den Kirchenbüchern erstmals als Hafner in Au vorm Wald erwähnt. Bereits 1637 erscheint er jedoch als Hafner in Gaishausen. 1664 stirbt er schließlich als Hafner in Oberhunderdorf.

1653 wird der Hafner Martin Schneider aus Au vorm Wald als Trauzeuge genannt.

1663 zieht der Wolferszeller Hafner Stephan Pachmair (Wolferszell Nr. 8) nach Au und begründete dort eine Werkstätte. Sein Sohn Jakob Pachmair übernimmt diese 1709. Ab 1717 wird Norbert Kellner als Hafner in Au genannt. 1751 heiratet seine Witwe den Hafner Joseph Feyrsinger (Feiersinger). Dieser ist 1784 bereits als Hafner in Bogen nachweisbar. Danach wird in Au vorm Wald kein Hafner mehr erwähnt.

 

Steinburg/Gaishausen

Ab 1643 wird Mathias Pachmaier als Hafner in Gaishausen genannt. Nach seinem Tod heiratet seine Witwe 1650 den Wolferszeller Hafner Michael Fuchs.

1671 übergibt Fuchs die Hafnerei seinem Stiefsohn Gregor Pachmair. Ihm folgten als Hafner Paul Pachmair (1699), dessen Sohn Martin Pachmair (1730) sowie Bernhard Pachmair (1762).

1801 heiratet der Wolferszeller Hafnerssohn Jakob Schuhbauer die Tochter des Bernhard Pachmair und übernimmt die Werkstätte. Mit seinem Tod im Jahr 1829 endet das Hafnergewerbe in Steinburg.

 

Oberhunderdorf

1664 stirbt der Hafner Erhard Scherzer in Oberhunderdorf. Das Anwesen übernimmt sein Sohn Christoph Scherzer, dem 1691 sein Sohn Johann Scherzer und 1739 dessen Sohn Norbert Scherzer im Handwerk nachfolgen.

Nach dem Tod Norbert Scherzers im Jahr 1786 scheint keiner seiner Söhne das Hafnerhandwerk weitergeführt zu haben. Erst 1827 läßt sich mit dem Hafnerssohn Johann Baptist Ring von Steinach Nr. 69 wieder ein Hafner in Hunderdorf nieder.

 

Rattiszell

Als erster Hafner in Rattiszell ist ab 1688 Simon Resch nachweisbar. Er stammt aus Oberniedersteinach und hatte seine Ausbildung beim Wolferszeller Hafner Georg Schuhbauer erhalten. Nach Ablegung seines Meisterstücks läßt er sich 1688 in Rattiszell nieder.10

1723 folgt ihm sein Sohn Simon Resch im Handwerk nach. Ab 1758 erscheint der Hafner Johann Haizmann aus Sieberding bei Iggensbach in den Quellen. Er dürfte ein Nachfahre des Steinacher Hafners Urban Haizmann sein, der von 1642 bis 1650 in Steinach Nr. 39 ansässig war und anschließend nach Iggensbach verzog.

1784 übernimmt Johann Haizmann der Jüngere die Werkstätte seines Vaters.

1833 heiratet Therese Bornschlegl, eine Nichte Johann Haizmanns, den Agendorfer Bauerssohn Mathias Dietl, der die Hafnerei weiterführt. Sein Sohn Balthasar Dietl übernimmt 1869 den Betrieb. Mit dessen Tod im Jahr 1887 endet das Hafnergewerbe in Rattiszell. Seine Witwe heiratet den Hafner Joseph Ring aus Steinach Nr. 69 und zieht zu ihm nach Steinach.

 

Stallwang

1683 heiratet der Bauerssohn Sebastian Härtl aus Altenthann die Wolferszeller Wirtstochter Maria Schink und läßt sich als Hafner in Stallwang nieder.

1710 erwirbt der Steinacher Hafner Georg Grüneisl die Hafnerei in Stallwang und verlegt seinen Wohnsitz dorthin. Sein Anwesen in Steinach verkauft er an Joseph Lankes.

1743 übernimmt Andreas Grüneisl die Werkstätte seines Vaters, 1784 folgt Joseph Grüneisl. 1824 führte wiederum ein Sohn namens Joseph Grüneisl die Hafnerei weiter.

