Das Wirtshaus in Gschwendt

 

 von Cornelia Landstorfer

 

 

Wirtshaus 2017

Das Wirtshaus "zum Reiwa Heigl"
aufgenommen 2017

 

Ein Kaufbrief aus dem Jahre 1381 erwähnt in Gschwendt erstmals eine „Tävern“1.

„Anna die Pokchsauwerinn, Herrn Hanßen des Pokchsawers von Veldtkirchen Wittib, und Caspar der Bokchsawer ihr Sohn verkaufen einen freieigentümlichen Hove zu Gschwendt, wo Heinreich der Rawsch aufsitzt, an Johansen von Raynbach, Techant des Stifts der Alten Kapelle in Regensburg, anno 1381“  (In dem Kaufbrief wird erwähnt, dass „die Tävern“ auf diesem Hof lag.)

Die damalige Grundherrin, die Wittwe Anna Poxauer, die einige Höfe in Gschwendt von ihrem Vater Konrad dem Sattelboger als Heiratgut erhalten hatte, veräusserte laut der Kaufurkunde zusammen mit ihrem Sohn Kaspar ihre Besitzungen in Gschwendt an das Stift der alten Kapelle in Regensburg. Die Herren von Sattelbogen waren eines der mächtigsten und angesehendsten Rittergeschlechter des Bayerischen Waldes.

Als im Jahr 1435 das Heilig-Geist-Spital in Straubing das freieigene Dorf Gschwendt mit Hofmark, Gericht, Gütern und Gülten von Christoph Schönsteiner zum Schönstein und seiner Frau Balburg erwarb, hatte Conradt Wierth Erbrecht auf der Taferne.2

Das Tafernrecht erlaubte neben dem Brau-, Brenn-, Schank- und Herbergsrecht auch die Versorgung und das Unterstellen der Zug- und Reittiere. Im Fall der Gschwendter Tafernwirtschaft, die sich an einer sehr wichtigen Verkehrsstraße befand, war dies für die durchreisenden Handelsleute von großer Bedeutung.

1760 ist protokolliert, dass sich neben einem Tisch voller Fuhrleute der Freiherr von Schrenk, Pfleger zu Diessenstein, im Wirtshaus in Gschwendt aufhielt3, was die Bedeutung dieser Säumerraststätte erkennen lässt. 

Bei Tafernwirten zeigt sich eine Art Sonderstellung zum Grundherrn. Das Bier musste beispielsweise von den Dorfbewohnern beim Tafernwirt bezogen werden, ihm mussten sie die landwirtschaftlichen Produkte anbieten. Erst wenn vom Wirt kein Bedarf angezeigt wurde, konnten die Waren anderweitig angeboten und verkauft werden4. Dieses Vorkaufsrecht sicherte dem Tafernwirt die Aufrechterhaltung seines Gewerbes.

Im Salbuch des Bürgerspitals von 1630 ist das Wirtshaus in Gschwendt ausführlich beschrieben. Das Haus war damals neu erbaut, es handelte sich wahrscheinlich um den Vorgängerbau des heutigen Wirtshauses. Auffallend ist, dass dieses Gebäude damals schon gemauert war, was auf dem Land zu dieser Zeit sehr ungewöhnlich war. Ein schöner neuer rot gestrichener Balkon mit grünen Stollen zierte das Haus, an dem ein gezimmerter Pferdestall, eine neue Wagenremise, ein Tanzboden, Schweinestallungen, ein Hühnerstall, ein weiterer Viehstall und noch eine neue Wagenschupfe angebaut waren. Im Hof befand sich ein Brunnen, gegenüber dem Weg stand ein Backofen. Die Innenausstattung ist dargestellt mit einer schönen Wohnstube im Erdgeschoss neben dem Flur und einer weiteren Stube. Im Obergeschoss werden eine schöne wohlgezierte Stube und etliche Schlafzimmer beschrieben. Hinten hinaus war ein langer Gang, oben ein großer Getreideboden. Die Lage des Gasthauses war wie heute an der Landstraße und dem Weg ins Dorf.

