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ASV Steinach e.V.

- Abteilung Fußball -

 

Um 1930 schlossen sich einige Fußballbegeisterte als FC Steinach zusammen und bestritten bis 1938 einige Freundschaftsspiele gegen Nachbarschafts-Mannschaften.

 

1930 1 MA

1. Mannschaft des FC Steinach von 1930

stehend v.l.: Bachl Xaver, Sieber Xaver, Sieber Hans, Meier Karl, Pfeilstifter Alois, Prielbeck, Geislinger Ludwig, Bachl Michael
liegend v.l.: Kiefel Wilhelm, Heimerl Hans, Kiefel Ludwig

 

 

1930 2 MA

2. Mannschaft des FC Steinach von 1930

stehend v.l.: Meier Jackl, Bielmeier Richard, Sieber Hans, Hartberger Ludwig, Kiefel Willi, Haimerl Karl, Hien Ludwig, Bugl Josef
liegend v.l.: Huber Ludwig, Haimerl Ludwig, Sieber Karl

 

 

Der damalige Bürgermeister Ludwig Niggl pachtete von der Kirchenstiftung Steinach die sog. Kreuzwiese an der unteren Kirchgasse (heute stehen hier die Häuser vom Pfründeweg) um hierauf für die Jugend in Steinach einen Dorfsportplatz zu errichten.

AK STEI 43

Der alte Fussballplatz am Kirchweg, heute stehen hier Häuser (Pfründeweg)
Quelle: Auszug aus einer Ansichtskarte von 1953

 

Da nach dem Krieg viele jungen Flüchtlingen und Kriegsvertriebenen aus dem Osten Europas in Steinach lebten (im Neuen Schloss wohnten zeitweise 300 bis 350 Personen), entstand die Idee, zur Freizeitgestaltung einen Sportverein zu gründen. Am 23. Mai 1947 fand im Gasthaus Thanner die Gründungsversammlung statt, bei der ca. 100 Personen anwesend waren. Das war die Geburtsstunde des Allgemeinen Sportverein Steinach e.V. (ASV Steinach). Als Vereinsfarben wurde Rot/Weiß gewählt.

 

ASV logo

 

Als Gründungsvorstand taten sich hervor:

1. Vorstand: Kirmer Johann
2. Vorstand: Jobst Ludwig
Kassier: Bolbecher Karl
Schriftführer: Handwerker Ludwig

Der alte Sportplatz wurde wiederbelebt. Umkleiden und waschen mussten sich die Spieler zu Hause. Die Gäste konnten sich im 200 m entfernten Gasthaus Thanner, das auch zugleich als Vereinslokal des ASV diente, umziehen.

Da die Wiese unter dem Hangwasser der höher gelegenen Ortschaft litt (die ursprünglichen kleinen Weiher zum Auffangen dieses Wassers waren schon vor ewiger Zeit verfüllt worden), war der Platz bei nasser Witterung sehr durchnässt.

 

1958 1

Mannschaft 1958

 stehend von links: Neidl Helmut, Stadler Franz, Fischer Josef, Neumeier Max, Wilhelm Alfons
mitte von links: Simmel Ignaz, Thanner Max, Jobst Adolf
vorne von links: Bartl Josef, Nickles Heinrich, Langer Gerhard

 

Eine originale Filmaufnahme aus dem Jahr 1959 zeigt humorvoll ein Fußballspiel des ASV Steinach gegen Mitterfels aus dem „Flossenstadion“ unter diesen widrigen Umständen.

 

 

Gefilmt von Josef Schneider, ehem. Bürgermeister der Gemeinde Steinach, bearbeitet von seinem Sohn Detlev Schneider

 

 

 

Aufgrund der mangelhaften Umkleide- und Waschmöglichkeiten errichtete der Verein 1973 eine provisorische Umkleidekabine mit Dusche, da zu dieser Zeit bereits konkrete Pläne für den Neubau eines neuen Sportplatzes mit Umkleidekabinen vorlagen.

1974 tauschte die Gemeinde Steinach mit der Gutsverwaltung Steinach unter Gutsdirektor Ewald Grundler, der für sportliche Angelegenheiten stets aufgeschlossen war, Grundstücke ein und erwarb die sog. Bognerwiese für den Bau des neuen Fußballplatzes. Der ehemalige Saatzuchtleiter Erich Frank erstellte einen Plan für den Aufbau des Untergrundes und der Rasentragschicht. Der Platz wurde von den Vereinsmitgliedern angelegt. Am 01.04.1974 wurde der Humus von dem Gelände mit einer Raupe abgeschoben und in Mieten am Rande gelagert. Nach einer weiteren Nivellierung wurden die Drainagen eingebaut und mit Haferstoh abgedeckt, damit diese nicht verschließen. Die Gutsverwaltung, sowie Landwirte der Orte Steinach, Agendorf und Hoerabach fuhren für den ASV die Roulierung (groben Kies) heran, die in Handarbeit in die Drainagegräben verteilt wurden. Nach dem Aufbrinden einer Filter-Kiessicht wurde die gesamte Fläche mit dem seitlich gelagertem Humus in einer Stärke von 15 cm abgedeckt. Aus Kostengründen wurde dann gewaschener Putzsand mit Lkws aufgebracht, mit einer Raupe verteilt und eingefräst. Am 13. Juni 1975 war die Rasentragschicht soweit vorbereitet und geebnet, daß die Einsaat vorgenommen werden konnte. Von der Saatzucht Steinach wurde das hochwertiges Saatgut LORETTA-Rasenmischung (das auch im Olympia-Stadium in München zum Einsatz kam) kostenlos zur Verfügung gestellt. Im westlichen Strafraum wurde erstmalig die "Lägerrispe", dass eine besonders trittfeste, hellgrüne Grasnabe bildet, eingesät. Die Ansaat, sowie die Pflege in den ersten Wochen wurde durch den damaligen Saatzuchtleiter Philipp Berner und seinen Mitarbeitern durchgeführt.

1976 fand das erste Fußballspiel auf dem neuen Platz statt. Zum 30jährigen Gründungsfest des ASV, wurde der Sportplatz 1977 offiziell eingeweiht.

1978 wurden die Umkleidekabinen mit Hilfe der Gemeinde erstellt.

1978/1979 kam ein Trainingsplatz mit einer Flutlichtanlage hinzu.

1983/1984 wurde das Sportzentrum um das Sportheim erweitert, bei dem die Vereinsmitglieder ebenfalls wieder große Eigenleistung erbrachten.

1997-2000 wurde die komplette Spiefeldumrandung, mit großzügiger Unterstützung der Firma Atlas Kern, neu erstellt.

2006/2007 bekam auch der Schulsportplatz, der ebenfalls als Trainingsplatz vom ASV genutzt wird, eine Flutlichtanlage.

2009 wurde der Trainingsplatz eingezäunt.

 

FO STEI 1232 1

 Das Sportzentrum in Steinach
Fußballplatz, links davon ein Trainingsplatz mit Flutlichtanlage, rechts vorne das Sportheim mit den Umkleidekabinen,
im Hintergrund der Schulsportplatz und zusätzlicher Trainingsplatz mit Flutlichtanlage
aufgenommen 2020

Bild: Claudia Heigl

 

 

Quelle: Fußballhistorie ASV Steinach, erstellt von Hans Simmel 2008

 

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