1846 heiratet der Müllersohn Josef Bernhard die Hafnerstochter Anna Grüneisl und setzt den Betrieb fort. 1855 erwirbt Josef Nirschl das Anwesen. 1867 heiratet Michael Reisinger die Witwe des Vorbesitzers und übt das Hafnerhandwerk bis zu seinem Tod im Jahr 1872 aus.

 

 

Die Hafnerfamilien

Da die Hafner in unserer Region der Straubinger Zunft angehörten, unterlag die Ausübung des Handwerks sowie die Niederlassung mit einer eigenen Werkstätte strengen Regelungen. Die Hafner bildeten dadurch eine klar abgegrenzte, vergleichsweise kleine Berufs- und Gesellschaftsgruppe.

Für das Gemeindegebiet Steinach und den nördlichen Landkreis lassen sich folgende Hafnerfamilien nachweisen:

- Ammerling (1641) Steinach Hs.Nr. 38

- Artmann (1720 – 1757) Steinach Hs.Nr. 52

- Bachmeier (Pachmayer, Pamer) (1659 – 1695) Steinach Hs.Nr. 52; Wolferszell Nr. 8; Au b. Ascha, (1643-1801)  Au vorm Wald; Steinburg/Gaishausen

- Bernhard (1846-1857) Stallwang

- Brams (Prambs) (1583 – 1623) Steinach Hs.Nr. 62, 63;
- Brams (Prambs) (1661-1684) Ascha Hs.Nr. 27

- Dierlinger (1722 – 1810) Steinach Hs.Nr. 69; Gschwendt Hs.Nr. 5

- Dietl (1833-1887) Rattiszell, Falkenfels

- Dorfner (1836 – 1848) Wolferszell Hs.Nr. 16

- Ehinger (1695-1698) Ascha Hs.Nr. 27
- Echinger (1848 - 1880) Steinach Hs.Nr. 65

- Eidenschink (1841-1852) Ascha Hs.Nr. 27

- Feiersinger (Feyrsinger) (1750-1792), Au vorm Wald, Bogen

- Fischer (1592-1640) Wolferszell Nr. 8; Gschwendt Hs.Nr. 5

- Freimuth (1579 – 1806) Steinach Hs.Nr. 52; Wolferszell Hs.Nr. 16

- Fuchs (1621-1870), Wolferszell Nr. 8, 16; Au vorm Wald, Steinburg/Gaishausen, Steinach Hs.Nr. 63, Ascha Hs.Nr. 27

- Gierl (1826 – 1859) Steinach Hs.Nr. 62

- Grüneisl (Grieneisen) (1669 – 1844) Steinach Hs.Nr. 62, 65; Wolferszell Hs.Nr. 5, Stallwang

- Härtl (1683-1708) Stallwang

- Haizmann (1641-1650) Steinach Hs.Nr. 39; Rattiszell

- Haizer (1758 – 1770) Steinach Hs.Nr. 52

- Holzer (1583) Steinach Hs.Nr. 44

- Huber (1623 - 1638) Steinach Hs.Nr. 63

- Imhofer (1583 – 1623) Steinach Hs.Nr. 39, 50 52

- Kellner (1717-1750) Au vorm Wald

- Klein (1712-1728) Steinach Hs.Nr. 65

- Lankes (1713 - 1754) Steinach Hs.Nr. 62

- Löffler (ca.1628-1696) Ascha Hs.Nr. 29, 30

- Mayr (1715-1805) Falkenfels

- Mayerhofer (1762- 1821) Wolferszell Hs.Nr. 10

- Miller (1647 - 1818) Steinach Hs.Nr. 62, 69; Wolferszell Hs.Nr. 16; Gschwendt Hs.Nr. 5

- Nirschl (1857-1876) Stallwang

- Permaier (1623) Steinach Hs.Nr. 65

- Pichl (1641) Steinach Hs.Nr. 65

- Platzer (1820-1910) Münster Hs.Nr. 48, 44 ½

- Pummer (1669 – 1781) Wolferszell Hs.Nr. 10, Ascha Hs.Nr. 29

- Ranzinger (1780 – 1811) Steinach Hs.Nr. 63

- Reisinger (1867-1872) Stallwang

- Resch (1688-1776) Rattiszell

- Ring (1781 – 1889) Steinach Hs.Nr. 69; Wolferszell Hs.Nr. 10; Oberhunderdorf

- Scheibenkrug (1583-1640) Steinach Hs.Nr. 38, 49

- Scherzer (1780 – 1810) Gschwendt Hs.Nr. 5, (1628-1633) Au vorm Wald, (1637-1644) Steinburg, (1663-1786) Oberhunderdorf