„Zu solche Tafern gehört eine Behausung so zweigädig ist alles von Grund auf stattlich von Neuem gemauert und auferpaut. Hiervorn eingangs bei der Tür des Hauses ein schener neuer Langschrot mit [..] grünen Stollen
der Schrot ist teils rot ausgestrichen, nach dem Haus hinab drei grosse zimmerte Rossstallungen, […] ein neue schene Wagenschupfe daran ein Danz-poden, und ein eingemachter Gange, gleich dabey 6 unterschiedliche Schweineställ, darauf ein Hennenkhabel, gleich daran ein Stadel mit einer Tenn und 4 Viechställ wieder daran ein neue schöne eingemachte Wagenschupfe, stet hinten bei der Landstraß, im Hof ein Prunn. Die Tafern steht herunden bei der Landstroß beim Wege. Herunten bei der Flez steht rechts der großen Wohnstube über ein schenes Stibl oben auf ein schene wolgezierte große Stuben, Flez und etlich Schlafkämmern, hinten hinaus ein langer Gang oben auf ein großer Traidpoden. Gegen der Tafern über den Weg ein Packoffen, alles ganz neu und stattlich wolerpaut.…“ 5

Die Beschreibung, in der von etlichen Schlafkammern, einem Tanzboden und mehreren Roßstallungen die Rede ist, bezeugt erneut die besondere Bedeutung dieses Gasthauses als Säumerraststätte.

 

Uraufnahme 1831
Uraufnahme ca. 1831 - Wirthaus Nr. 9
Quelle: Bayernatlas, Bay. Vermessungsverwaltung München

 

Zum Wirtshaus gehörte Anfang des 17. Jahrhunderts das sog. Kellerhäusl (Hs.Nr. 6) 6, der Durmaierhof 7, auch Orthlehen genannt und das Lohhaus 8 (direkt gegenüber des Wirtshaus) mit der Krämergerechtigkeit. Auch vier Weiher 9, die Fische für die Gäste lieferten, waren im Besitz der Wirtsleute in Gschwendt. Die Familie Stubenhofer erweiterte den Besitz um weitere fünf Weiher, die sich in Niedersteinach befanden, sowie einige Höfe in Gschwendt, Niedersteinach und Kienberg. Zu den Besitzungen Georg Stubenhofers gehörten beispielsweise auch eine Schmiede (Hs.Nr. 2) und eine Wagnerei. Beide Gewerbe befanden sich in unmittelbarer Nähe des Wirtshauses und konnten gegebenenfalls die schwer beladenen Fuhrwerke reparieren, denn die Wege und Strassen waren damals sicher oft in schlechtem Zustand.

 

Stock1630 ist ausserdem beschrieben, dass sich vor dem Gschwendter Wirtshaus ein sogenannter „Stock“ befand 10. Es handelte sich hierbei um eine hölzerne Fessel, bei der Kopf und Arme zwischen zwei mit einem Scharnier versehene Bretter eingeklemmt wurden.

Dieses Werkzeug gehörte zum Amtshaus und Gericht in Gschwendt. Man wählte aber diesen exponierten Platz neben der Handelsstraße, um die Verurteilten der Öffentlichkeit und vor allem auch den vorbeikommenden Fuhrleuten, sonstigen Durchreisenden und den einkehrenden Säumern zu präsentieren, was mit dem „an den Pranger stellen“ vergleichbar ist. Es handelte sich nämlich um Ehrenstrafen durch Bloßstellung und Demütigung. Wäre der Stock vor dem Amtshaus in der Dorfmitte lokalisiert gewesen, hätte man den gewünschten Effekt nicht erzielen können.

 

https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3872069

Das Wirtshaus in Gschwendt diente auch manchmal als Ort, um die Verhöre des Gschwendter Gerichts zu halten. Im Regelfall fanden die Gerichtsanhörungen jedoch im Amtshaus statt.

Auch für die beiden jährlichen vom Hofmarksherren angeordneten Ehehaft-Termine wählte man die Hofmarkstafern, die sowohl über die entsprechenden Platzverhältnisse verfügte als auch für das leibliche Wohl sorgen konnte, als Sitzungsort. Bei diesen Terminen herrschte Anwesenheitspflicht für alle Untertanen des Dorfes11, das Haus dürfte also mehr als voll gewesen sein.

