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Die alte Pfarrkirche und heutige Friedhofskirche St. Martin

 

 

Die Martinskirche ist die frühere Pfarrkirche von Münster. Einer der Chorherren war stets Pfarrer von St. Martin. Heute wird die Kirche als Neben- und Friedhofskirche genutzt. Die Baulast trägt die politische Gemeinde Steinach. Die Kirche sollte 1803 als entbehrlich abgebrochen werden, nachdem durch die Säkularisation und die dadurch einhergehende Enteignung des Chorherrenstifts in Straubing, die St. Tiburtius-Kirche zur Pfarrkirche ernannt wurde. Die Münsterer Bürger setzten sich aber vehement für den Erhalt des Bauwerks ein. Die Abbruchabsicht wurde nun aufgegeben, der Staat verpflichtete aber die Gemeinde, künftig für den baulichen Unterhalt zu sorgen.

 

Muenster Kirchen

 links die Friedhofskirche St. Martin
aufgenommen 2016
Bild: Albert Lindmeier

 

Die Kirche ist ein romanischer Bau vom Ende des 12. Jahrhunderts, der im 18. Jahrhundert durch Umgestaltung der Decken und Fenster verändert wurde. Der Turm an der Südseite hat gekuppelte Rundbogen-Schallöffnungen und ein Satteldach mit originellen spätgotischen Treppengiebeln.

An der Westseite des Langhauses ist ein Ölbergrelief aus spätgotischer Zeit (1487) in die Wand eingelassen. In der rechten Ecke der knieende Stifter, Chorherr Johannes Atzinger, mit Wappen.

 

12 Oelberg
Bild: Albert Lindmeier

 

 

In der Vorhalle befindet sich ein römischer Grabstein, der von den Chorherren in der Renaissance-Zeit als Altertum nach Münster gebracht wurde. Der Grabstein ist für den Offizier Aurelius Amandus, von der 2. Italienischen Legion, geschaffen worden.

 

34 Roemerstein
Bild: Albert Lindmeier

 

 

38 Kirchenschiff

Bild: Albert Lindmeier

 

 

 

 

 

 

Der Hochalter:

Barock um 1720. Altarblatt mit der Mantelteilung des hl. Martin. Seitlich die Figuren des hl. Josef mit Jesuskind (links) und der Mutter Anna mit dem Kind Maria (rechts), Antependium mit der Weihnachtsgeschichte.

 

40 Hochaltar

 

Nördlicher Seitenaltar

Wohl Spätrenaissance mit Stifterwappen der Straubinger Patrizierfamilie Preu. Anstelle eines Altarbildes die Figur des hl. Stephanus. Barocker Christus, spätgotische Barbara. Der linksseitig etwas zugeschnittene Altar stand früher woanders.

Noerdlicher Seitenaltar

aufgenommen 2016
Bild: Albert Lindmeier

 

 

Südlicher Seitenaltar

Barock um 1720. Anstelle eines Altarbildes Muttergottes mit Kind, derzeit in der Tibutiurskirche. Im Aufzug Engel und Holzfigur des hl. Wolfgang, spätgotisch um 1480.

 

46 Suedl Seitenaltar n 10

 

 

Deckengemälde

Über dem Hochaltar Tod des hl. Martin, im Langhaus die Aufnahme des hl. Martin in den Himmel von Joseph Anton Merz, der auch die Oberalteicher Kirche ausmalte.

FO MUEN 40

 Aufnahme des heiligen Martins in den Himmel
aufgenommen 2006
Bild: Albert Lindmeier

 

 

 

Text: Hans Agsteiner

 

 

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