- Schützinger (1810 – 1836) Steinach Hs.Nr. 69; Wolferszell Hs.Nr. 16

- Schuhbauer (1623 - 1881) Steinach Hs.Nr. 62; Wolferszell Hs.Nr. 8, 16; Gschwendt Hs.Nr. 5, Ascha Hs.Nr. 27, 29; Steinburg/Gaisenhausen

- Schwarz (1623) Steinach Hs.Nr. 48

- Seebauer (1767-1864) Ascha Hs.Nr. 27, 29, Falkenfels

- Spießl (1640) Steinach Hs.Nr. 38

- Spießl (1785 -1836) Steinach Hs.Nr. 62

- Stahl (1901-1908) Steinach Hs.Nr. 15 ½

- Stangl (1695 – 1728) Steinach Hs.Nr. 52

- Stelzer (1668-1688) Steinach Nr. 52; Ascha Hs.nr. 6

- Stiglbauer (1806 – 1845) Steinach Hs.Nr. 52

- Strohmair Erasmus (1583) Steinach Hs.Nr. 7

- Stubenhofer (1683-1695) Falkenfels

- Wiedenbeck (1659 – 1686) Steinach Hs.Nr. 63

- Wiesinger (1684 - 1817) Steinach Hs.Nr. 63, Münster Hs.Nr. 48; Ascha Hs.Nr. 27, 29, 30, 13

- Ziflinger (1583 – 1669) Steinach Hs.Nr. 50, 52, 69; Wolferszell Hs. Nr. 10

Neuzeit

1901 erwirbt der Maurerssohn und Hafner Ludwig Stahl von Rattiszell ein Haus im unteren Dorf (Hs.Nr. 15 ½, heute August-Schmieder-Str. 7).
Er baut an das kleine Haus eine Werkstätte mit Brennofen an. Aber bereits sieben Jahre später verkauft er das Haus wieder und zieht nach Atting.

Wie es der Zufall will, eröffnet Martin Waubke 1990 in dem Familienanwesen auf der Spek eine Töpferwerkstatt. Zusammen mit seiner Ehefrau Katharina Heusinger, die ebenfalls Töpfermeisterin ist, führt er das Handwerk fort. Seit 1999 betreiben die beiden gemeinsam eine Werkstatt mit angeschlossenem Laden auf der Spek.

Damit ist dieses in unserer Gegend relativ seltene und traditionsreiche Handwerk bis heute in der Gemeinde Steinach lebendig geblieben.

 

 

1 Beim Bau eines neuen Einfamilienhauses wurde der Garten archäologisch untersucht und diverse Tonscherbengruben gefunden.
2 Keim Jos., Domkapitlische Mahlzeiten in Straubing, veröffentlicht im Jahresbericht des Hist. Vereins f. Straubing 64. Jg. 1961, S. 32
3 Schlicht Josef, Die Geschichte von Steinach, 1908, „Stift-, Kasten- und Salbuch über Schloß und Hofmarch Steinach 1583“
4 StA Landshut, Rentkastenamt Straubing B38, Sal- und Urbarsbuch des Rentkastenamt Straubing, Band II 1579-1807, fol 149‘, 150, 156
5 Stadtarchiv Straubing, Salbuch des Bürgerspital Straubing 1630
6 Ein bayerischer Schuh (Fuß) entspricht 29,2 cm
7 Schlicht Josef, Die Geschichte von Steinach, 1908, „Stift-, Kasten- und Salbuch über Schloß und Hofmarch Steinach 1583“,S. 81
8 Stadtarchiv Straubing, Rep. II, Abt. 1dd1, Nr. 15, Protokollbuch der Hafner 1679 - 1707
9 Jahresbericht des Hist.Vereins f. Straubing u. Umgebung, 98.Jhg. 1985, Geschichte der Spitalstiftungen in Straubing, S.247 
10 Stadtarchiv Straubing, Rep. II, Abt. 1dd1, Nr. 15, Protokollbuch der Hafner