Verhörsprotokolle der Straubinger Spitalhofmark Gschwendt dokumentieren häufig Streitereien, die sich im Wirtshaus abspielten, wenn den Kontrahenten infolge eines „Rausches“ das Temperament durchging und sie schließlich handgreiflich wurden. Nicht selten kam es dabei zum Einsatz der Fäuste, aber auch Schläge mit einem Besenstiel oder Holzprügel waren durchaus an der Tagesordnung.

1758 gab die schlechte Qualität des Bieres Anlass zu Beschwerde und so sah es der Hofmarksamtmann Christoph Bruckbauer wegen der vielen Klagen der Dorfbewohner und der fremden Durchreisenden als seine Pflicht an, zur Anzeige zu bringen, dass das braune Bier des Tafernwirtes den Preis nicht wert sei. Wegen des widerwärtigen Geschmacks und starker Kopfschmerzen nach dem Konsum des schlechten Trunkes befürchtete man ein Ausweichen der Gäste und Durchreisenden in die benachbarten Gasthäuser in Wolferszell und Ascha 12 und damit natürlich rückläufige Einnahmen für den Grundherren. Grund genug, hier einzugreifen.

 

 

Wirtshaus 1910Das Wirthaus um 1910

 

 

 

Die Besitzerfolge auf dem Wirtshof

1381 ist Heinrich der Rausch Inhaber der Tafern 13

1435 hatte Conradt Wierth Erbrecht 14

1558 ist schließlich Michael Prughmüller als Wirt zu Gschwendt erwähnt15.

Bis 1614 sind Wolfgang und Elisabeth Pichlmeier als Wirtsleute nachgewiesen.

Sie übergeben am 7. Juli 1614 die Tafern an ihre Tochter Ursula und deren Ehemann Georg Stubenhofer 16.
Der Wirt Stubenhofer war auch Handelsmann, dem vor allem das lukrative Geschäft mit Salz großen Reichtum brachte. Er lieferte das damals äußerst wertvolle Handelsgut nach Böhmen und brachte als Gegenfracht hauptsächlich Hopfen mit 17. Stubenhofer hat vermutlich das Gasthaus neu gebaut. Wie bereits erwähnt, wurde es im Straubinger Salbuch des Bürgerspitals 1630 als neu erbaut beschrieben („…ist alles von Grund auf stattlich von neuem gemauert und auferpaut.“)

Ausserdem hat dieser Händler und Stratege den Besitz enorm erweitert, indem er den Hällingmayerhof 18, die Schneidersölde 19, den Thurnhof, einen Hof in Niedersteinach20, einen Hof in Kienberg6, vier Weiher, sowie Bach und Fischwasser21 käuflich erworben hat. Dabei kam ihm zugute, dass in der Zeit des 30jährigen Krieges der Immobilienkauf günstig war, da viele Häuser und Höfe verödet waren und für wenig Geld zu haben waren.

 

Uraufnahme 1831 2

Oben links sind die vier Weiher zu sehen, die zum Wirtsanwesen gehörten
Uraufnahme ca. 1831
Quelle: Bayernatlas, Bay. Vermessungsverwaltung München

 

Seine zweite Ehefrau Eva Fläckl, Tochter der Bauerseheleute Wolfgang und Elisabeth Fläckl in Rotham, brachte die Mühle in Wolferszell mit dem benachbarten Erbrechtshof, das Schankrecht und das Bäckerrecht mit in die Ehe. Eva war in erster Ehe mit dem Müller, Wirt und Bäcker Melchior Grimm verheiratet gewesen. Ihr zweiter Ehemann war der Müller Vitus Pichlmayr in Wolferszell. Georg und Eva Stubenhofer waren mit Abstand die wohlhabendste Bauersfamilie in der Gegend. 

1656 wird Thomas Georg, Sohn des Handelsmannes Georg Stubenhofer, als Wirt in Gschwendt genannt. Nachdem dessen Ehefrau Anna Sabina Nißl verstirbt, ehelicht der Wittwer 1667 Magdalena Thanner aus Haselbach. Im selben Jahr verstirbt allerdings auch Thomas Georg Stubenhofer und seine Wittwe heiratet 1669 Peter Ludsteck aus Reibersdorf. Die Stubenhofer-Kinder wurden offensichtlich beim Erbe nicht berücksichtigt.

Tochter Maria Ludsteck geht 1706 die Ehe mit Wolfgang Seidl aus Neumark in Böhmen ein.

1731 erben der Sohn Stefan und dessen Ehefrau Klara, geb. Klugmann22.
Ein marmorsteinerner Tisch, von dem mehrfach in Verträgen darauf verwiesen wird, dass er im Haus zu verbleiben habe, gehörte damals zum Inventar. Üblich waren damals in normalen Haushalten mit Sicherheit ausschließlich hölzerne Tische.

Die Wittwe Klara Seidl heiratet 1742 Franz Thanner aus Gonnersdorf, der 1745 nach dem Tod seiner zweiten Frau die Maria Catharina Probst aus Eggenfelden ehelicht.

Die Wirtstochter Walburga Thanner und deren Ehemann Lorenz Brandstetter aus Bruckhof folgen 1768 als Besitzer des Wirtsanwesens mit der Bier- und Branntwein-Schenk, Kram- und Metzgergerechtigkeit in Gschwendt. Auch damals gehörte noch der Thurmaierhof und das Lohrhäusl, sowie neun Weiher zu den Besitzungen des Wirtes23.

1776 stirbt Walburga Brandstetter, die Ehe mit Lorenz war kinderlos geblieben. Der Wittwer heiratet 1777 Margaretha Sämer von Furth im Wald und hat mit ihr einen Sohn, genannt Lorenz.
Am 09.08.1823 übernimmt Lorenz Brandstetter mit nur 19 Jahren vom Vater Lorenz Brandstetter um den Betrag von 9.300 Gulden. 1827 heiratet dieser die Wirtstochter Anna Maria Bergmaier von Wolferszell.

Ein Sohn aus dieser Verbindung, Josef Brandstetter, gerät 1853 in eine Rauferei, bei der er schwer verletzt wird:
„Straubing, 3. Juli. […] Im Wirtshause zu Wolferszell wurde dem Wirtssohn Joseph Brandstetter von Gschwendt, Landgericht Mitterfels, ein Messer in die Stirne gestoßen, daß das Hirn herauslief, er lebt zwar noch, aber eine Rettung ist nicht möglich.“
Landshuter Zeitung Nr. 155 v. 05.07.1853

Ein tragischer Unfall hat sich am 1. Februar 1859 im Gschwendter Wirtshaus ereignet:
„Gestern nachts wurde ein Müllerssohn von Wolferszell im Pferdestallfenster des Wirts Brandstetter von Gschwendt, hängend – mit den Schultern auf dem Fenstergesimse liegend – den Unterleib an der innern Stallmauer hinabhängend, die Füße circa ein Fuß hoch vom Boden entfernt, den Kopf außerhalb der Fensterstangen und mit dem Kinn fest auf einer solchen Eisenstange aufliegend, tot gefunden. Wie vermutet wird, versuchte derselbe in diebischer Absicht einzusteigen, geriet aus Unvorsichtigkeit in die vorbeschriebene hülflose Situation und fand so seinen Tod. Derselbe ist erst vor ungefähr einem Jahr aus dem Strafarbeitshause zurückgekehrt."
Aschaffenburger Zeitung, 1859

1865 brannten Stallung und Stadel des Wirtes komplett ab. Dabei wurde auch der Stadel des benachbarten Stubenhofer Opfer der Flammen.

1869 ist im Straubinger Tagblatt zu lesen, dass der Wirtssohn von Gschwendt Vorspann bis nach Au leistete. Dort ließ sich der lebenslustige Bursche aufspielen und zechte weit über Gebühr. Beim Heimritt gingen die Pferde durch und schleiften ihn lebensgefährlich mit. Einige Tage später war er aber wieder auf dem Weg der Besserung.

1871 erbt Sohn Ludwig Brandstetter den Besitz von 120 Tagwerk24. Seine Frau war Theresia Leibl.
Ludwig Brandstetter war es auch, der 1876 auf Anregung des königlichen Bezirksamtes beschloss, in Gschwendt eine freiwillige Feuerwehr zu gründen.

 

Sterbebild Brandstetter

Eines der ältesten Sterbebilder in der Pfarrei Steinach

 

 

1888 folgen Sohn Lorenz Brandstetter und seine Frau Franziska Wittmann aus Klinglbach als Wirtsleute. Nach einer schwerer Geburt sterben 1889 Franziska und ihr Kind. 1890 heiratet Lorenz Brandstetter dann Theresia Landstorfer aus Kagerhof25.
In einer Gewerbeliste der ehemaligen Gemeinde Gschwendt ist am 10. Mai 1900 Josef Bielmeier eingetragen: „Schankwirtschaft ohne Kellnerin, jährlicher Bierverbrauch 180 Hektoliter.“ Bielmeier war vermutlich Pächter des Wirtshauses, Besitzer war noch immer Brandstetter. 1908 stirbt Lorenz Brandstetter, Erben sind die Gattin Therese und die Kinder Josef und Ludwig.   

1908 veräussert Theres Brandstetter das Wirtshaus einschl. Grundbesitz in Ascha und Mitterfels um 45000 Mark an Hermann Maier aus Fischach. Dieser war offensichtlich ein Händler, da er bei diversen Höfen in Gschwendt als Käufer aufgeführt ist. Im selben Jahr verkauft Maier an Carl Sturm in Straubing26.
Pächter war 1908 Jakob Wurm.
In der Gewerbeliste von Gschwendt ist 1908 eingetragen: „Wirtschaft mit Schnapsschenke, Brothandel, Metzgerei“

 

Postkarte 1908
Ansichtskarte aus dem Jahr 1908

 

 

1911 erwerben Gierl Josef und Katharina, geb. Hamberger, aus Agendorf das Wirtshaus und übergeben 1921 an Tochter Katharina und ihren Ehemann Max Prommersberger. Max verreiste nach Amerika. Ob er wieder in die Heimat zurückkehrte, konnte bisher nicht festgestellt werden. Die Tochter von Max und Katharina Prommersberger stirbt 1934 bei einem tragischen Verkehrsunfall.

1936 ist der Gutsbesitzer in Irlbach, Otto Graf von Brey-Steinburg, Besitzer des Wirtshauses.

1944 folgt Freifrau Anna von Poschinger  von Frauenau, geb. Gräfin v. Brey-Steinburg auf Schloss Irlbach: Übergang durch Erbfolge 30.06.1944 27.

 

Bild 1930

Dieses Bild stammt aus den 1930er Jahren, im Hintergrund ist das Wirtsgebäude zu sehen.

 

 

1946 ist Rupert Winterl als Pächter des Wirtsanwesens nachgewiesen 28.

Familie Zollner, dann Familie Santl folgen in den 1970er und Anfang der 80er Jahre.

Familie Shah kam danach und gestaltete den Tanzboden des Wirtshauses in den 1980er Jahren zu einer Diskothek um. Kurzzeitig lief dieser Betrieb gut, der Zustrom der Diskobesucher hielt sich jedoch nicht lange und Ali Shah baute Fremdenzimmer in den Tanzsaal.

Danach schien das Wirtsgeschäft nicht mehr gut zu laufen, da sehr oft der Besitzer wechselte.

Seit einigen Jahren befindet sich das denkmalgeschützte Gebäude mit Nebengebäuden im Besitz der Gemeinde Ascha und wird voraussichtlich in nächster Zeit umfassend saniert werden, um für die Bürger wieder zugänglich zu werden. 

 

Feuerwehr 2015

Feuerwehrüberung im Jahr 2015 vor dem Wirtsgebäude

 

 

 

 

1 BZAR/Kollegiatstift U. L. Frau zur Alten Kapelle in Regensburg/Urkunde 385 v. 23. April 1381
„Anna die Pokchsauwerinn, Herrn Hanßen des Pokchsawers von Veldtkirchen Wittib, und Caspar der Bokchsawer ihr Sohn verkaufen einen freieigentümlichen Hove zu Gschwendt, wo Heinreich der Rawsch aufsitzt, an Johansen von Raynbach, Techant des Stifts der Alten Kapelle in Regensburg, anno 1381“  (In dem Kaufbrief wird erwähnt, dass „die Tävern“ in demselben Hof lag.)
2 Solleder, Fridolin: Urkundenbuch der Stadt Straubing, 1911-1918, S. 280, Urkunde 356
3 StALa, Kommunalarchive Rep. 219 1609, fol. 117
4 Vgl. Stadtarchiv Straubing, Salbuch Bürgerspital, fol. 896 Ehehaftrecht Nr. 24
5 Stadtarchiv Straubing, Salbuch 1630, fol. 625ff
6 Stadtarchiv Straubing, Salbuch 1630, fol. 813
7 Stadtarchiv Straubing, Salbuch 1630, fol. 782
8 Stadtarchiv Straubing, Salbuch 1630 von Gschwendt, fol. 812
9 Stadtarchiv Straubing, Salbuch 1630, fol. 669
10 Stadtarchiv Straubing, Salbuch 1630, fol. 860, 861
11 Vgl. Stadtarchiv Straubing, Salbuch 1630 von Gschwendt, fol. 887‘
12 Vgl. StALa, Kommunalarchive (Rep. 219) 1609, fol 96-100
13 BZAR/Kollegiatstift U. L. Frau zur Alten Kapelle in Regensburg/Urkunde 385 v. 23. April 1381
„Anna die Pokchsauwerinn, Herrn Hanßen des Pokchsawers von Veldtkirchen Wittib, und Caspar der Bokchsawer ihr Sohn verkaufen einen freieigentümlichen Hove zu Gschwendt, wo Heinreich der Rawsch aufsitzt, an Johansen von Raynbach, Techant des Stifts der Alten Kapelle in Regensburg, anno 1381“  (In dem Kaufbrief wird erwähnt, dass „die Tävern“ in demselben Hof lag.)
14 Solleder, Fridolin: Urkundenbuch der Stadt Straubing, 1911-1918, S. 280, Urkunde 356
15 Stadtarchiv Straubing, Salbuch 1630, fol. 729 (Siehe Kaufbrief 1558 Haus Nr. 2), vgl. auch Spitalrechnung ca. 1570
16 Stadtarchiv Straubing, Salbuch 1630, fol. 625
17 StALa, Kurbayern Hofkammer, Ämterrechnungen, Rentmeisteramt Straubing Rep. 197/2
18 Stadtarchiv Straubing, Salbuch 1630, fol. 654. Dieser Hällingmayer-Hof ist bis heute im Besitz der Familie Landstorfer, deren Vorfahren die Stubenhofer waren.
19 Stadtarchiv Straubing, Salbuch 1630, fol. 776
20 StALa, Regierung Straubing, A3674
21 Stadtarchiv Straubing, Salbuch 1630, fol. 653
22 StALa, Kommunalarchive, Rep. 219 (1586)
23 StALa, Kommunalarchive, Rep. 219 (1589)
24 Staatsarchiv Landshut, Grundsteuerkataster 1-17/7 Umschreibehefte Gschwendt 1842-1858
25 Staatsarchiv Landshut, Grundsteuerkataster 1-17/7 Umschreibehefte Gschwendt 1842-1858
26 Staatsarchiv Landshut, Grundsteuerkataster 1-17/7 Umschreibehefte Gschwendt 1842-1858
27 Staatsarchiv Landshut, Grundsteuerkataster 1-17/7 Umschreibehefte Gschwendt 1842-1858
28 Gemeinde Gschwendt, Feuerwehrmitgliederliste

 

Bildquellen:
Archiv für Heimatgeschichte

Detaillierte Angaben zu den Wirtsfamilien liegen im Archiv für Heimatgeschichte in Steinach vor und können dort eingesehen werden.